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Kultur

Staade Liada auf der Burg

„Duett Komplett“ führten in Falkenstein ihre Zuhörer in die Vergangenheit und Gegenwart – eine Prise Humor inklusive.
Anton Feigl

„Duett Komplett“ gestaltete im Rittersaal der Burg ein abwechslungsreiches Programm. Foto: Anton Feigl
„Duett Komplett“ gestaltete im Rittersaal der Burg ein abwechslungsreiches Programm. Foto: Anton Feigl

Falkenstein.Von Herbert Grönemeyer über John Lennon bis zu selbstgeschriebenen Stücken und traditionellen Weihnachtsliedern: Das „Duett Komplett“ spielte am Freitag ihr Programm „Staade Liada“ im Rittersaal der Burg Falkenstein.

Bürgermeisterin Heike Fries zitierte Karl Valentin: „Und wenn die staade Zeit vorüber ist, dann wird’s auch wieder ruhiger.“ Sie wünschte damit dem Publikum einen ruhigen Abend und gute Unterhaltung. Auch für die beiden Künstler war es wichtig, dass die Gäste mit ihrem zweistündigen Konzert zur Ruhe kommen. So spielten Walter Heigl und Dagmar Dengel zunächst „Lieder aus dem Leben, mit allem, was dazugehört“. Das Programm enthielt Eigenkompositionen und Stücke bekannter Künstler. Das Publikum konnte beispielsweise mit „Zeitlang“ in Kindheitserinnerungen schwelgen oder sich bei „As Lem is ned gerecht“ mit den Tücken des Alltags konfrontieren lassen. Auch traurige Momente und der Tod wurden thematisiert – „Bis da Erste geht“ rührte manche Zuhörer zu Tränen. Mit dem Song „In the Ghetto“ von Elvis Presley von 1969 wiesen Heigl und Dengel auf die ungerechten Zustände der damaligen Zeit hin. Auch John Lennons „Imagine“ fehlte nicht. Dem „Duett Komplett“ gelang es, die Lieder gefühlvoll zum Ausdruck zu bringen. Dabei konnten die Gäste besonders über die Vergangenheit und die Gegenwart nachdenken und ihr eigenes Verhalten reflektieren.

Nach der Pause begann der weihnachtliche Teil des Konzerts. Heigl und Dengel gestalteten nun eine kurze Reise durch die kalte Jahreszeit. Beginn war im Spätherbst, weiter ging es durch die Adventszeit mit dem ersten Schnee und dem Aussuchen des Christbaumes, das besonders humorvoll in dem Lied „Christbaam“ thematisiert wurde.

Auch traditionelle Weihnachtslieder fehlten nicht; diese haben die beiden Künstler jeweils nach der ersten Strophe umgetextet und eine eigene Geschichte erzählt. So wurde aus dem Stück „Es wird scho glei dumpa“ der Text „Es wird nimma dumper, da Nachbar hat im Garten d’Adventsbeleuchtung ogmacht“ und das Lied „Still, still, weil da Vadda schlafen will“ erzählte die Geschichte von einem Vater, der auf einer Weihnachtsfeier war.

„Duett Komplett“ gestalteten ein abwechslungsreiches Programm und zeigten ihr Können auf verschiedenen Instrumenten. So wurde die reguläre Gitarrenbegleitung mit E-Bass, Ziehharmonika und Percussion unterstützt. Zwischen den Liedern lockerten die Künstler die Stimmung mit kurzen, humorvollen Gesprächen auf und banden das Publikum mit in das Geschehen ein. Am Ende betonten sie, dass es sie gefreut habe, in dem schönen Saal gespielt zu haben. Bürgermeisterin Heike Fries bedankte sich bei ihnen mit einem Präsent im Namen des Marktes Falkenstein. (rto)

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