mz_logo

Region Cham
Sonntag, 20. Mai 2018 22° 3

OGV

Sepp Rank bleibt an der Spitze

2. Bürgermeister Michael Mühlbauer stellte bei der Jahresversammlung die Ziele der Gartenschau vor.

  • Der neue Vorstand des Further Obst- und Gartenbauverein mit Josef Rank (rechts) an der Spitze Fotos: fsa
  • Josef Rank bedankte sich bei Renate Mühlbauer und Michael Mühlbauer.

Furth im Wald.Josef Rank führt weiter den Obst- und Gartenbauverein. Bei der Jahresversammlung am Mittwochabend im Kolpinghaus übernahm er für weitere vier Jahre Verantwortung für den Verein. Im Mittelpunkt standen Jahresrückblick , der Kassenbericht und Neuwahl. Nach der erfolgreichen Wahl informierten 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer über die für 2026 geplante Landesgartenschau und Renate Mühlbauer über die Förderung der Artenvielfalt-Biodiversität.

Rank erinnerte an die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Der Verein verwaltet aktuell 150 Mitglieder, in der Glanzzeit Anfang der 90er Jahre waren es noch 400. Der Vorstand traf sich zu drei Sitzungen im Waldhäusl.

Spende für Stadtbildverein

Die Leistungen der Mitglieder im vergangenen Jahr konnten sich sehen lassen. Etwa 70 Einsätze waren notwendig, um Mitgliedern und Nichtmitgliedern den Rasen zu mähen sowie Hecken- und Obstbäume zu schneiden. Zusammengearbeitet wurde mit dem Stadtbildverein vor allem durch Schriftführerin Christa Rank. Der Stadtbildverein wurde vom OGV auch finanziell unterstützt. Dabei handelte es sich um eine Spende von 800 Euro für die Renovierung einer Kreuzwegstation. Hingewiesen wurde im vergangenen Jahr auf die Streuobstwiese, der Nachtfrost Ende April zerstörte fast 100 Prozent der Obsternte. Dementsprechend schwach fiel das Obstpressen aus, lediglich drei Zentner Äpfel und sieben Zentner Quitten wurden gepresst. Die Obstpresse ist übrigens trotz ihres hohen Alters gut in Schuss.

Im Herbst hatte der Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege die Teilversammlung des Teilbereichs Cham an den Further OGV vergeben. Die Veranstaltung ging im Kolpinghaus über die Bühne. Rank musste den Further OGV vorstellen. Die Gruppe mit 26 Personen konnte sich dort einen Eindruck von der Landesgartenschau machen.

Der Verein will einen Tag der offenen Tür bei den beiden Streuobstwiesen veranstalten, um die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Am Obst der etwa 180 Bäume könne sich jedermann bedienen. Der Verein sei auch gefordert mit der Nachbesserung des Abwasserkanals beim Waldhäusl an der Wutzmühle. Sie werde in den nächsten Wochen in Angriff genommen. Das Waldhäusl selber befindet sich in einem guten Zustand, mit dem Pächter sei man zufrieden. Der Pachtvertrag wurde vor wenigen Wochen um fünf Jahre verlängert. Gefragt war im vergangenen Jahr einige Male der Fertikutierer, das Moos hatte manchem Gartenbesitzer Probleme bereitet. Schriftführerin Christa Rank war im Herbst mit einer Abordnung nach Tirschenreuth gefahren. Die 26 Personen konnten sich einen Eindruck von der Nachhaltigkeit der Landesgartenschau machen, die vier Jahre zuvor veranstaltet wurde.

Schatzmeister Michael Beer gab den Kassenbericht. Aus diesem wurde ersichtlich, dass der Verein auf gesunden finanziellen Füßen stehe. Michael Mühlbauer sprach über die für 2026 geplante Gartenschau. Er stellte das Vorhaben vor als Garant für Stadtentwicklung, Image und Lebensqualität. Die Gartenschau habe auch die Umwandlung von Industrie-, Gewerbe- und Siedlungsbrachen zu blühenden Landschaften und nutzbaren Erhaltungsräumen zum Inhalt. Die Gartenschau würde durch die Stadt, Fachverbände, Betriebe, Stadtaktive, Vereine, Initiativen und Bürger getragen. Die Jury besucht Ende Juli die Grenzstadt. Zur Vorbereitung auf die Abgabe der Bewerbung wird am Montagabend im Großen Sitzungssaal des Rathauses interessierten Bürgern und Vereinsvertretern die bisherige Planung vorgestellt.

Artenvielfalt geht zurück

In ihrem Vortrag über den Rückgang der Artenvielfalt stellte Kreisgeschäftsführerin Renate Mühlbauer heraus, dass ein drastischer Rückgang der Artenvielfalt zu verzeichnen sei. Dies machen die Zahlen des Bundesamtes deutlich. Der Rückgang der Insekten liege bei 80, der der Singvögel bei 50 Prozent. Früher gab es eine „Rote Liste“, jetzt gebe es ein „Rotes Buch“. Der Begriff Biodiversität gleich Artenvielfalt stehe wegen seiner Aktualität im Mittelpunkt der Arbeit vieler Verbände und Vereine. Drastische Veränderungen haben in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung der Artenvielfalt in Siedlung und Landschaft stark negativ beeinflusst. Ein wichtiger Beitrag sei es deshalb, den Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt so zu erhalten, dass die Vielfalt weiterhin gewährt bleibt.

Mensch, Tier und Pflanze seien in einen Kreislauf eingebunden, der nicht durchbrochen werden könne ohne unser aller Lebensgrundlage zu verschlechtern. Es gelte, diese Grundlage mit ökologisch orientiertem Wissen und Handeln für die Zukunft zu bewahren. Nicht übertrieben große, sondern viele kleine Maßnahmen seien notwendig, dieses Ziel zu erreichen. Die Strategie für die Zukunft sollte sein, mit positiven Beispielen Anregungen zu geben. (fsa)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht