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Bildung

Spielen macht Schule – und schlau

Stamsrieder Schule gewann Spieleausstattung.
Jakob Moro

Groß war die Freude über die neuen Spiele, mit dabei Rektorin Hannelore Schönberger und Monika Weigl, Betreuerin der Offenen Ganztagsschule.  Foto: Jakob Moro
Groß war die Freude über die neuen Spiele, mit dabei Rektorin Hannelore Schönberger und Monika Weigl, Betreuerin der Offenen Ganztagsschule. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Die Wolfgang-Spießl-Schule hat dank ihres originellen Konzepts für ein Spielezimmer eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen. Denn: „Spielen macht schlau. Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer von der Uni Ulm.

Die Stamsrieder Schule beteiligte sich am Aufruf der Initiative und reichte ein pädagogisches Konzept ein, in dem sie ihre Ideen rund um ein Spielzimmer vorstellte. Insgesamt gab es in diesem Jahr 202 Gewinner in den 16 Bundesländern.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und vom ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird sie von den 16 Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2019 Zeit, ihre Bewerbung an den Verein „Mehr Zeit für Kinder“ zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Jury prämiert; die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss. Die kostenlosen Spiele werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) zur Verfügung gestellt. Mit den Gewinnern gibt es nun bundesweit 2400 spielende Schulen.

Hintergrund des Projekts sind Erkenntnisse der Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als eine passive Erfahrungsvermittlung, etwa durch das Fernsehen. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die Entwicklung, bleiben auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Medien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken. Info unter www.spielen-macht-schule.de. (rjm)

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