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St. Michael bringt Michelsdorf zusammen

Schon 1832 hatte es ein Kirchlein im Ortsteil gegeben – nur wenige Meter vom alten Standort entfernt wurde das neue gebaut.

Die Dorfkapelle St. Michael in Michelsdorf: Am 30. September 1984 wurde sie von Domkapitular Franz Spießl im Beisein vieler Gläubiger geweiht.
Die Dorfkapelle St. Michael in Michelsdorf: Am 30. September 1984 wurde sie von Domkapitular Franz Spießl im Beisein vieler Gläubiger geweiht. Foto: Isabell Lemberger/Isabell Lemberger

Cham.Ein Ortsteil der Stadt Cham ist Michelsdorf, und seit über 35 Jahren befindet sich hier die jetzige Dorfkapelle St. Michael. Der Name Michael kommt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie „Wer ist Gott?“ Laut Plänen von 1832 ist schon damals eine Kapelle eingezeichnet gewesen. Wie groß das Bauwerk vor circa 175 Jahren war, lässt sich nicht mehr recherchieren. Der Standort der alten Kapelle war nur einige Meter vom heutigen entfernt.

Von der alten Kapelle ist noch die restaurierungsbedürftige alte Altardecke vorhanden. Teilrenoviert wurde die alte Kapelle 1965/1966 durch Spendengelder von der Dorfgemeinschaft und unter Mithilfe der KLJB-Gruppe. Arbeiten wie Pflastern, Fenster und Decke einbauen sowie Malerarbeiten wurden hier u.a. durchgeführt.

Die Dorfkapelle St. Michael in Michelsdorf.
Die Dorfkapelle St. Michael in Michelsdorf. Foto: Isabell Lemberger/Isabell Lemberger

Im Innenraum befand sich das damalige Altarbild „Mutter Gottes, Schutzherrin Bayerns“ von Matthias Altmann aus dem Jahr 1838. Dieses Bild wurde auch wieder in die jetzige Kapelle integriert, man findet es oberhalb der Eingangstüre. Unter dem Altarbild steht folgender Text: „Dir Mutter will ich mich ergeben, o sey mein Trost in aller Noth, Maria schütze mich im Leben und steh mir bey in meinem Tod.“

1979 kam in Michelsdorf erstmals die Idee auf, hier eine neue Kapelle zu bauen. Eine Dorfversammlung 1980 erbrachte die Gründung eines Kapellenbauvereins. Nachdem der optimale Standort gefunden war, nahm der damalige Stadtpfarrer Gerhard Huf den ersten Spatenstich auf dem städtischen Grund vor. Die alte Dorfglocke wurde am 23.03.1988 für die Bruder-Klaus-Kapelle in Bernried/Rötz gespendet. Zur Erinnerung an die Glockenübergabe ist an der linken Seite der Kapelle ein Dankbild angebracht.

Zum Neubau

  • Idee:

    1979 schlug der damalige Stadtrat Sepp Bucher aus Altenmarkt vor, im Zuge der Dorfplatzsanierung eine Kapelle zu bauen.

  • Verein:

    Bei der Gründungsversammlung des Kapellenbauvereins 1980 stimmten von 21 anwesenden Ortsbürgern 17 für einen Neubau.

  • Spatenstich:

    Diesen nahm der damalige Stadtpfarrer Gerhard auf dem städtischen Grund vor.

Auch heute werden noch regelmäßig Andachten und Gottesdienste in der Kapelle abgehalten, und die Einwohner nehmen den Ort gerne als Treffpunkt wahr. Ein großes Lob geht an dieser Stelle an den Kapellenverein – neben den beiden Mesnerinnen Klara Siegl und Lisl Bauer kümmert sich rund ein Dutzend aktive Mitglieder um den Erhalt der Kapelle und um die Förderung einer christlichen Dorfgemeinschaft. (cli)

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