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Senioren die Vorzüge des Internets erläutert

Prof. Dr. Markus Lemberger bat darum, die Entwicklung nicht zu verteufeln. Auch für ältere Menschen bietet sie viele Möglichkeiten.

Prof. Dr. Markus Lemberger sprach im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen. Foto: Susanne Nock/MGH
Prof. Dr. Markus Lemberger sprach im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen. Foto: Susanne Nock/MGH

Waldmünchen.Im Rahmen der „Senioren-Digital“-Schulungsangebote, die das ganze Jahr über schon im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen laufen, hat am Dienstagnachmittag Prof. Dr. Markus Lemberger, zuständig unter anderem für Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung des Landkreises Cham, einen Einblick in sein Aufgabengebiet gegeben.

Er referierte über die weltweiten Veränderungen und Chancen durch das Internet und besonders auch über die Infrastruktur und Grundlagen im Landkreis Cham. Den Senioren, die aus dem ganzen Landkreis zum Vortrag gekommen waren, wollte Lemberger vor allem „die Angst vor dem Komplizierten nehmen“.

Vierte industrielle Revolution

Habe man früher seine Informationen noch aus Zeitung, Radio und Fernsehen bezogen, gebe es jetzt zahlreiche andere Kanäle – laut Statistik im Durchschnitt zwölf an der Zahl, die zur Informationsbeschaffung dienten. Darunter seien auch soziale Medien wie Facebook und Instagram. Er bat darum, diese Entwicklung nicht zu „verteufeln“, sondern sie als normal und auch chancengebend zu sehen. Wir befänden uns in der vierten industriellen Revolution, sagte Dr. Lemberger, nämlich in der Zeit, in der Geräte selbstständig miteinander kommunizieren könnten.

Der Landkreis poche auf schnelles Internet und möchte damit auch die Zukunft sichern. Dem Referenten war aber auch klar, dass es für Waldmünchen und dem östlichen Teil des Landkreises gegenüber dem westlichen Teil schwieriger sei. Dr. Lemberger zeigte Bilder von Robotern, die mit Sprache gesteuert werden, informierte aber auch über die Gefahren: „Bestimmte Apps schicken mehr Informationen, als uns bewusst ist.“ Die Datenschutzgrundverordnung habe aber auf europäischer Ebene für gute Sicherheit und Richtlinieneinhaltung gesorgt, „aber viele Großrechner stehen in Amerika oder Asien“. Ein Teilnehmer hatte einen ganz praktischen Tipp: „Reden Sie oberpfälzisch, weil wenn das abgehört wird, versteht das eh keiner“.

Smart-Watch und Routenplaner

Lemberger ging auf viele Vorzüge des Internets ein, vor allem auch für die ältere Generation. Angefangen von Smart-Watches mit Sturzerkennung über Sprachassistenten für kleine Hilfestellungen bis zum Routenplaner. Außerdem könne durch das Internet mit entfernt lebenden Verwandten und Freunden einfacher Kontakt gehalten werden.

Sein Fazit: „Wir kommen um die rasante Entwicklung im digitalen Bereich nicht rum, aber können bewusst damit umgehen.“

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Projektes „Modellprogramm in den bayerischen Mehrgenerationenhäuser: Schulungsangebot für ältere Menschen im Umgang mit digitalen Medien“ – kurz Senioren-Digital. Es wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

nächste Termine

  • 10. Dezember:

    16 Uhr „Werkstatt“, dazu können eigene Geräte mitgebracht werden.

  • 13. Dezember:

    16 Uhr „Quiz und Jahresrückblick“

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