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Glaube

Sie wanderten mit der Bibel im Rucksack

Zwei Tage begaben sich Gläubige aus St. Josef mit Pfarrer Triebenbacher auf eine Wanderung. 1999 ging es nach St. Englmar.
Von Georg Fleischmann

Die Bibelwanderungen der Pfarrei St. Josef waren ausgesprochen beliebt. Mit Pfarrer Josef Triebenbacher ging es im Herbst 1999 in das Gebiet um St. Englmar. Auf der Käsplatte ließen sich die Wanderer zum Bibelgespräch nieder. Fotos: Georg Fleischmann
Die Bibelwanderungen der Pfarrei St. Josef waren ausgesprochen beliebt. Mit Pfarrer Josef Triebenbacher ging es im Herbst 1999 in das Gebiet um St. Englmar. Auf der Käsplatte ließen sich die Wanderer zum Bibelgespräch nieder. Fotos: Georg Fleischmann

Cham. „Wandern mit der Bibel“, von dieser „Wanderlust“ war in der Pfarrei St. Josef 1996 zum ersten Mal die Rede. Ein kleiner Kreis von Interessierten war es, dere dieses Thema aufgriff und den Versuch wagte, dazu Gleichgesinnte und Freunde zu finden. Es waren begeisterte Wanderer aus der Pfarrei, die sich ein etwas anderes Wanderprogramm wünschten.

Volle Unterstützung kam dazu von Pfarrer Josef Triebenbacher, der 1995 die Pfarrei St. Josef übernommen und ebenfalls große Lust am Wandern hatte. Man musste dazu wissen, Wandern mit der Bibel heißt beileibe nicht, den ganzen Tag zu beten oder die Bibel zu lesen. Wandern mit der Bibel heißt: In der Ruhe und Stille der Natur die Welt einmal mit anderen Augen zu sehen und sich Gedanken zu machen über die Schöpfung. Die Bibel ist bei dieser Wanderung stets dabei und aus dieser werden Denkanstöße zu all diesen Gedanken gegeben. Und so wurde bereits im Herbst 1996 dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Mit der Bibel im Rucksack des begleitenden Pfarrers fand nun diese erste, zweitägige Wanderung statt.

Pfarrer Josef Triebenbacher feierte die Messe 2000 am Felsplateau in der Osser-Südwand.  Fotos: Georg Fleischmann
Pfarrer Josef Triebenbacher feierte die Messe 2000 am Felsplateau in der Osser-Südwand. Fotos: Georg Fleischmann

Es gab nun jedes Jahr ein festes Wanderprogramm, in dem vor allem die Gipfelkreuze der Bayerwaldberge und markante religiöse Stätten mit eingeschlossen waren, Pausen mit Gesprächen und Gedanken aus der Bibel und stilles Wandern. Die Übernachtung und Verpflegung war geregelt und so gab es unterwegs kaum eine Enttäuschung. Jahr um Jahr begaben sich nun die St. Josef Bibelwanderer. Ab 1999 hatte sich auch Autor Georg Fleischmann der Gruppe angeschlossen und begleitete sie bis 2007.

Messe am Osser

  • Route:

    Im Jahr 2000 ging es für die Bibelwanderer ins Ossergebiet.

  • Gottesdienst:

    Das Felsplateau in der Osser-Südwand war einer der ungewöhnlichsten Orte, auf dem Pfarrer Josef Triebenbacher die Messe feierte.

15 Pfarrangehörige auf dem Weg

Das Wandergebiet um St. Engelmar wurde im Herbst 1999 für die beiden Wandertage auserkoren. Rita Jehl war wieder die alljährliche Wegbereiterin und Organisatorin dieser Tage. 15 Pfarrangehörige machten sich mit Pfarrer Josef Triebenbacher als geistlichen Beistand gemeinsam auf den Weg. Versehen mit entsprechender Wanderkleidung, guten Wanderstiefeln und im Rucksack die Tagesverpflegung ging es hinaus in die Landschaft. „Miteinander auf dem Weg“, dieses Thema trug Pfarrer Triebenbacher außerdem noch in seinem Rucksack mit, und es sollte zwei Tage lang im Mittelpunkt dieser Gemeinschaft sein. Die alltäglichen Sorgen vergessend, ging man bewusst einen „anderen“ Tag entgegen der mit einem Morgenlob inmitten der Natur begann.

Dann ging die Wanderung weiter zum Predigtstuhl und nach Ödwies, wo unterwegs Bibelgespräche geführt wurden. Den ersten Wandertag beendete man in Marktbuchen mit der Übernachtung. Der zweite Tag führte die Wanderer zum Pröllergipfel ( 1048 Meter) und weiter zur Käsplatte, wo das letzte Bibelgespräch stattfand. In der Hauskapelle des Caritasheimes „Tannenhof“ fand zum Abschluss der Sonntagsgottesdienst statt. Nach einer organisatorisch bedingten Pause im Jahr 2000, führte die Bibelwanderung mit 24 Teilnehmern 2001 in den Lamer Winkel zum Osser. Das Ferienhaus Dimpfl in Buchet diente als Quartier, und von hier aus begann die Gruppe ihre tägliche Wanderung.

Morgenlob im Hochwald

Weit oben im Hochwald begann der neue Tag mit einem Morgenlob. Immer weiter bergaufwärts ging es zum Sattel (800 Meter) und nach Lambach. In der Nähe einer kleinen Kapelle ließ man sich zu einem ersten Bibelgespräch nieder. „Der Fall der Menschen“ und die Vertreibung aus dem Paradies waren das Thema. Der Aufstieg zum großen Osser stand am Sonntag noch auf dem Programm. Pfarrer Triebenbacher, bekannt als versierter Bergwanderer, setzte einen „geheimgehaltenen“ Plan in die Tat um. Ein schmales Plateau in der zerklüfteten Südwand, dem ein tiefer Abgrund folgte, hatte er für den Ort des Gottesdienstes vorgesehen. Eine Steinplatte diente als Altartisch. Zum Austeilen der Kommunion kam der Pfarrer zu den Wanderern, die sich an sicherer Stelle an der Wand befanden.

Geschichte

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