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Region Cham
Donnerstag, 24. Mai 2018 22° 6

Einsatzkräfte

Sie sind geprüfte „Abseiler“ im Notfall

Damit Retter auch in großer Höhe sicher helfen können ließen sich Feuerwehrleute in Cham in Absturzsicherung ausbilden.
Von Karl Pfeilschifter

An der Blauen Brücke in Cham übten sich die Feuerwehrleute darin, wie man sich richtig sichert, um im Ernstfall nicht abzustürzen. Fotos: Pfeilschifter

Cham.„Damit die Retter nicht abstürzen!“ Unter dieser Prämisse nahmen 18 junge Feuerwehrmänner aus dem Inspektionsbereich Cham an einem Lehrgang „Absturzsicherung“ teil. Das Lehrgangsteam des Inspektionsbereiches Bad Kötzting unterd der Leitung von Matthias Börmel aus Arrach brachte in 24 Unterrichtseinheiten an drei Tagen die Schutzmaßnahmen bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen näher, denn nur so können die Retter im Ernstfall schnell und professionelle Hilfe leisten.

Bei den vielen Einsätzen für die Feuerwehren seien viele Szenarien denkbar, in welchen die Einsatzkräfte auch auf Selbstschutz mit Hilfe von Absturzsicherung vertrauen müssen.

Erster Lehrgang in Cham

Gemeinsame Freude über den erfolgreichen Lehrgang Absturzsicherung Fotos: Pfeilschifter

Wie Kreisbrandinspektor Marco Greil betonte, sei dies der erste Lehrgang im Chamer Inspektionsbereich. Er zeigte sich über die zahlreiche Teilnahme der Aktiven der einzelnen Wehren erfreut und erklärte einen weiteren Lehrgang zu organisieren, an dem auch Wehren ohne Absturzsicherungen teilnehmen können und sollten. Sein Dank galt dem Ausbilderteam aus dem KBI-Bereich Bad Kötzting. Aus einem Unfall heraus vor einigen Jahren ist dort ein Ausbildungsteam entstanden, welches nun ihr neues Wissen in den ganzen Landkreis bringe.

Der Lehrgang wurde im Feuerwehrgerätehaus in Cham abgehalten. Er begann mit einer Einführung von Einsatzgrundsätzen. Weiter wurden grundlegende Kenntnisse über die Leistungsfähigkeit und Anwendungsgrenzen aller Ausrüstungskomponenten und persönlicher Schutzausrüstung erläutert, welche die Basis für ein sicheres Arbeiten darstellen.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist natürlich die Knotenkunde. So muss jeder die für die Absturzsicherung notwendigen Knoten und Stiche wie Kreuzschlag, Mastwurf, Achterkonten, Sackstich und Halbmastwurfsicherung beherrschen.

Teilnehmer und Team

  • FF Altenmarkt:

    Jakob Pommer

  • FF Cham:

    Günther Göttlinger, Thomas Röser, Martin Schießl

  • FF Dalking:

    Thomas Bierl

  • FF Kothmaißling:

    Johannes Kelnhofer

  • FF Loibling-Katzbach:

    Florian Haller

  • FF Loifling:

    Robert Janker

  • FF Niederrunding:

    Daniel Zitzelsberger

  • FF Pemfling:

    Kevin Achatz

  • FF Runding:

    Stefan Höpfl

  • FF Schorndorf:

    Florian Bockes, Otto Rädlinger

  • FF Traitsching:

    Tobias Groitl

  • FF Vilzing:

    Heinrich Panzer

  • FF Weiding:

    Christoph Rohrmüller

  • FF Willmering:

    Wolfgang Brückl

  • FF Windischbergerdorf:

    Stefan Dobmeier

  • Das Ausbilderteam:

    Matthias Börmel, Stefan Drexler, Josef Frisch, Tanja Frisch, Mario Ascherl, Markus Menscher, Johannes Haselsteiner, Andreas Bergmann (cft)

Auf Dächern lauern Gefahren

In der Praxis ging es dann an mehreren Stationen weiter. So wurde geübt, auch wenn die Gefahr eines Absturzes nicht gegeben ist, wie der Feuerwehrler mit Leine und Haltegurten gesichert werden kann. Dies ist vor allem für sicheres Arbeiten auf Dächern notwendig, wo viele Gefahren lauern können.

In einer weiteren Station setzten sich die Lehrgangsteilnehmer mit Sicherungstechniken sowohl beim senkrechten, als aus waagrechten Vorstieg mit damit verbundenen möglichen Stürzen auseinander.

Am letzten Tag wurde das Ganze natürlich auch in der Praxis entsprechend geübt. Die Lehrgangsteilnehmer zeigten sich bestens ausgebildet und setzten die Vorgaben der Sicherheit bestens um und meisterten die gestellten Aufgaben.

Im Gerätehaus der Feuerwehr in Cham durften sich alle Teilnehmer über die Lehrgangsbescheinigungen aus den Händen von Kreisbrandinspektor Marco Greil und den Kreisbrandmeistern Hans Hochmuth und Thomas Wittmann freuen. Greil dankte allen für das ehrenamtliche Engagement und die Professionalität der umfangreichen und nicht einfachen Ausbildung, die mit einer Brotzeit endete. In gemütlicher Runde sprach man scherzhaft von nun geprüften „Abseilern“. (cft)

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