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Zukunft

So viel Strom wird hier erzeugt

Mit dem EnergieMonitor kann jeder sehen, wie die Energiesituation vor Ort aussieht. Transparenz und Orientierung sind die Ziele.
Von Andreas May

Zu Gast im Landratsamt: Vertreter des Bayernwerks mit Michael Wittmann (3. von links) und Landrat Franz Löffler (4. von links) sowie die örtlichen Netzbetreiber mit Lams Bürgermeister Paul Roßberger jun. (4. von rechts)
Zu Gast im Landratsamt: Vertreter des Bayernwerks mit Michael Wittmann (3. von links) und Landrat Franz Löffler (4. von links) sowie die örtlichen Netzbetreiber mit Lams Bürgermeister Paul Roßberger jun. (4. von rechts)

Cham.Die Umsetzung hat lediglich zwei Wochen gedauert – doch nicht nur deswegen kann sich das Ergebnis des neuen EnergieMonitors des Bayernwerks sehen lassen. Mit dem EnergieMonitor steht ab sofort für jedermann ein Produkt zur Verfügung, das transparent über den aktuellen Stand der Eigenversorgung im Landkreis informiert. Es handelt sich um ein innovatives Online-Tool, also Werkzeug, das der Energiewende auch vor Ort Rechnung tragen soll.

Dass die Themen Energiewende und erneuerbare Energien allgegenwärtig sind, ist auch für Landrat Franz Löffler kein Geheimnis: „Jeder Einzelne muss sich fragen, ob er nicht mehr in diesem Bereich tun kann“, forderte er. Damit dies gelingen kann, brauche man viele Informationen. Das Bewusstsein für dieses Thema müsse noch stärker beim Verbraucher ankommen, Fachkenntnisse sollten daher umfassender dargestellt werden, so der Landrat. Deshalb sei der EnergieMonitor begrüßenswert.

In der Tat gibt es viele Features, die beim EnergieMonitor zur schnellen Transparenz beitragen: Informationen aus digitalen Netzwerken aller Beteiligten am Stromkreislauf werden regelmäßig abgerufen und zusammengetragen. Ein regelmäßiges Update findet alle 15 Minuten statt. Abgebildet sind alle Werte von Erzeugern, Verbrauchern und so weiter. Abgebildet wird der gesamte Landkreis und es gibt keinerlei Einschränkungen hinsichtlich des Zugriffs.

Nach der allgemeinen Vorstellung des EnergieMonitors befasste sich Löffler mit der Entwicklung der Photovoltaiksituation. Im Landkreis gibt es zwar bereits 11 000 Anlagen, dennoch gebe es hier noch viel Potenzial. Der Landkreis fördert neue Anlagen für den Fall, dass damit für den eigenen Verbrauch Strom erzeugt wird. Ein eigener Speicher sei vor diesem Hintergrund unabdingbar. Abschließend empfahl der Landrat allen Akteuren aus Politik, Wirtschaft sowie den Bürgern eine stärkere Mitwirkung.

Dr. André Zorger und Michael Wittmann vom Bayernwerk stellten nun weitere Details des EnergieMonitors vor. War ein solches Feature bisher auf kommunaler Ebene nicht möglich, so freue man sich über das lückenlose Aufzeigen aller Daten. Wünschenswert sei ein hoher Eigenversorgungsgrad, machte Wittmann verständlich. Das sogenannte „Grüne Gefühl“ sei nur im Zuge der Eigenversorgung authentisch. Wittmann erklärte mit dem versorgerischen Wochenrückblick auch graphisch, welche Vielfalt im Produkt steckt. Beim Wochenrückblick kann der Benutzer den Stromverbrauch der letzten sieben Tage einsehen.

Die verschiedenen Einflüsse auf die Werte wie Sonne oder Wind werden ergänzend visualisiert und veranschaulicht. Einsehbar sind die Quellen der elektrischen Energie innerhalb des Landkreises. Besonders wichtig seien jedoch auch die vielen Rückschlüsse, die sich aus den Daten ergeben. Verfügbar ist das Programm im Internet unter energiemonitor.bayernwerk.de/cham-landkreis.

Zur Produktvorstellung hatten Landratsamt und Bayernwerk auch zahlreiche Netzbetreiber zum Pressegespräch ins Chamer Landratsamt geladen. Auch aus Betreibersicht sei es nur positiv, dass Daten visualisiert werden. Ferner sei es wichtig, dass die Energiewende immer sichtbarer wird. Obwohl auch zur Geduld aufgerufen wurde, habe man gerade im Landkreis Cham das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein und die Energiewende im Ergebnis weiter voranzubringen.

Übersicht

  • Bayernwerk

    : Die Bayernwerk Netz GmbH beschäftigt 2700 Mitarbeiter und versteht sich als zuverlässiger Energieversorger für etwa sieben Millionen Menschen. Hauptsitz ist Regensburg. (cia)

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