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Sonntag, 19. August 2018 29° 1

Verein

„So kann es nicht weitergehen“

Die Gebietsverkehrswacht Bad Kötzting sucht händeringend nach (jüngeren) Mitglieder, die Verantwortung übernehmen.

Vorsitzender Siegmund Jäckel (li.) und Alfred Klingseisen mit einer Vielzahl von Broschüren für die Flüchtlingsarbeit des Vereins Foto: kmi
Vorsitzender Siegmund Jäckel (li.) und Alfred Klingseisen mit einer Vielzahl von Broschüren für die Flüchtlingsarbeit des Vereins Foto: kmi

Bad Kötzting.Vor drei Jahren wurde nach langem Ringen und diversen „Hilferufen“ des damaligen ersten Vorstands, Alfred Klingseisen, doch noch ein neuer Vorstand für die Gebietsverkehrswacht Bad Kötzting gefunden.

In diesen drei Jahren hat die örtliche Gebietsverkehrswacht unter der Führung von Siegmund Jäckel die Arbeit wie gewohnt weitergeführt. So wurde an vielen Veranstaltungen teilgenommen, wie zum Beispiel am Kinderbürgerfest der Mittelbayerischen Zeitung, und viele Projekte wie Verkehrssicherheitstage wurden organisiert, Schulen und Kindergärten mit Unterrichtsmaterial, Warnwesten und Move-it Kisten ausgestattet.

Die Verkehrsschule Bad Kötzting bekam neue Fahrräder, Schülerlotsen wurden betreut, bewährte Kraftfahrer geehrt, Weiterbildungen besucht und unter der Federführung des nunmehrigen zweiten Vorstands Alfred Klingseisen wurde eine „Verkehrsschule“ für Migranten bzw. Flüchtlinge entwickelt.

Doch die Vereinsmitglieder altern. Trotz intensiver Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, junge Mitglieder zu werben. Weil aber in diesem Jahr Vorstandswahlen anstehen, hatte Siegmund Jäckel den erweiterten Vorstand ins Gasthaus Gregori zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen. Allerdings war zur großen Enttäuschung des ersten Vorsitzenden dieser Einladung kaum jemand gefolgt.

Neuwahlen in diesem Jahr

Siegmund Jäckel informierte den „harten Kern“ darüber, dass satzungsgemäß in diesem Jahr Neuwahlen abgehalten werden müssen. Diese Neuwahlen würden unter keinem guten Stern stehen, weil altersbedingt gesundheitliche Einschränkungen des derzeitigen Vorstandes im Raume stehen. „Da in der Vergangenheit, zurzeit und wohl auch zukünftig die ganze Arbeit nur von den vier Vorstandsmitgliedern getragen wurde und auch wird, müssen neue Wege gegangen werden“, sagte er. Außer dem fehlendem Nachwuchs mangele es auch an der Bereitschaft der Mitglieder, den Vorstand bei seiner Arbeit zu unterstützen. Jäckel: „So kann es nicht weitergehen.“

Der Vorsitzende informierte die Anwesenden über die möglichen Szenarien bei der bevorstehenden Wahl. Erstens: Bei den Neuwahlen stellen sich jüngere Mitglieder zur Wahl als Vorstände. Zweitens: Es wird eine Fusion mit einer benachbarten Gebietsverkehrswacht angestrebt. Drittens: Der Verein Gebietsverkehrswacht Bad Kötzting e. V. wird aufgelöst. Jäckel teilte weiterhin mit, dass er diese drei Möglichkeiten bereits mit der Landesverkehrswacht erörtert habe.

Daraufhin wurde beschlossen, Gespräche mit den umliegenden Verkehrswachten zu führen und im Anschluss daran anlässlich der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen die Ergebnisse der Gespräche und die Konsequenzen den Mitgliedern zu präsentieren und eventuell mögliche Varianten zur Entscheidung vorzulegen.

Die Flüchtlingsarbeit

Alfred Klingseisen präsentierte dem Vorstand neue Broschüren in der Flüchtlingsarbeit. Es handelt sich um zwei Hefte. Das eine heißt „Fahren in Deutschland“ und wendet sich schwerpunktmäßig an Radfahrer; das andere heißt „Unterwegs in Deutschland“ und wendet sich hauptsächlich an Fußgänger. Die Texte sind auf Deutsch und in einer Fremdsprache, insgesamt in acht Sprachen gehalten. Sie enthalten neben Verkehrszeichen und der Straßenverkehrsordnung auch wichtige Tipps zum Verhalten im Straßenverkehr. Ganz nebenbei sind sie auch zum Erlernen oder Verbessern der deutschen Sprache geeignet. (kmi)

Aufruf des Vorsitzenden Siegmund Jäckel: Die Gebietsverkehrswacht bad Kötzting würde sich sehr freuen, wenn engagierte Bürger jeden Alters bereit wären, Verantwortung für ihre Mitbürger im Altlandkreis zu übernehmen. Der derzeitige Vorstand sagt tatkräftige Unterstützung zu.

Kontakt: Telefon-Nummer 0173-88 63 51 8, Fax (09946) 90 29 78 9, E-Mail-Adresse: siegmund.jaeckel@t-online.de. (kmi)

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