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Wahlkampfabschluss

SPD zeigt Cham der Zukunft

Bürgermeisterkandidatin Claudia Zimmermann sprach visionär. Die Genossen bewerten ihre Chancen als gut.
Von Andreas May

  • Sie beschrieb „ihr Cham“ in zehn Jahren: Bürgermeisterkandidatin Claudia Zimmermann. Foto: Andreas May
  • Zeigte sich mit dem Wahlkampf sehr zufrieden: Kreisvorsitzender Franz Kopp. Foto: Andreas May
  • Bezeichnete den Wahlkampf als mitreißend: Ortsvorsitzender Martin Schoplocher. Foto: Andreas May

Cham.Der 15. März kommt sehr schnell, weiß Martin Schoplocher. Der Ortsvorsitzende der Chamer SPD begrüßte die Genossen am Dienstagabend im Restaurant Fischerman’z in der Stadthalle. Der Ortsverein hatte bewusst diese etwas außergewöhnliche Location für den Wahlkampfabschluss gewählt, um herauszustellen, dass die SPD in der Kreisstadt ins städtische Zentrum gehört. Martin Schoplocher bezeichnete den Wahlkampf der letzten Wochen als klein, aber effektiv.

Er dankte, ebenso wie Kreisvorsitzender Franz Kopp, Bürgermeisterkandidatin Claudia Zimmermann für ihren mitreißenden Wahlkampf: „Zimmermann hat den mit Abstand professionellsten Auftritt hingelegt“, sagte Kopp. Allen Kandidaten und Unterstützern dankte er für Plakate-Kleben bis hin zu den Haustürgesprächen: Die Arbeiten waren vielfältig, so der Tenor.

Zimmermann selbst hatte nun das Wort. Mit einem Augenzwinkern sprach sie zu Beginn von Glück, dass zum Wahlkampfabschluss nicht über 1000 Leute gekommen waren, woran man aber arbeite. Nach einer kurzen Zusammenfassung ihrerseits nahm sie die Genossen mit in „ihr Cham 2030“. Die Bürgermeisterin heiße in zehn Jahren noch immer Claudia Zimmermann und gut gelaunte Bürger bewohnen Innenstadt und Ortsteile.

Mobile Veränderungen

Es existiere mittlerweile ein Shuttle-Bus vom barrierefreien Bahnhof zum Technologie Campus. Anhängig sei ein gut funktionierendes Rufbus-System. Es gäbe einen Fahrradverleih sowie ein neues Parkhaus am Floßhafen mit Hotel. Der Scheurer-Kreisel sei endlich fertiggestellt und der Hochwasserschutz wurde verbessert. Sämtliche Ortsteile wurden zwischenzeitlich mit einem Fahrradweg verbunden. Photovoltaik auf allen Dächern sowie eine dezentrale Energieversorgung seien die wesentlichen Verbesserungen beim Klima. Nicht zuletzt arbeite die neu installierte Klimaschutzmanagerin sehr erfolgreich.

Das Leben in der Stadt zeichne sich 2030 durch eine stabile digitale Infrastruktur aus. Leere Gebäude in der Stadt wurden durch eine Markthalle gefüllt. Der Technologie Campus floriere und sei als Hochschulstandort ausgebaut worden. Die Ganztagsbetreuung sei an allen Grundschulstandorten umgesetzt worden. Man habe eine Kita gebaut, das Jugendzentrum an neuem Standort werde gut angenommen. Eine Weiterentwicklung habe es zudem beim kommunalen Flächenmanagement durch die Installation einer Online-Plattform der Stadt gegeben, sagte Zimmermann, die Leerstandsmanagement auch 2030 als Chefsache ansieht.

Vom Haus der Begegnung mal abgesehen, soll Cham als Oberzentrum deutlich mehr Strahlkraft haben. Die Barrierefreiheit konnte im Szenario für öffentliche Gebäude und durch den barrierefreien Weg am Marktplatz weiter verbessert werden. 2030 gehen Senioren gerne ins Seniorenheim St. Michael, glaubt die Bürgermeisterkandidatin. In den Ortsteilen habe die Stadt dann Häuser angekauft und mit Förderprogrammen zu Senioren-WGs umgebaut. Nicht unerwähnt dürfe die Gründung der städtischen Wohnbaugesellschaft bleiben, so Zimmermann.

Aufschlussreiche Besuche

Sie fasste den Wahlkampf nochmals zusammen, vom Wurf des „roten Huts“ in den Ring, bis hin zur Kandidatensuche und den Haustürbesuchen. Die Gespräche mit den Bürgern seien aufschlussreich gewesen. Der Leerstand in der Innenstadt und den Ortsteilen war das Top-Thema: „Leben im Alter, Transparenz und Straßeninstandhaltung“, lauteten weitere Themen, die von den Bürgern häufig angesprochen wurden.

Zum Abschluss wünschte sich Zimmermann, dass Cham am Sonntag das berühmte gallische Dorf in Stadtform sein möge. Sie erntete tosenden Applaus von den Genossen, die ihre Chancen, gewählt zu werden, aussichtsreich einschätzen. Die Lobeshymnen wollten bei der Wahlkampf-Zusammenfassung der anderen Kandidaten kein Ende nehmen.

Zimmermanns

  • Musik:

    Der Wahlkampfabschluss der Chamer SPD wurde vom Rodinger Musikduo Mothers Favourites begleitet. (cia)

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