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Samstag, 22. September 2018 17° 3

Einsatz

Sprache ist das größte Hindernis

Feuerwehren beidseits der Grenze trainieren Personenrettung.

Feuerwehrleute aus Tschechien und Deutschland begrüßen sich.Foto: wbs
Feuerwehrleute aus Tschechien und Deutschland begrüßen sich.Foto: wbs

Waldmünchen.Es war eine ganz andere Übung, welche die Berufsfeuerwehr aus Domažlice am Dienstag in Wassersuppen organisiert hatte und es stellte die Verständigung der Wehren untereinander auf eine harte Belastungsprobe: Die Rettung mehrerer Personen aus einem „brennenden“ Haus zeigte, wie gut die Zusammenarbeit inzwischen klappt.

Zur Übung mitten in Wassersuppen waren die Feuerwehren aus Klentsch, Chodov und Waldmünchen erschienen. Die Berufsfeuerwehr aus Domazlice hatte ein Übungsszenario ausgearbeitet. Treffpunkt für Teilnehmer, darunter auch KBI Norbert Auerbeck und KBM Andreas Bierl sowie Bürgermeister Markus Ackermann als Zaungast war in der Nähe des Sportplatzes. Dort begrüßten die Verantwortlichen aus Domažlice, Jaroslav Hrdlicka und Milan Mathauser, die Wehren. Auch der Chef der Berufsfeuerwehr, Vaclav Petrzik, war zu diesem Übungsabend erschienen. Hrdlicka erklärte den Einsatzablauf bei größeren Einsätzen auf tschechischem Hoheitsgebiet. Demnach übernimmt häufig ein Verantwortlicher der Berufsfeuerwehr das Kommando. Das Einsatzgebiet der Berufsfeuerwehr erstreckt sich auf einen sehr großen Radius. Berührungspunkte mit der Berufsfeuerwehr werden also künftig viel häufiger für die FFW Waldmünchen.

Für den Einsatz hatten die Übungsleiter ein leerstehendes Haus mitten in Wassersuppen ausgesucht und das erste Stockwerk mit künstlichem Rauch gefüllt. Es galten mehrere Personen als vermisst. Wie im Echtfall auch rückten die Wehren nacheinander an. Zunächst kümmerte sich die Feuerwehr aus Klentsch darum, dann verstärkte die FFW Waldmünchen mit zwei Atemschutztrupps das Personal und baute einen weiteren Innenangriff auf. Die ersten beiden Personen konnten so zügig gefunden werden. Nach einiger Zeit rückten Männer der Berufsfeuerwehr an und unterstützten mit einem weiteren Atemschutztrupp. Die Verständigung der Führungskräfte übernahmen zwei Dolmetscher, die sehr gefordert waren. Von den Verantwortlichen der Berufsfeuerwehr wurde das Ganze kritisch beobachtet.

Am Ende hatten die Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse gewonnen. Bei der grenzübergreifenden Übung zeigten sich einige Verständigungsprobleme. Hier waren sich alle einig, dass nur weiteres gemeinsames Üben mehr Routine schafft. Der Chef der Berufsfeuerwehr, Vaclav Petrzik, dankte für diese Übung: „Wir haben heute „Face-to-Face“ gearbeitet.“ Bürgermeister Ackermann sagte: „Die Dolmetscher sind unverzichtbar.“ So wurde für Herbst eine weitere Übung in Domažlice vereinbart. (wbs)

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