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Ausbildung

Sie gehen durchs Feuer

Die Feuerwehren in Bad Kötzting haben 22 neu ausgebildete Atemschutz-Geräteträger. Der Lehrgang war anspruchsvoll.

Nach sieben Abenden voller Strapazen freuten sich die neuen Atemschutz-Geräteträger zusammen mit ihren Ausbildern und den Feuerwehr-Führungskräften in der Feuerwache Furth im Wald über ihre erfolgreiche Ausbildung. Foto: Feuerwehr Stadt Furth im Wald/Heinrichmeyer
Nach sieben Abenden voller Strapazen freuten sich die neuen Atemschutz-Geräteträger zusammen mit ihren Ausbildern und den Feuerwehr-Führungskräften in der Feuerwache Furth im Wald über ihre erfolgreiche Ausbildung. Foto: Feuerwehr Stadt Furth im Wald/Heinrichmeyer

Bad Kötzting.Wenn Häuser in Flammen stehen, Maschinenhallen verraucht sind, dann sind sie gefordert, die Atemschutz-Geräteträger der Feuerwehren. Ausgerüstet mit Pressluftflaschen, Atemmasken und Spezial-Equipment gehen sie dorthin, wo normalerweise kein Mensch überleben kann, um andere zu retten oder Sachwerte zu schützen. 22 Frauen und Männer dürfen sich seit der vergangenen Woche „Atemschutz-Geräteträger“ nennen und sich künftig diesen Herausforderungen stellen. Das teilte Lehrgangsleiter Marius Heinrichmeyer mit. Die Angehörigen von zehn Feuerwehren im Kreisbrandinspektionsbereich Bad Kötzting unterzogen sich einer zweiwöchigen Ausbildung.

Marius Heinrichmeyer als Lehrgangsleiter sowie die beiden Ausbilder Christian Stauber und Sebastian Horn von der Feuerwehr Stadt Furth im Wald – sie übernimmt für alle Feuerwehren im Landkreis die Atemschutz-Ausbildung – brachten die jungen Feuerwehrleute dabei an ihre physischen wie psychischen Grenzen.

Nicht nur Theorie

An den sieben Abenden wurde nicht nur in Theorie gelehrt, wie Feuer richtig bekämpft, in brennenden Räumen richtig vorgegangen oder in Notfallsituationen richtig reagiert wird, vor allem der Praxisteil hatte es in sich. Dabei übten die Lehrgangsteilnehmer immer wieder, die umfangreiche Atemschutz-Ausrüstung innerhalb von nur zwei Minuten anzulegen und sich einsatzbereit zu melden. Zudem stand körperliche Fitness auf dem Programm. So wurde unter anderem mit der 16 Kilo schweren Ausrüstung gejoggt.

Einen Höhepunkt stellte der Durchlauf in der Atemschutz-Übungsstrecke in Furth im Wald dar, bei der neben der körperlichen auch die psychische Belastung in einem dunklen Labyrinth aus Röhren und Gitterboxen getestet wurde. Ebenso die Einsatzübung. Dabei mussten die Lehrgangsteilnehmer alles Gelernte unter Stressbedingungen bei null Sicht abrufen. Den Abschluss bildete eine theoretische Prüfung.

Kreisbrandrat Michael Stahl lobte anschließend die Bereitschaft der Teilnehmer, sich dieser Herausforderung zu stellen. Er wusste auch das Engagement der jungen Feuerwehrleute zu würdigen. Stahl hob die wichtige Aufgabe der Atemschutz-Geräteträger im Einsatz hervor. Sie seien es, mit denen sich Erfolg oder Misserfolg eines Einsatzes entscheiden. Deshalb würden Atemschutz-Geräteträger immer zurecht als „die Speerspitze der Feuerwehr“ bezeichnet. Er dankte aber auch dem Team der Feuerwehr Stadt Furth im Wald für die Ausbildung, hinter der viele Jahre Erfahrung stecke. Christian Scheuer, Kreisbrandmeister für Atemschutz und Gefahrgut, riet vor der Zeugnisübergabe, das erworbene Wissen müsse vertieft und immer wieder trainiert werden.

Die Absolventen

Erfolgreich waren Carolin Mühlbauer, Josef Kleppel (beide FFW Thürnstein), Jenny Stöberl (FFW Lohberg); Korbinian Kollmer (FFW Hohenwarth), Maximilian Plötz, Dominik Pongratz und Kerstin Pritzl (alle Engelshütt), Johannes Neppl, Simon Sturm, Benedikt Robl (alle FFW Liebenstein), Marco Lehmann (FFW Grafenwiesen), Benedikt Drexler, Kevin Weidner, Manuel Heitzer (alle FFW Rimbach), Christian Preisser, Stefan Klein (beide FFW Lederdorn), Michaela Lex (FFW Altrandsberg), Patrick Speckner, Katja Egger, Johannes Laumer, Michael Schießl und Patrick Lingauer (alle FFW Zandt).

Der Lehrgang

  • Atemschutz

    : Schwerpunkt war die Ausbildung zum Atemschutz-Geräteträger. Die Teilnehmer übten dabei immer wieder, die Ausrüstung möglichst schnell anzuziehen und damit im Notfall auch einsatzbereit zu sein.

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