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Sind in Stamsried Brandstifter am Werk?

Zwei Brände fast gleichzeitig riefen in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehren auf den Plan. Brandobjekte waren jeweils Geräteschuppen.
Von Peter Nicklas

  • Trotz des beherzten Eingreifens der Feuerwehren wurde der Geräteschuppen fast vollständig zerstört, die Feuerwehr bezifferte den Schaden auf insgesamt rund 30 000 Euro. Fotos: Nicklas
  • Zwischen Rückwand und Dach hatten die Flammen bereits nach innen durchgeschlagen.
  • Die Rückwand des Stadels. An ihm wurde vermutlich ein Brandbeschleuniger eingesetzt.
  • Schutt und Asche hinterließ der Brand am Geräteschuppen.

Stamsried. Zwei Feuerwehreinsätze fast gleichzeitig in Stamsried riefen in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehren auf den Plan und rissen die Aktiven aus dem Schlaf. Dabei war nicht so sehr der entstandene Sachschaden das Beängstigende, sondern die Tatsache, dass in beiden Fällen Brandstiftung die Ursache sein dürfte und die Bevölkerung in Schrecken und Angst davor versetzt, dass es weitere Anschläge dieser Art geben könnte.

Großalarm ausgelöst

Es war in der Nacht gegen 3 Uhr, als in Stamsried, aber aber auch in den Orten rund herum, die Sirenen aufheulten und die Piepser gingen. Der Geräteschuppen am Stamsrieder Sportplatz in unmittelbarer Nähe des Sportheims, an dem derzeit gebaut wird, stand in Flammen. Wegen der umstehenden Wohnbebauung und auch wegen der Gefahren, dass durch die bis gestern sehr trockene Witterung das Feuer auch auf umstehendes Gehölz überschlagen könnte, wurde Großalarm gegeben.

Die Feuerwehren rückten an und hatten das Feuer an dem aus Holz gebauten Schuppen rasch unter Kontrolle. Neben dem Gebäude wurden vor allem Gerätschaften des Sportvereins in Mitleidenschaft gezogen, die darin gelagert waren. Die Polizei bezifferte den Schaden nach ersten Schätzungen auf insgesamt rund 30 000 Euro. Weil befürchtet werden musste, dass auch Personen geschädigt werden könnten, war auch der Rettungsdienst mit im Einsatz. Auch Kreisbrandinspektor Alfons Janker, Kreisbrandrat Hans Weber sowie die Kreisbrandmeister Martin Weigl und Hubert Hofweber waren noch in der Nacht vor Ort, um den Einsatz zu koordinieren.

Ein zweiter Brand

Noch während die Feuerwehren anrückten oder zum Teil schon vor Ort waren, wurde ein zweiter Brand gemeldet. An einer Stadel im Marktbereich war eine rückwärtige Wand in Brand geraten, dies wurde jedoch ziemlich rasch bemerkt. Mittels eines Feuerlöschers wurde zwar erste Abhilfe geschaffen, die Feuerwehr sorgte für ein rasches und endgültiges Ablöschen. Über die Kante zwischen der Rückwand und dem Dach war das Feuer bereits nach innen geschlagen. Wäre es nicht rechtzeitig entdeckt worden, wäre vermutlich das gesamte Gebäude zu einem Raub der Flammen geworden, auch Nachbargebäude hätten in Mitleidenschaft gezogen werden können. Hier war es ziemlich offensichtlich, dass Brandbeschleuniger benutzt wurden.

Feuerteufel am Werk?

Noch in der Nacht nahmen Beamte der Polizeiinspektionen Roding und Cham die Ermittlungen auf, danach wurden die Brandfahnder der Kriminalpolizei aus Regensburg mit einbezogen. Die Bevölkerung hofft natürlich, dass die Fälle bald aufgeklärt werden können. Die Angst vor einem Feuerteufel geht um.

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