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Soziales

Singende Hände zum Jubiläum

Die Kontaktgruppe für Schwerhörige Cham und Umland feierte ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Gottesdienst.

  • Der Gehörlosen- und Schwerhörigen-Chor „Singende Hände“ gestaltete den Jubiläumsgottesdienst mit. Fotos: cia
  • Die Mitglieder der Kontaktgruppe mit stellvertretender Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller und Gehörlosen-Pfarrer Christian Burkhardt

Cham.Zum 15-jährigen Bestehen der Kontaktgruppe für Schwerhörige Cham und Umland erlebten die Mitglieder und Gönner einen abwechslungsreichen Sonntag. Zu Beginn fand ein feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakob statt.

Gottesdienste für Gehörlose und Schwerhörige unterscheiden sich nur unwesentlich von „gewöhnlichen“ Gottesdiensten. Gehörlosen-Pfarrer Christian Burkardt predigte zwar mit Worten und Gesten, die Botschaft aber blieb die Gleiche: Jesus Christus wurde in den Mittelpunkt gestellt.

15 Jahre Bestehen des Bundes seien ohne seine Begleitung nicht zu schaffen gewesen. Alles Alte sei vergangen, wer auf den guten Hirten vertraue, brauche sich jedoch für die Zukunft keine Sorgen zu machen. Gebete, Fürbitten und die heilige Kommunion ergänzten die feierlich-nachdenkliche Stimmung im Chamer Gotteshaus.

Liebe, Unterstützung und Frieden seien die wichtigsten Faktoren zum Gedeihen und zum Aufbruch an neue Ufer. Zum Zeichen des Friedens wurde die Friedensgeste durch die Gottesdienstteilnehmer zelebriert.

Die Kontaktgruppe für Schwerhörige Cham und Umland könne stolz sein auf das, was 2003 von Rosa Braun ins Leben gerufen wurde. Bestand sie anfangs lediglich aus sieben bis acht Personen, so zählt die Kontaktgruppe heute etwa 40 Mitglieder. Es hätte damals viel Mut gebraucht, den Schritt zur Gründung zu machen, doch er habe sich gelohnt. Den Mut nicht zu verlieren und die gelungene Arbeit weiter voranzutreiben, sei eine große Herausforderung für die Zukunft. Jesus Christus würde seine Hand schützend über uns halten und mit ihm könne man alles schaffen, so der Geistliche.

Der musikalische Teil stand ganz im Zeichen den Gruppe „Singende Hände“. Während die Musik lautstark ertönte, glänzten die neun Protagonisten mit ausdrucksstarken Choreografien. Es mutete erstaunlich an, mit welcher Sicherheit die Musiker, aber auch der Priester die anspruchsvollen Aufgaben der Gebärdensprache sowie passender Gestik und Mimik umsetzten. Ohne oft jahrelange Übung wäre eine solche Darbietung nicht möglich. Alle Besucher spendeten für das Erlebte am Ende des Gottesdienstes einen warmen Applaus.

Nach dem Gottesdienst ging es für die Mitglieder weiter in die Wasserwirtschaft. Dort wurde bei Kaffee und Kuchen ein gemütliches Beisammensein verlebt. Im Anschluss machte man sich nochmals auf ins Stadtzentrum: „Anno Dazu Ma(h)l“ hieß eine Stadtführung durch Cham mit Gebärdendolmetscher. Das Interesse war so groß, dass die Führung bereits lange im Vorfeld ausgebucht war. (cia)

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