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„Sonnen-Vitamin“ hat besondere Funktion

Vitamn D ist ein besonderer Stoff. Seine Heilkräfte für den menschlichen Organismus erläuterte Corinna Stoiber bei einem Vortrag im Haus des Gastes.

Stefanie Henke überreichte Corinna Stoiber (l.) ein Geschenk.

Bad Kötzting. „Vitamin D – Die Heilkraft des Sonnenvitamins – Der Schlüssel für unsere Gesundheit“ war Thema eines Vortrages von Apothekerin und Heilpraktikerin Corinna Stoiber, zu dem die Sonnenapotheke und der Frauenbund Bad Kötzting am Mittwoch ins Haus des Gastes eingeladen hatten. Stefanie Henke von der Sonnenapotheke begrüßte dazu fast 70 interessierte Personen, unter ihnen auch viele Frauenbundmitglieder. Die Referentin Corinna Stoiber stellte auf der Basis ihrer langjährigen Berufserfahrung und eines reichen Erfahrungsschatzes als Heilpraktikerin, die nicht einfache medizinische Thematik verständlich darzustellen.

Gleich zu Beginn hob Stoiber die große Bedeutung des Vitamin D hervor und gab zu bedenken, dass in den Wintermonaten 60 bis 80 Prozent der deutschen Bevölkerung einen Vitamin D Mangel haben. Ein erhöhtes Defizit könne bei Kindern Rachitis und bei Erwachsenen Osteoporose hervorrufen, ja es könne sogar die allgemeine Sterblichkeit erhöhen.

Sonnenbad oder Medikamente

Zur Frage „Was ist das Vitamin D genau?“ zeigte die Referentin auf, dass es zwar den anderen Vitaminen ähnelt, dass beim Vitamin D sich aber ein Teil der molekularen Grundstruktur (Cholesterol) in den Hormonen Östrogen, Progesteron, Cortison oder Testosteron wiederfindet. Vitamin D sei also zugleich ein Vitamin und ein Hormon. Der menschliche Körper könne Vitamin D bei Sonnenlicht in der Haut selber herstellen. Er könne es aber auch durch die Nahrung aufnehmen. Vitamin D werde in der Leber gespeichert sowie in der Niere und in fast allen Körperzellen aktiviert.

Zur Aufnahme von Vitamin D beim Sonnenbaden erläuterte die Referentin, dass in Deutschland die Voraussetzungen nur in den Sommermonaten gegeben sind. Die Verweilzeit in der Sonne (5 bis 15 Minuten) richte sich nach dem Hauttyp: „Je dunkler die Hautfarbe, desto länger kann man sich der Sonne aussetzen. Dies genügt zwei- bis dreimal pro Woche am besten um die Mittagszeit, dabei sollten aber 25 bis 50 Prozent der Körperoberfläche ohne Schutz der Sonne ausgesetzt sein. Längeres Sonnenbaden bringt nichts“, so Corinna Stoiber. Durch die Nahrung Vitamin D aufzunehmen, gelinge höchstens durch Lebertran, ansonsten scheitere es an der großen Menge von z. B. Avokados, Fisch oder gar Pilzen, die man essen müsste, um die erwünschten Einheiten an Vitamin D zu erreichen. Zur Aufnahme über Tabletten meinte die Referentin, man könne sie genau dosieren, wenn der Vitamin-D-Wert im Blut ermittelt worden sei.

Vitamin D spielt nach den Worten Stoibers „eine sehr wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel“, da es den Einbau von Calcium und Phosphat in die Knochen unterstützt und so für Stabilität und Belastbarkeit derselben sorgt. Vitamin D steigere die Herzmuskelleistung, es stärke das Herz-Kreislaufsystem sowie das Immunsystem und schütze vor Infektionen. Vitamin D verbessere auch das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Das Risiko für Stürze und Brüche könne so verringert werden. Durch die Regulierung der Insulinsekretion sorge es für eine gesunde Bauchspeicheldrüse. Ja selbst die Gefahr für die Entwicklung eines bösartigen Tumors könne bei hohem Vitamin-D-Spiegel verringert werden. Positive Auswirkungen würden sich auch in der Psyche zeigen.

Unterversorgung vermeiden

Gerade in den sonnenarmen Wintermonaten kommt es nach den Worten der Referentin zu einer Unterversorgung. Ein Vitamin-D-Mangel zeige sich in vielen Organsystemen und rufe dort oft Störungen und Krankheiten hervor, z. B. Osteoporose, Rachitis, Infektanfälligkeit, Bronchitis, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes usw. Vom Vitamin-D-Mangel seien besonders Schwangere, stillende Mütter, Säuglinge, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, Personen mit einer Immunschwäche oder mit Übergewicht betroffen. Vitamin D erweise sich andererseits als „Schutzschild“ für viele Erkrankungen (Knochenerkrankungen, Infektionskrankheiten, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes und sogar Krebs).

Zum Schluss ihrer Ausführungen ermunterte Apothekerin Stoiber die Zuhörerschaft, sich den Vitamin-D-Status in einer Kapillarblutprobe bestimmen zu lassen, um gegen einen eventuellen Mangel Maßnahmen ergreifen zu können. Stefanie Henke bedankte sich bei ihrer Kollegin und Mitarbeiterin

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