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Konvent

Sodalen vor ungewisser Zukunft

Obmann Steinkirchner will Amt in jüngere Hände legen.
Thomas Mühlbauer

Die Geehrten Pösinger Sodalen Foto: Thomas Mühlbauer
Die Geehrten Pösinger Sodalen Foto: Thomas Mühlbauer

Pösing.Beim Konvent der Marianischen Männerkongregation ehrte Zentralpräses Pater Josef Schwemmer aus Cham sechs treue Pösinger Sodalen im Gasthaus Weitzer mit der Anstecknadel. Konrad Steinkirchner, seit über 50 Jahren Obmann, gab bekannt, dass er das Amt altersbedingt in jüngere Hände legen wolle. Ein Nachfolger hat sich bisher aber nicht gefunden.

Der Konvent begann mit einem Gottesdienst in der Kirche, den der Zentralpräses zelebrierte. Nach einem Gebet für die verstorbenen Mitglieder nahm Schwemmer die Ehrung treuer Sodalen vor. Johann Graf wurde für 25-jährige Mitgliedschaft, Josef Bauer für 40 Jahre ausgezeichnet. Die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Lankes und Johann Ruhland. Für 60 Jahre bei der MMC t wurden Otto Wagner und Obmann Konrad Steinkirchner ausgezeichnet.

Das Jahresthema stand unter dem Motto „Ein Haus voll Glorie schauet – Kirche: Schatten und Licht“. Schwemmer: „Die Schatten scheinen derzeit zu überwiegen.“ Er wollte Mut machen: „So schlecht wie die Kirche gemacht wird, ist sie nicht. Neben Schatten gibt es nämlich viel Licht.“ Er wies auf die Entwicklung des Abendlandes hin, das vom Christentum vorangetrieben wurde und es heute noch tut. Er brachte Beispiele wie die Abschaffung der Sklaverei. „Auch heute erhebt Papst Franziskus gegen moderne Sklaverei mahnend die Stimme“, so der Pater. Die Toleranz bezeichnete er als christliches Gedankengut, und dass es Krankennhäuser gebe, sei eine christliche Erfindung. Und weiter: „Nicht innerkirchliche Strukturdebatten bringen uns weiter, sondern gelebter Glaube.“

Obmann Steinkirchner teilte nun mit, dass er nach mehr als 50 Jahren das Amt des Obmanns abgeben wolle. Dann folgte eine Diskussion über die künftige Führungsstruktur der Pösinger Sodalen. Pater Schwemmer schlug vor, die Führungsaufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Teile der Mitglieder waren jedoch der Meinung, ein einziger Obmann solle die MMC Pösing führen. Am Ende fand sich weder ein Obmann, noch wollten Mitarbeiter die Führung der Gruppe übernehmen. Bürgermeister Edmund Roider sagte, dass man die Entscheidung Steinkirchners respektieren sollte. Er schlug vor, dass am Sonntag, 8. Dezember, um 10 Uhr im Gasthaus Weitzer ein weiterer Konvent zur Findung einer neuen Führung stattfinden sollte. (rtn)

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