MyMz
Anzeige

Freizeit

Spektakel: Buggys rasten um die Wette

Bei der Bayerischen Meisterschaft düsten in Roding Mini-Boliden über die Strecke. Sebastian Winterstein verteidigt den Titel.

Am Dreifachsprung schenkten sich die Piloten nichts und kämpften um jeden Zentimeter Boden. Foto: rsr
Am Dreifachsprung schenkten sich die Piloten nichts und kämpften um jeden Zentimeter Boden. Foto: rsr

Roding.Methanolgeruch in der Luft, der helle Klang der Zwei-Takter und Staubwolken: Diese Anzeichen deuten auf ein Buggy-Rennen am Kammerweiherring in Mitterkreith hin. Am Wochenende hat sich dort die Buggy-Elite getroffen. Rund 70 Starter nahmen an der vom Buggy-Club Mitterkreith ausgerichteten Bayerischen Meisterschaft teil.

Aus gewalztem Lehm

Am Samstag hatten die Teilnehmer beim Training die Gelegenheit, die circa 240 Meter lange Strecke kennenzulernen. Der vom BC Mitterkreith angelegte Kammerweiherring, der aus gewalztem Lehm besteht, verfügt über eine lange Gerade und zwei Steilkurven sowie einige Sprungrampen.

Die erfolgreichen Piloten mit Double-Sieger Sebastian Winterstein und seinem Pott sowie Bürgermeister Franz Reichold  Foto: rsr
Die erfolgreichen Piloten mit Double-Sieger Sebastian Winterstein und seinem Pott sowie Bürgermeister Franz Reichold Foto: rsr

Dabei gibt es immer wieder spektakuläre Stürze. Die Streckenposten hatten alle Hände voll zu tun, die Buggys wieder schnell auf die Räder zu stellen.

Auf der Geraden, so Vorstand Tobias Aumer, können die Miniflitzer, die den Boliden aus dem Rennsport im Maßstab 1:8 nachgebaut sind, bei den Rennen zwischen 50 und 60 Stundenkilometer erreichen. Beim Training herrschte im Fahrerlager reges Treiben. Während die Formel-1-Piloten Vettel, Hamilton & Co. selbst hinter dem Lenkrad sitzen, steuern die „Piloten“ ihre Buggys hoch oben vom Fahrerstand und vertrauen ihren Mechanikern in der Boxengasse.

Wer ständig mit Voll-Speed unterwegs war, musste mit seinem Flitzer zwischendurch einen Boxenstopp zum Tanken, Nachjustieren oder Wechseln der abgenutzten Reifen einlegen. Wie bei der Formel 1 ist der Stopp in Sekundenschelle abzuwickeln, da in der vorgeschriebenen Rennzeit die Anzahl der Runden für die Wertung ausschlaggebend ist.

Von den 73 gemeldeten Piloten starteten 59 in der Nitro-Klasse und 14 in der Elektro-Klasse. Neben den Lokalmatadoren Stefan Kerscher, Clemens Dengler, Stephan Fleischmann, Ronald Goerke, Rene König und Philipp Müller war auch der amtierende Bayerische Meister und für den BC Mitterkreith startende Sebastian Winterstein im Starterfeld.

Vor der Siegerehrung dankten Vorstand Tobias Aumer und Renneiter Bernd Dauerer ihrem Helferteam für den reibungslosen Ablauf im Hintergrund und die Betreuung der Verpflegungsstation.

Die schnellste Jugendliche

Bei den Startern 40 plus ging Dirk Pfunder als Sieger hervor. Schnellste Jugendliche war Sophie Müller und als jüngster Starter hatte der Sechsjährige Jeron Erler-Good gemeldet. Bei der Elo-Klasse sicherte sich der aus Kulmbach stammende Sebastian Winterstein, der für den BC Mitterkreith startet, den Titel vor Tim Kraus MSC Osterhofen und Sophie Müller RCCR Munzig.

Ihr gelang bei der Nitro-Klasse ebenfalls der hervorragende dritte Platz. Rang zwei ging an den aus Vechta stammende Rene König, der für den BC Mitterkreith startet. Nach den Erfolgen 2016 und 2018 konnte Sebastian Winterstein seinen Bayerischen Meistertitel verteidigen und sogar das Double feiern. Er durfte den Wanderpokal in Empfang nehmen. (rsr)

Weitere Themen aus der Region lesen Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht