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Sonntag, 27. Mai 2018 27° 2

Bildung

So macht Technik richtig Spaß

Kojak-Sirenen, Wechselblinker und LED-Taschenlampen bauen: Realschüler lernen Schaltpläne lesen, löten und vieles mehr.

Keine Berührungsängste zeigen die Mädchen wie Jungen der Realschule Bad Kötzting im Umgang mit Platinen, Zwickzange und Lötkolben. Foto: kbl

Bad Kötzting.Seit sieben Jahren nimmt die Realschule der Pfingstrittstadt Bad Kötzting am Projekt „SET – Schüler entdecken Technik“ des „TfK – Technik für Kinder e. V.“ teil. Ziel ist es, die Schüler spielerisch über leichte praktische Anwendungen an die Technik heranzuführen.

An sechs Nachmittagen in je zwei Stunden befassen sich in diesem Schuljahr zehn Schüler der 5. und der 6. Jahrgangsstufe mit technischen Aufgabenstellungen wie dem Bauen einer Taschenlampe in LED-Technik, eines Wechselblinkers und einer Kojak-Sirene. Zu diesem Zweck müssen die Jugendlichen erst einmal lernen, wie Schaltpläne zu lesen sind, damit das Löten der Bauteile auch erfolgreich sein konnte.

Mit viel Spaß und Eifer sind alle dabei, schließlich können die selbst gebauten Werkstücke stolz zu Hause präsentiert werden. Am letzten Projekttag dürfen sogar funktionsunfähige Geräte wie Fön, Telefon, Video-Rekorder und Laptop zerlegt werden, um das Innenleben so mancher Geräte zu bestaunen.

Unterstützt wird das Projekt von Auszubildenden der Firma Spitzenberger & Spies GmbH Co. KG aus Viechtach, Danny Schmuderer, Franz Muhr, Alexander Artmann, Benedikt Piller und Carola Winklmann, die selber bis vor drei Jahren Schülerin der Realschule waren. Jeden Mittwoch stehen zwei der Auszubildenden den Schülern als Tutoren hilfreich zur Seite.

Kerstin Kern, Fachbetreuerin für Physik und Organisatorin, freut es besonders, dass sich zunehmend auch Mädchen an technische Fragestellungen herantrauen. „Sie arbeiten sehr ruhig und konzentriert. Es ist schön für sie, etwas selber zu bauen“, stellt sie fest. Dass Mädchen auch technische Berufe erlernen können, erfahren die Schüler durch die Arbeit ihrer Tutorin. Früher wurde oft gesagt, dass man mit Fünftklässlern keine Technik machen könne. Doch später erinnern sich viele Kinder gerade an solche Aktivitäten.

Der Verein Technik für Kinder e.V. mit Sitz in Deggendorf besteht seit 2010 und führt mittlerweile an 213 Schulen in 24 Landkreisen und Städten die Technik-Kurse durch. Mehrere Tausend Schüler nahmen insgesamt an diesen Projekten teil und werden vom Verein und seinen zahlreichen Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützt. Ein besonderer Dank der Realschule galt der Firma Spitzenberger & Spies GmbH Co. KG, die die Materialien und ihre Auszubildenden als Tutoren zur Verfügung stellt. Da das Interesse der Schulen nach wie vor groß ist, wird der Verein vom Freistaat Bayern auch mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds bezuschusst. (kbl)

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