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Soziales

Sie will Kötztings jungen Eltern helfen

Stadträtin Sylvia Ebner-Fuchs möchte Bad Kötztinger Familien die Hilfs- und Förder-Angebote im Landkreis Cham näherbringen.
Von Roman Hiendlmaier

Zweifache Mutter, Rechtsanwältin für Familienrecht, Familienbeauftragte des Stadtrats – mit Sylvia Ebner-Fuchs glaubt Bürgermeister Markus Hofmann die Idealbesetzung für das Amt der Familienbeauftragten des Bündnis für Familie und der Koordinationsstelle Frühe Kindheit (KoKi) gefunden zu haben. Foto: rh
Zweifache Mutter, Rechtsanwältin für Familienrecht, Familienbeauftragte des Stadtrats – mit Sylvia Ebner-Fuchs glaubt Bürgermeister Markus Hofmann die Idealbesetzung für das Amt der Familienbeauftragten des Bündnis für Familie und der Koordinationsstelle Frühe Kindheit (KoKi) gefunden zu haben. Foto: rh

Bad Kötzting.Schwangere Frauen, Alleinerziehende und Familien mit kleinen Kindern sind die Zielgruppe der Familienbeauftragten. Ihnen soll geholfen werden, Probleme zu lösen, sie sollen über die Vielzahl an Beratungs- und Hilfsangebote informieren, ebenso wie über die Möglichkeiten finanzieller Förderungen.

Viele Städte und Gemeinden im Landkreis Cham sind gerade dabei, lokale Ansprechpartner für diese Zielgruppen zu bestimmen. In Bad Kötzting nimmt sich Sylvia Ebner-Fuchs der Sache an, teilte am Donnerstag Bürgermeister Markus Hofmann mit.

Die Bad Kötztinger Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Familienrecht und Stadträtin sei nicht nur wegen ihres beruflichen und politischen Engagements für die Aufgabe fachlich sehr gut geeignet, so Hofmann. Durch ihr Amt als Familien- und Seniorenbeauftragte der Stadt, aber auch als Elternbeirätin habe die 44-Jährige auch einen Blick für die Bedürfnisse von jungen Eltern in der Stadt bekommen.

Grundsätzlich können sich alle Schwangeren und Eltern mit Kleinkindern bis etwa drei Jahre bei Fragen an Ebner-Fuchs wenden. Diese sieht sich als „Ansprechpartnerin, Bindeglied, Lotsin und falls gewünscht auch Beraterin für junge oder werdende Mütter und Väter“. Sylvia Ebner-Fuchs sagt aber auch, was sie nicht ist: „Ich bin keine Psychologin, oder Schlichterin von Familien-Problemen.“ Solche Experten gebe es natürlich innerhalb des Netzwerks, ebenso Ansprechpartner für Wohn-, Betreuungs- oder Finanzfragen: „Es gibt wirklich viele Hilfs- und Förderangebote – sie sind nur vielfach unbekannt.“

Für Sylvia Ebner-Fuchs im Mittelpunkt steht das Wohl und die Förderung der Kinder. Dazu gehöre, dass die Eltern ihre Beziehungs- und Erziehungskompetenzen stärken und im Fall stark belastender Alltagssituationen auch einmal Hilfe zulassen, um eine Überforderung zu vermeiden.

Eingebunden ist die selbst zweifache Mutter in ein Netzwerk namens „Bündnis für Familie“, dass der Landkreis 2009 ins Leben gerufen hat, und dessen Zentrum sich im Jugendamt des Landratsamts befindet: In der Koordinationsstelle Frühe Kindheit (kurz: KoKi) sitzen mit Isabella Hierl und Manuela Schamberg zwei Spezialistinnen für die verschiedenen Netzwerke und Hilfsangebote im Landkreis Cham. Beide werden in Zukunft den lokalen Familienbeauftragten wie Sylvia Ebner-Fuchs bei ihrer Arbeit begleiten, sie anleiten, ihnen Tipps und Infos weitergeben und natürlich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Ein Angebot für junge Eltern

  • Sylvia Ebner-Fuchs

    0172/81 68 996

  • Koordinationsstelle frühe Kindheit

    Manuela Schambeck Frühpädagogin B.A.) und Isabella Hierl (Diplom-Sozialpädagogin (FH)) (0 99 71) 78 505, (0 99 71) 84 50 05, koki@lra.landkreis-cham.de .

  • Familienmesse

    Die erste Veranstaltung des Netzwerks ist am 25. November in der Stadthalle Cham

Ein Beispiel: „Damit leisten wir hier Präventionsarbeit zum frühestmöglichen Zeitpunkt“, sagte die Frühpädagogin Manuela Schambeck im Februar bei der Vorstellung der „Familienfibel“. Das Büchlein enthält viele praktische Infos rund um die Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten, die das Netzwerk präsentiert: Hebammen, Kinderärzte, Kinderkliniken, Früherkennungsuntersuchungen, Ernährung, Sicherheit und Entwicklung, Ergotherapie, staatliche Leistungen und finanzielle Hilfen, aber auch Infos über das Thema „Wenn Elternsein zur Herausforderung wird“.

Sylvia Ebner-Fuchs ist bewusst, dass der Großteil der (werdenden) Eltern ihr Angebot allenfalls als ergänzende Information betrachten werden. „Aber es gibt eben auch die Fälle, für die eine Schwangerschaft, oder die neue Situation als junge Familie eine Welle an Aufgaben, Anforderungen und Emotionen bedeutet. Für sie gibt es Hilfe, und dazu möchte ich beitragen.“

Etwa zehn Prozent aller Geburten werden in diesem Zusammenhang als problematische Fälle eingestuft. Jegliche Beratung für die Eltern ist dabei anonym und kostenlos, bei Bedarf kommt eine Spezialistin auch ins Haus.

In Bad Kötzting soll das Angebot zunächst auf verschiedenen Kanälen publiziert werden, ob durch Flyer, Infoveranstaltungen oder weitere Aktionen stehe noch nicht fest, so Hodmann. Sylvia Ebner-Fuchs geht ihre neue Aufgabe ergebnisoffen an, sicher sei nur, dass die Frequenz allein kein Maßstab sei: „Es geht nicht darum, wie oft mein Telefon klingelt – auch wenn ich nur zwei- oder drei mal helfen kann, würde mich das freuen.“

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