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Jahrestagung

Silvia Murhauser ist die Chefin

Caritas-Verein wählte seine Vorstandschaft. Elke Kestler gab Tipps zum Thema „Vorsorgevollmacht“.
Manfred Thurner

Die Vorstandschaft des Caritas-Vereins (v. li.): Gusti Großmann, Monika Schnagl, Anna Kralowetz, Elisabeth Heuschneider, Sonja Strahl, Manfred Thurner und Silvia Murhauser Foto: Manfred Thurner
Die Vorstandschaft des Caritas-Vereins (v. li.): Gusti Großmann, Monika Schnagl, Anna Kralowetz, Elisabeth Heuschneider, Sonja Strahl, Manfred Thurner und Silvia Murhauser Foto: Manfred Thurner

Walderbach.Am Dienstagabend trafen sich im Pfarrheim Walderbach Mitglieder und Interessierte zur Jahresversammlung des Caritas-Vereins Walderbach-Neubäu. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführerin Silvia Murhauser wurde das Thema Wahlen des Vorstands in Angriff genommen.

Als Wahlleiter stellte sich Albert Hierl zur Verfügung, der den Verein als eine Bereicherung der Gemeinde Walderbach mit Neubäu und Fronau bezeichnete. Gewählt wurden in nicht geheimer Wahl die Vorsitzenden, Kassier, Schriftführer und Beisitzer, wobei sich herausstellte, dass der Vorstand bis auf zwei neue Gesichter der alte Vorstand bleibt.

In ihrem Jahresbericht sagte Silvia Murhauser, dass dem Verein 289 Mitglieder angehören. Der Bericht der Kasse, die von Elisabeth Heuschneider und Maria Multerer geprüft wurde und keinerlei Unklarheiten aufwies, zeigte auf, dass die Beiträge aufgrund des Ablebens älterer Mitglieder und des Nichterreichens der Jugend etwas rückläufig sind. Trotz leicht gestiegener Ausgaben aufgrund Unterstützungszahlungen an Mitglieder zeigte sich die Finanzlage solide. Die gestiegenen Ausgaben sind, so Multerer, ein positives Zeichen, dass der Verein mit seinen Leistungen wie Zuzahlungen zu medizinischen und pflegerischen Maßnahmen gebraucht wird.

Bei der Gelegenheit wies die Geschäftsführerin darauf hin, dass der Verein allen Bürgern in einem anstehenden Pflegefall bei der Bewältigung der Bürokratie (Anträge) behilflich ist. Wenn plötzlich feststeht, dass ein Angehöriger zum Pflegefall wurde, war auch Thema von Elke Kestler. Die Juristin berichtete über positive wie negative Erlebnisse aus ihrer Praxis, und wies auf die Tücken und Lücken einer unterschätzten Verdrängung der Möglichkeit der Pflege und Hilfe hin. Einer der größten Irrtümer sei der Glaube, man werde kein Pflegefall.

„Der Tag, an dem die Pflege kam“ sei der Tag, der Familien zerreißen könne, wenn nicht vorher alles bis ins Kleinste korrekt und verständlich geregelt sei. So sollte eine schriftliche Vorsorgevollmacht auf den konkret möglichen Fall zugeschnitten sein mit detaillierten Befugnissen und Entscheidungen. Gibt doch die Verfügung den Ärzten bei Patienten Sicherheit und entlastet die Angehörigen in einer emotional hochbelasteten Situation. Dennoch: „Die Vorsorgevollmacht ersetzt auf keinen Fall das Testament.“ Auch könne die Vorsorgevollmacht für jüngere Menschen eine wichtige praktische Hilfe sein, wenn die Person nicht erreichbar ist, aber etwas zeitnah geregelt werden muss. Silvia Multerer dankte Elke Kestler für die Informationen. Sie überreichte ihr und den Vorstandsmitgliedern zum Dank für ihre Mitarbeit ein Blumenpräsent, bevor sie das Ausscheiden von Maria Multerer nach 30 Jahren als Kassenprüferin für den Verein lobend hervorhob. (rmt)

Der Caritas-Verein

  • Mitglieder:

    Der Caritas-Verein Walderbach-Neubäu zählt derzeit 289 Mitglieder.

  • Aufgaben:

    Der Verein ist allen Bürgern bei einem anstehenden Pflegefall zum Beispiel bei der Bewältigung der Formalien wie das Ausfüllen von Anträgen behilflich. Gebraucht wird der Caritas-Verein auch bei Leistungen wie die Zuzahlung bei medizinischen und pflegerischen Maßnahmen.

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