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Region Cham
Sonntag, 19. August 2018 29° 2

Kultur

Sie sind die Hüter der Chamer Kunst-SPUR

Der Kunstverein Museum SPUR will weitere Werke des Malers Helmut Sturm ankaufen. Denn das sei eine Zukunftsfrage.

Die Kunst im Griff: Bärbel Kleindorfer-Marx, Anjalie Chaubal, Wolfgang Zajac und Kassenprüfer Sebastian Wilder Foto: cya
Die Kunst im Griff: Bärbel Kleindorfer-Marx, Anjalie Chaubal, Wolfgang Zajac und Kassenprüfer Sebastian Wilder Foto: cya

Cham.Zur Mitgliederversammlung des Kunstvereins Museum SPUR begrüßte Wolfgang Zajac die anwesenden Mitglieder. Christa Strohmeier-Heller, selbst Mitglied im Verein, bedankte sich im Namen der Stadt für das Engagement.

Es sei nicht selbstverständlich eine Gruppe zu finden, die sich dem Bereich Kultur annimmt. Die Stadt unterstütze dies gerne, auch auf finanzielle Art. Mit der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit beschloss die zweite Bürgermeisterin ihre kurze Ansprache.

32 Mitglieder im Verein

Zum ersten Tagesordnungspunkt berichtete Wolfgang Zajac in seiner Funktion als erster Vorsitzender. Aktuell gibt es 32 Mitglieder im Verein. Neben meist altersbedingten Austritten gab es für den Zeitraum 2016/2017 auch einige Neueintritte zu verzeichnen. Ein primäres Ziel der Gruppe SPUR sei es, die vorhandenen Kunstschätze leben zu lassen. Dieses habe man 2016 erreichen können. Ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehens, gab es zu Jahresbeginn eine Ausstellung von Helmut Sturm bis April. Es folgten Werke der Malerei HP Zimmers, im Anschluss gab es Jubiläumsfeierlichkeiten, welche bis in 2017 hinein ragten.

„Wir brauchen das Zusammenwirken aller Kräfte“, so Zajac. Derzeit befindet man sich inmitten der Ausstellung „Nach Beckmann“. Dabei wird jedoch keinesfalls der Blick in die Zukunft aus den Augen verloren. Kurz- bis mittelfristig soll der Ankauf einiger Werke der Erbengemeinschaft von Helmut Sturm erworben werden, ein entsprechender Legitimationsantrag wurde von den Mitgliedern abgesegnet. Es handele sich um eine schöne Ergänzung der bereits vorhandenen Serie. Die Bestandserweiterung sei essenziell für die Zukunft, auch in Bezug mit einer Zusammenarbeit mit anderen Museen.

Der Kassenbericht beschrieb eine Verminderung der Mittel, was auf Ankäufe zurückzuführen sei. Man fühle sich zwar gut aufgestellt, könne aber nicht von den Mitgliedsbeiträgen alleine leben. Gemeinnützige Spenden seien nach wie vor erwünscht. Bärbel Kleindorfer-Marx gab einen Einblick in aktuelle und bevorstehende internationale Veranstaltungen mit Beteiligung der Gruppe SPUR: In Genf (CH) finden noch bis 6. Mai zwei Ausstellungen der Gruppe statt. Im Juni wird es im Münchener Auktionshaus „Karl und Faber“ eine Verkaufsausstellung geben. Auch Leihgaben unverkäuflicher Werke werden vor Ort möglich sein.

Den ganzen Sommer über gibt es in der Bad Kötztinger Galerie Woferlhof Werke von Helmut Sturm zu bestaunen. Zudem wird die Neumarkterin Sabine Zimmer ein ganz besonderes Highlight in Angriff nehmen: Sie plant eine TV-Sendung zur Gruppe SPUR, auch in Cham werden voraussichtlich Aufnahmen stattfinden.

Kunstausflug

  • KoOpf:

    Der Kulturkooperative Oberpfalz (KoOpf) sind neben dem Museum Spur auch das Cordonhaus sowie der KUNSTbeTRIEB Cham angegliedert. Nach Tschechien wurden die Verbindungen intensiviert. Daher wurde das Programm zweisprachig konzipiert.

  • Ausflug:

    Am Sonntag findet ein kunstbezogener Ausflug nach Schwandorf und Amberg statt. Plätze sind noch frei.

Das Cham der 20er Jahre

Die Ausstellung „Trenck in Cham“, dauert noch bis Juni an. Die Serie „Cham in den 20er Jahren“, wird dann an ihre Stelle treten. Stadtarchivar Timo Bullemer freut sich auf zahlreiche Besucher. Der Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus Anjalie Chaubal war es vorbehalten, näher auf die aktuelle Ausstellung einzugehen. Vom Neumarkter Künstler Lothar Fischer übernommen, habe sich die Gruppe SPUR stark an Max Beckmann orientiert. Als einer der bekanntesten Deutschen Expressionisten stehe der individuelle und figurative Stil der Bilder im Vordergrund.

Die Gruppe SPUR habe an der Entwicklung, das Figurative wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, wesentlichen Anteil. Die sichtbaren Arbeiten gehen vor allem auf die Künstler der Zeit, um die 1960er Jahre zurück. Zu sehen sind Werke der vier Mitglieder Heimrad Prem, Helmut Sturm, Lothar Fischer und HP Zimmer. Noch bis zum 26. August hat die Ausstellung „nach Beckmann“ seine Pforten für die Besucher geöffnet. (cya)

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