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Spatenstich für das neue Kinderhaus

Gleißenberg investiert 1,6 Millionen Euro für Kindergarten sowie Kinderkrippe und erhält eine ungewöhnlich hohe Förderung.
Volkmar Dimpfl

Sie nahmen den ersten Spatenstich vor (v. l.): Bauunternehmer Helmut Müller, Architekt Markus Weber, Kindergartenleiterin Claudia Rädlinger und Bürgermeister Josef Christl.  Foto: Volkmar Dimpfl
Sie nahmen den ersten Spatenstich vor (v. l.): Bauunternehmer Helmut Müller, Architekt Markus Weber, Kindergartenleiterin Claudia Rädlinger und Bürgermeister Josef Christl. Foto: Volkmar Dimpfl

Gleissenberg.Die Freude war Josef Christl deutlich anzumerken, als er am vergangenen Freitagmittag eine seiner letzten Amtshandlungen als Bürgermeister der Gemeinde Gleißenberg vornahm: den ersten. Spatenstich für das neue Kinderhaus. Das Bayerische Meran investiert kräftig in seine Zukunft. Für etwa 1,6 Millionen Euro entsteht ein neuer Kindergarten sowie erstmals auch eine Kinderkrippe.

Zum Auftakt der Baumaßnahmen traf sich Bürgermeister Christl mit Kindergartenleiterin Claudia Rädlinger sowie Vertretern des Architekturbüros und der beauftragten Baufirma auf der Baustelle. Josef Christl gab zunächst einen kurzen Rückblick über die Entstehung des Projekts.

Seit fast 20 Jahren ist der Gleißenberger Kindergarten in den einstigen Klassenzimmern der ehemaligen Volksschule untergebracht. Hier befindet sich auch die Gemeindeverwaltung. Seitdem haben sich jedoch die Anforderungen stark verändert, und inzwischen besteht auch ein echtes Platzproblem. Der Gleißenberger Kindergarten ist voll belegt, ebenso sind die Einrichtungen in den Nachbargemeinden ausgebucht.

Es war sogar eine Sondergenehmigung für die 28 Kinder notwendig, die derzeit den Gleißenberger Kindergarten besuchen. Und wie groß der Ansturm im Herbst sein wird, so Christl, könne man derzeit nicht sagen. Wie viele Kinder aus dem Kindergarten in die Schule wechseln, hänge schließlich auch von der Corona-Entwicklung ab. Außerdem sei Gleißenberg die einzige Gemeinde im Landkreis ohne Kinderkrippe. Aus diesem Grund werde nun ein Neubau erstellt. Der Kindergarten im neuen Kinderhaus wird etwa 25 Kindern einen Betreuungsplatz bieten, dazu kommt eine Kinderkrippe für zwölf Kinder bis drei Jahre. 1,6 Millionen Euro wird das Kinderhaus kosten. Dazu sind Fördergelder in Höhe von 90 Prozent der Gesamtkosten zugesagt. Das ist vor allem für den Kindergarten ungewöhnlich hoch.

Projekt Kinderhaus

  • Betreuungsplätze:

    Kindergarten 25, Kinderkrippe zwölf

  • Kosten:

    1,6 Millionen Euro

  • Fördergelder:

    90 Prozent der Gesamtkosten

  • Fertigstellung:

    circa Ostern 2021

Der vom Ingenieurbüro Schnabel und Partner geplante Neubau erfolgt im Anschluss an die bestehende Mehrzweckhalle. Er wird etwa 550 Quadratmeter barrierefreie Gesamtfläche umfassen. Bürgermeister Christl bedankte sich bei der Gelegenheit bei allen, die das Projekt mitentwickelt haben und es nun umsetzen werden. Besonders dankte er seinem Gemeinderat, der stets hinter dem Projekt stand, auch als man noch nicht wusste, wie hoch die Förderung sein werde. Weiter dankte er der Regierung, die das Kindergartenprojekt wohlwollend begleitet und gefördert habe.

Bauunternehmer Helmut Müller versprach, dass, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, nächste Woche mit dem Bau begonnen werde. Bevor Bürgermeister Christl mit seinen Gästen den ersten Spatenstich vornahm, gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass das neue Kinderhaus etwa um Ostern 2021 bezogen werden kann – auch wenn er dann ja nicht mehr Bürgermeister ist. (fvd)

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