MyMz
Anzeige

Ausbau

Skihang wächst zu einem Freizeitzentrum

Die Betreibergesellschaft hat in Althütte viel investiert, um eine ganzjährige Nutzung des Lifthangs zu ermöglichen. Die Tubing-Bahn wurde getestet.

  • Bürgermeister Markus Ackermann und einige Stadträte testeten das Rutschvergnügen auf der neuen Tubing-Bahn in Althütte. Foto: wbs
  • Franz Kistler und Max Bartonizek (v. li.) erläuterten die Neuerungen und die noch anstehenden Arbeiten im Freizeitzentrum Althütte. Foto: wbs
  • Die Bahn ist ausgelegt mit speziellen Plastikgittermatten. Foto: wbs

Waldmünchen.Gleich nach dem Nachwuchs durften am Donnerstagabend Erwachsene die neue Tubing-Bahn im Freizeitzentrum Althütte testen, darunter auch Bürgermeister Markus Ackermann mit Frau Petra. Die etwas kühleren Abendtemperaturen sorgten für ordentlichen Fahrspaß. Zum Testen eingeladen hatte der CSU-Ortsverband Waldmünchen, der sich dabei über den Ausbau des Freizeitzentrums informierte.

Max Bartonizek, Geschäftsführer der Freizeit-GbR, erklärte, dass „durch den enormen Einsatz eines harten Kerns“ in den vergangenen vier Wochen das Gelände soweit hergestellt werden konnte, um den gewünschten Fahrspaß zu gewährleisten. Die Arbeit sei verzögert worden durch einige Wetterkapriolen, die Erde auf die Matten schwemmten. Rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien sei mit der 160 Meter langen Tubing-Bahn nun eine weitere Freizeitattraktion geschaffen worden.

Mit speziellem Lift zum Start

„Wir haben eine Homepage mit allen Infos eingerichtet und für den Betrieb der Bahn 32 Tubing-Reifen gekauft.“ Investiert wurde übrigens auch in einen neuen Schlitten-/Tubinglift, der nunmehr Sommer wie Winter betrieben werden kann. Die Tubingbahn sei einmalig im Landkreis Cham und in dieser Art die Erste im nordbayerischen Raum.

Die „Rutscher“ werden bequem mit dem Lift nach oben gezogen und müssen dann nur noch einen kurzen Anstieg zur Startrampe hin bewältigen. Nach Angaben von Bartonizek können die mit Luft gefüllten Reifen bis zu 30 Stundenkilometer Fahrgeschwindigkeit auf den speziellen Kunststoffmatten erreichen. Eine Fahrrinne und ein Auslauf sorgen für Sicherheit.

Noch vor dem Praxistest stellte Franz Kistler von der TV-Radsport- und Skiabteilung die ebenfalls neu installierte Beschneiungsanlage vor. Künftig könne der Skihang mit fünf Lanzen beschneit und eine zusätzliche Schneeschicht von rund 30 Zentimetern geschaffen werden. „Damit können wir zu Saisonbeginn eine ausreichende Grundlage schaffen und gegebenenfalls Tauperioden überbrücken“, so Kistler mit Blick auf den kommenden Winter.

Die Kunst des Schneemachens

Wegen des Strombedarfs der technischen Anlagen musste eine zusätzliche Stromleitung von einem Trafohaus zum neuen Lifthäuschen gelegt werden. Und besonders teuer war natürlich die ganze Technik für die Anlage und die Pumpen. „Die Bildung von Schnee ist abhängig von Luftfeuchte und Temperatur. So sind beispielsweise bei niedriger Luftfeuchte Temperaturen bis ein Grad ausreichend, bei höherer Luftfeuchte brauchen wir schon mindestens minus sechs Grad“, erklärte Franz Kistler.

In den kommenden Wochen soll nun ein Teich mit einem Fassungsvermögen von 1600 Kubikmetern entstehen. Auch auf die Unterstützung der Stadt sei man angewiesen, so Kistler. Mit der Raupe, die in Unterhütte stationiert sei, müsse der produzierte Schnee verteilt werden. Nicht unerwähnt blieb, dass auch eine Schlittenbahn geschaffen worden ist und man sich „Zipfelbobs“ ausleihen könne.

„Leuchtturmprojekt“ für Region

CSU-Ortsvorsitzender Martin Frank sprach den Betreibern ein Kompliment aus zu dieser Investition, die er als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete. „Diese Investition trägt zur Zukunftsfähigkeit der Region bei und untermauert unsere fünf Bärchen. Viele von uns haben hier das Skifahren gelernt und das ist künftig auch für den Nachwuchs sichergestellt.“

Dann aber ging es rein in die Praxis und Bürgermeister Ackermann wagte sich zusammen mit einigen Stadträtinnen und Stadträten auf die Bahn. Das sonnige und trockene Wetter war aber nicht ideal für ungetrübtes Rutschvergnügen. Nachgeholfen wurde daher mit Schmierseife, Wasser und Sprays und das brachte dann selbst einige „schwere Jungs“ bis an den Auslauf der Bahn. (wbs)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht