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„Soziale Mitte Schorndorf “ erst 2022

Das Projekt im Zuge der Initiative „Innen statt Außen“ verschiebt sich wegen der vielen Anträge, und es gibt weniger Fördergeld.

Spätere Umsetzung und geringere Förderung: Für den Abriss des Kramer-Anwesens (l.) und einen Ersatzbau in der Schorndorfer Ortsmitte im Zuge der Initiative „Innen statt Außen“ hat sich die Ausgangslage geändert.  Foto: csa
Spätere Umsetzung und geringere Förderung: Für den Abriss des Kramer-Anwesens (l.) und einen Ersatzbau in der Schorndorfer Ortsmitte im Zuge der Initiative „Innen statt Außen“ hat sich die Ausgangslage geändert. Foto: csa

Schorndorf.Die Gemeinde beabsichtigt, im Ortskern von Schorndorf das erworbene Kramer-Anwesen abzureißen und an dieser Stelle mit einem Neubau die „Soziale Mitte Schorndorf“ zu vollenden. Dazu wurde nun der erste Teil der geplanten Auslobung des offenen einphasigen Realisierungswettbewerbs auf den Weg gebracht.

Wie Bürgermeister Max Schmaderer in der letzten Sitzung des alten Ratsgremiums informierte, hat das Amt für Ländliche Entwicklung nun mitgeteilt, dass wegen der vielen Anträge im Zuge der Förderinitiative „Innen statt Außen“ mit einer Umsetzung erst ab 2022 zu rechnen ist. Außerdem könne nicht mehr mit einer Förderung von knapp 80 Prozent gerechnet werden, sondern mit maximal einer Million Euro.

Geplant ist, dass die Gemeinde selbst als Bauherr einen Neubau mit Räumen für eine ambulante Tagespflege, Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss für Jung und Alt bzw. Vereine sowie Mehrgenerationenwohnungen im 1. und 2. Obergeschoss errichtet. Für den Wettbewerb „Heimatdorf 2019“ musste von der Kommune angegeben werden, wie eine eventuelle Prämie von 60 000 Euro zur weiteren unmittelbaren Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort einen Beitrag leisten soll. Hierfür wurde der „Kramer-Ersatzbau“ angeführt.

Gemeinderat Schmidbauer gab zu bedenken, dass bei geschätzten Kosten von drei Millionen Euro und einer ursprünglichen Förderung von fast 80 Prozent eine Bezuschussung von 2,4 Millionen zu erwarten gewesen wäre. Bei nur einer Million Euro Fördergeld müsste die Gemeinde selbst zusätzlich 1,4 Millionen Euro tragen, und dies in Corona-Zeiten und mit wohl sinkenden Steuereinnahmen. Im Haushalt eingeplant ist 2020, 2021 und 2022 ein Eigenanteil von 0,9 Millionen Euro. Außerdem fragte Schmidbauer nach, ob dann auch mit dem Abriss bis 2022 gewartet werden müsse.

Bürgermeister Schmaderer zeigte sich über die neue Entwicklung ebenfalls alles andere als glücklich. Die Deckelung sei vom ALEF vorerst vorgenommen worden, da das Budget ansonsten für alle Projekte nicht ausreiche. Natürlich bleibe es davon unbenommen, weiter eine höhere Zuwendung bis zum angedachten Fördersatz von 78 Prozent anzustreben. Zum Abriss: Hier würde bei einer vorzeitigen Durchführung die Förderung der Abbruchkosten wegfallen. Allerdings sollte aus Gründen der Sicherheit zumindest die Scheune vorab abgerissen und dafür die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn beantragt werden.

Für das Projekt „Soziale Mitte Schorndorf“ wurde die Arbeitsgemeinschaft Beer und Oberpriller beauftragt, einen offenen, einphasigen Realisierungswettbewerb vorzubereiten. Die voraussichtliche Wettbewerbssumme beträgt 42 000 Euro netto, wie folgt aufgeteilt: 1. Preis 21 000 Euro; 2. Preis 12600 Euro; 3. Preis 8400 Euro. Geplanter Terminablauf: 3. Juni Preisrichtervorbesprechung; 8. Juni Tag der Auslobung; 29. Juni Rückfragenfrist; 9. Juli Kolloquium; 14. Juli Rückfragenbeantwortung; 24. August Abgabe Planunterlagen; 3. September Abgabe Modelle; 28. September Preisgerichtssitzung; 26. Oktober Verhandlungsverfahren.

Neben mehreren Fachpreisrichtern, u.a. von Seiten des Amts für Ländliche Entwicklung, wird die Kommune durch Bürgermeister Schmaderer sowie die Gemeinderäte Martin Mandl und Christian Rasche als Sachpreisrichter vertreten. (csa)

„Innen statt Außen“

  • Projekt:

    Um die Gemeinden bei der Belebung der Ortskerne und beim Flächensparen intensiver zu unterstützen, hat die Bayerische Staatsregierung u.a. die Förderinitiative „Innen statt Außen“ gestartet.

  • Für Schorndorf

    ist dazu eine projektbezogene Dorferneuerungsmaßnahme im einfachen Verfahren notwendig. Damit geht ein Selbstbindebeschluss einher, dass die Gemeinde der Innenentwicklung die erste Priorität zuweist und die Ausweisung von Baugebieten im Außenbereich erst zweitrangig ins Auge fasst. Die in Aussicht gestellte Förderung von privaten Modernisierungen ist nicht möglich, da für Schorndorf nur eine punktuelle bzw. projektorientierte Dorferneuerungsmaßnahme angeordnet wird. (csa)

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