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Montag, 24. September 2018 13° 2

Freizeit

Senioren besuchten den Arber

Der „König des Bayerischen Waldes“ war das jüngste Ziel der Senioren aus Neukirchen, die viel Neues über den Berg erfuhren.
Von Helga Brandl

  • Auf dem König des Bayerwaldes genossen die Neukirchner nicht nur die Aussicht, sondern auch die gute Bewirtung in der Eisensteiner Hütte. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Ein Gipfelerlebnis auf 1456 Metern Höhe bescherte den Neukirchner Pfarrsenioren bei ihrem Juni-Ausflug eine Auszeit auf dem Berg der Begegnung – dem Großen Arber. Dort fühlten sich die betagten Damen und Herren königlich verwöhnt, zumal der höchste Berg des Bayerischen Waldes und Niederbayerns stolz „König des Bayerischen Waldes“ genannt wird.

Helga Brandl hieß neben den Teilnehmern im voll besetzten Bus auch den Seniorenbeauftragten der Marktgemeinde, Hans Kerscher, willkommen und versprach ein unvergessliches Abenteuer in luftiger Höhe. Gespickt mit Wissenswertem rund um den Arber weckte sie mit ihren Ausführungen das Interesse der Damen und Herren. So erreicht dieser Berg mit seiner Höhe als einziger Gipfel des Bayerisch-Böhmischen Grenzmassives die klimatische Waldgrenze, während ein Felsriegel westlich vom Gipfelkreuz mit 1439,6 Metern Höhe den höchsten Punkt der Oberpfalz markiert. Nicht jedem waren die Namen der vier Gipfel geläufig: der Hauptgipfel mit dem Gipfelkreuz, der Bodenmaiser Riegel – auch als „Richard-Wagner-Kopf“ bekannt – wobei die namengebenden Linien des Felsaufbaus das Profil des berühmten Schöpfers der Nibelungen würdigen.

Der Komponist war nie da

Mit einem Besuch des Komponisten hat der Name nichts zu tun – Richard Wagner hat nach Recherchen den Arber selbst nie gesehen. Zum Quartett gehören auch der Kleine und der Große Seeriegel. Überraschend war die Aussage über das Alter des Berges: während der Bayerische Wald der Ur-Ur-Urgroßvater des Arbers ist, gelten die Bayerischen Alpen als dessen Enkel.

Seniorenbeauftragter Hans Kerscher informierte die Fahrgäste über die aktuelle Befragung zur Schwachstellen-Analyse im Umfeld der Senioren wie beispielsweise die mangelhafte öffentliche Anbindung im Personennahverkehr und bot an, sich bei Fragen oder Bedarf an ihn zu wenden. Er sprach von der Mobilitätsstudie sowie von der Feier der Wolfgangs-Woche in Regensburg oder der Aktion „aktive Generationen“.

Erwartungsvoll bestiegen die Neukirchner die Kabinen der Gondel, mit der die Seniorengruppe nach oben befördert wurde. Dabei ging der Dank an den Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier, der ihnen eine kostenlose Fahrt mit der Bergbahn ermöglicht hatte, wofür sich die Senioren mit ihrer Unterschrift auf einer Dankes-Karte revanchierten. Wandererprobte Teilnehmer erkundeten den Gipfel mit den Radaranlagen, während gehbehinderte Besucher ab der Bergstation mit dem Personenaufzug die gastronomische Einrichtung erreichten. Ein Blick von der Veranda gewährte bei guter Witterung eine großartige Aussicht auf das grüne Waldmeer.

Hochzeitszimmer reserviert

In der Eisensteiner Hütte auf einer Höhe von 1340 Metern, die 1962 erbaut und im Jahr 2006 generalsaniert wurde, war für die Neukirchner Senioren eigens das prächtige Hochzeitszimmer reserviert. Gut gestärkt mit deftigem Essen erkundete man noch das Terrain rund um die Bergstation, ehe die Ausflügler mit der Gondelbahn zur Talstation schwebten.

Begeistert von diesem Abenteuer traten die Pfarrsenioren wieder die Heimreise an, wobei sie während der Busfahrt mit interessanten Erlebnissen und lustigen Gedichten eines Fahrgastes verwöhnt wurden, der vor rund 40 Jahren an der Errichtung der Luftverteidigungsanlage am Arber beteiligt war. Der ehemalige Vorarbeiter berichtete vom Bau der Anlage auf der Gipfelregion und der Versorgungsleitungen. Zur Erheiterung aller schmückte er seine Erinnerungen mit wahren Episoden aus. (kbr)

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