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Region Cham
Montag, 23. Juli 2018 22° 6

Gesundheit

Sie entstigmatisieren die Depression

Auch im 16. Jahr seines Bestehens hat das Chamer Bündnis gegen Depression einiges vor. Denn die Krankheit betrifft immer mehr.

Die neugewählte Vorstandschaft des Chamer Bündnis gegen Depression. Foto: fi
Die neugewählte Vorstandschaft des Chamer Bündnis gegen Depression. Foto: fi

CHAM.Wie gehabt konnte Vorsitzender Dr. Matthias Dobmeier das Fähnlein der Aufrechten zur Jahreshauptversammlung im Café Extra im Haus am Klosterberg begrüßen. Seinen Rechenschaftsbericht begann er mit der Feststellung: „In diesen 16 Jahren haben wir einiges gemacht, um psychische Krankheiten zu entstigmatisieren“. Noch sei man aber nicht am Ende des Weges. Es gebe leider immer noch Menschen, die schwer krank sind und nicht zum Arzt gingen. „Unser Bündnis hat also noch genug Arbeit vor sich“, so Dr. Dobmeier.

Erfreut nehme Dobmeier zur Kenntnis, dass das Chamer Bündnis gegen Depression von vielen Seiten anerkannt werde. So habe man durch Landrat Franz Löffler und Bürgermeistern einen großen Rückhalt. Von Firmen könnte allerdings noch mehr kommen und so werde man dieses Thema weiterhin auf der Palette haben.

Sein Dank galt dem Sozialpsychiatrischen Dienst, dem Rotenkreuz und der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft sowie dem Haus Margerita. Namentlich nannte er hier Markus Rappl, Manfred Aschenbrenner und Wolfgang Rießelmann. Ein Dankeschön richtete er an Alfons Schambeck, der seit Jahren die Kasse verwaltet. Dr. Dobmeier erinnerte an einige Projekte 2017: Er verwies auf die Ausstellung „Wege aus der Depression“ im Rodinger Rathaus und an seine Vorträge zum Thema „Demenz“ in Roding und Furth im Wald. Aufgrund der großen Resonanz habe er feststellen können, dass das Thema „Psyche“ immer mehr Menschen anspreche.

Sehr gut von der Öffentlichkeit angenommen wurde der Dokumentarfilm „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“, der in Kooperation mit dem Zentralbündnis und der AOK im Cine-World Cham gezeigt wurde.

Höhepunkt sei aber der Abend mit Dr. Manfred Lütz in der Rodinger Stadthalle gewesen. Knapp 500 Besucher aus der Region waren beeindruckt vom Referenten. „Diese Veranstaltung ist extrem gut gelaufen“, konstatierte der Vorsitzende. Hier verwies er auch auf die konstruktiv verlaufene Pressekonferenz im Vorfeld des Kabarettabends. Mit diesem Abend habe man die dem Bündnis gestellte Aufgabe in vollster Weise erfüllt.

Nicht unerwähnt ließ Dr. Dobmeier, dass das Chamer Bündnis eine große Wertschätzung des Zentralbündnisses genießt. Nach dem Kassenbericht von Alfons Schambeck konstatierten die Kassenprüfer Markus Rappl und Manfred Aschenbrenner eine einwandfreie Kassenführung. Somit erfolgte die einstimmige Entlastung.

Die anschließenden Neuwahlen gingen schnell über die Bühne. Vorsitzender bleibt Dr. Matthias Dobmeier. Für Dr. Joseph Ferstl, der den wohlverdienten Ruhestand genießt, übernimmt Wolfgang Rießelmann das Amt des zweiten Vorsitzenden. Die Kasse bleibt weiterhin in den Händen von Alfons Schambeck und Sepp Fischer ist weiterhin als Schriftführer tätig. Markus Rappl und Manfred Aschenbrenner üben weiterhin das Amt der Kassenprüfer aus.

Für 2018, so Dr. Dobmeier, werde man wieder eine größere Veranstaltung planen. Für den Herbst könnte er sich einen Vortragsabend mit Christina Berndt in der Chamer Stadthalle vorstellen. Die Autorin habe er bei einem Treffen der Bayerischen Selbsthilfegruppen gehört und er sei überzeugt, dass sie auch das Chamer Publikum begeistern kann. Wolfgang Rießelmann wies darauf hin, dass am 1. Februar im Psychiatrischen Zentrum eine interessante Ausstellung eröffnet wird. (fi)

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