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So schont Garteln den Rücken

Von der Anlage, über die Pflege bis zur Bepflanzung: Bad Kötztinger Gartenbauverein informierte über Hochbeete.

  • Hochbeete ermöglichen eine rückenfreundliche Gartenarbeit. Fotos: kni
  • Georg Hainzinger dankte Otto Kling (re.) für seinen Vortrag.

BAD KÖTZTING.„Mit der Themenwahl Hochbeet haben wir offensichtlich voll ins Schwarze getroffen“ freute sich der Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege, Georg Hainzinger, über den sehr gut besetzten Januel-Saal.

Otto Kling aus Tegernheim, der sich selbst als „glühender Verehrer des Hochbeetes“ bezeichnete, nannte als signifikante Vorteile des Hochbeets „einmal säen und pflanzen, dreimal ernten“ und „rückenfreundliche Gartenarbeit“ .

Kurz sprach er die Unterschiede zwischen den Beetarten Hochbeet, Hügelbeet und Hohes Beet und deren Vorteile an. Der Aufbau des Hügelbeets entspreche dem des Hochbeets, aber bei gleicher Grundfläche sei die zu bepflanzende Oberfläche größer: „Ein Hügelbeet ist ein ausgezeichnetes Mittel, nach Hausneubau und Bodenverdichtung innerhalb weniger Jahre wertvollen Humus zu gewinnen.“

Ein hohes Beet sei lediglich ein konventionelles Beet in einem hochgestellten Kasten. Dann wandte sich der Referent dem Hochbeet zu. „Als besonderes Element der Gartengestaltung ist es nahezu ein Teil des Wohnzimmers“ schwärmte er.

So gelingt der Aufbau

Wesentlich sei eine Verbindung zum Erdreich, besser noch sei, eine kleine Mulde auszuheben, da dann noch mehr Bodenlebewesen in das Hochbeet wandern könnten.

Der Boden werde zunächst mit einem engmaschigen Drahtgitter ausgelegt, um Wühlmäuse und Maulwürfe auszusperren. Grober Baum- und Strauchschnitt bilden dann die unterste Schicht. Darauf würden dünne Äste und umgedrehte Grassoden und auch Häckselgut gepackt. Es folge eine Schicht mit feuchtem, angerottetem Laub. Darauf gebe man eine Lage Grobkompost, und, sofern vorhanden, abgelagerten Stallmist, der aber einen großen Strohanteil besitzen sollte. Abgedeckt werde mit einer Schicht Gartenerde. Um eine bequeme Arbeitshöhe zu erreichen, sollte jede Lage zwischen 15 und 25 Zentimeter dick sein.

Das Beet solle in Nord-Süd-Richtung aufgebaut werden und sich in der Nähe des Komposthaufens befinden. Auch ein naher Wasseranschluss sei vorteilhaft, da sein Wasserbedarf größer sei als der eines konventionellen Beets. Sofern man mehrere Beete anlege, sollten diese einen Abstand von einer Schubkarrenbreite zum Nachbarbeet haben. Die optimalen Maße seien etwa 1,20Meter in der Breite und eine Länge von etwa 2,40 Meter. Das Abschlussbrett sollte als Ablagemöglichkeit und Schneckenbarriere etwa sieben Zentimeter überstehen. Bei der Neuanlage eines Hochbeetes im Herbst könne der Beetrahmen randvoll befüllt werden, da der Inhalt durch die Verrottung zusammensacke.

Am besten aus Lärchenholz

Bei einer Errichtung im Frühjahr sollte die Befüllung etwa zehn Zentimeter unter der Oberkante enden. „So werden besonders kleine Pflänzchen besser vor Wind und Kälte geschützt“ empfahl der Hochbeet-Experte. Für hohe Pflanzen wie Tomaten seien niedrigere Beete besser geeignet.

Einen breiten Raum widmete er dem Bau eines Hochbeetes. Dieses müsse nicht zwangsläufig aus Holz bestehen, wobei Lärchenholz besonders gut geeignet sei. Es könne aber, je nach handwerklichem Geschick des Erbauers, auch aus Ziegeln, Naturstein, Beton oder Kunststoff bestehen. Metallene Verbindungselemente, Schrauben oder Nägel sollten verzinkt oder aus Edelstahl sein. (kni)

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