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Gesundheit

Sie können trösten, pflastern, Hilfe holen

In der Theresia-Gerhardinger-Kita lernten Kinder Erste Hilfe. Der Trau-Dich-Kurs des BRK machte sie selbstbewusster.
Kathrin Kirsch-Spießl

Kursleiter Richard Kreuzer (hinten links) und Ausbildungsleiter Stefan Raab vom BRK Cham (hinten rechts) überreichten die Urkunden zum Trau-Dich-Kurs in der Stamsrieder Kita. Foto: Kirsch-Spießl
Kursleiter Richard Kreuzer (hinten links) und Ausbildungsleiter Stefan Raab vom BRK Cham (hinten rechts) überreichten die Urkunden zum Trau-Dich-Kurs in der Stamsrieder Kita. Foto: Kirsch-Spießl

Stamsried.„Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein!“ – unter diesem Motto fand die letzten Wochen in der Theresia-Gerhardinger-Kita der Trau-Dich- Kurs des Bayerischen Roten Kreuzes statt. Kursleiter Richard Kreuzer brachte den Mädchen und Buben spielerisch Gefahrenbewusstsein bei und wie man im Ernstfall richtig und fachgerecht Hilfe leisten kann.

In altersspezifischen Gruppen wurden über vierzig Kinder zu kleinen Ersthelfern ausgebildet. Zudem machte auch der „Sanka“ Station am Stamsrieder Kindergarten und stand zur ausgiebigen Besichtigung bereit.

Während des Kurses diente Rolfi, eine fröhlich dreinblickende Handpuppe, als Versuchspatient. Rolfi und Flori begleiten die Kinder in Situationsgeschichten und nahmen die Mädchen und Buben mit auf die Entdeckungsreise zu den Grundbegriffen der Ersten Hilfe. So sah z.B. ein Ernstfall aus: Rolfi ist im Wald gestürzt: aufgeschlagenes Knie, offene Wunde, Blut. Ein hochgehaltenes Bild der gestürzten Puppe genügt, und schon wissen die kleinen Ersthelfer was zu tun ist: „Trösten, Pflaster, Hilfe holen.“

Die Kinder erfuhren unter anderem wodurch Brandverletzungen entstehen können und wurden so für die Gefahr und den richtigen Umgang mit verschiedenen Gegenständen sensibilisiert. „Ich habe meinen halben Hausstand dabei,“ sagte lachend Kursleiter Richard Kreuzer beim Blick auf Bügeleisen, Topf, Kerze und Wasserkocher.

Ausführlich wurde auch der Umgang mit Pflaster und Verbandsmaterial geübt. Damit sollten die Kinder ermutigt werden, sich auch selber Pflaster zu holen und zu verarzten und auch die Vorsorgemaßnahmen gegen Wundinfektionen haben die Kleinen drauf: Sie wissen, dass man nicht auf die Wunde fassen darf und nichts draufschmieren soll.

Dass der Erste-Hilfe-Trau-Dich-Kurs auch wichtige Werte für die Sozialkompetenz vermittelte, freute Kita-Leiterin Nicole Griesbauer besonders. Die Kinder lernten, dass Trost immer hilft und auch sie schon sehr gut trösten können. „Sie können Hilfe leisten, trauen sich zu trösten, gewinnen Selbstvertrauen und bauen Ängste ab,“ fasst sie zusammen.

Der Ausbildungsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Cham, Stefan Raab, war zum Kursabschluss mit nach Stamsried gekommen, um dem Lehrgangsleiter Richard Kreuzer herzlich für sein Engagement zu danken und den Kindern ihre verdienten Teilnahmeurkunden, ein kleines Geschenk und ein Malbuch zu überreichen.

Auch er zeigte sich begeistert vom Trau-dich-Programm: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder im Rettungswagen viel leichter zu behandeln sind, da ihre Unsicherheit weg ist. Zudem gehen sie viel lockerer mit allem um, was mit einem Notfall zu tun hat.“ (rsp)

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