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Bilanz

Stadt investiert in Baugebiete

Rathaus-Chef Franz Reichold referierte bei der Bürgerversammlung über die Entwicklung Rodings und sprach über künftige Projekte.
Von Bastian Schreiner

Derzeit wird Wetterfelds neues Baugebiet erschlossen. Foto: Josef Kerscher
Derzeit wird Wetterfelds neues Baugebiet erschlossen. Foto: Josef Kerscher

Roding.Obwohl die rund 150 Gäste der Bürgerversammlung gespannt auf das Bad-Thema warteten, ließ es sich Bürgermeister Franz Reichold nicht nehmen, die enorme Entwicklung der Stadt zu skizzieren, Bauprojekte vorzustellen und auf Probleme hinzuweisen. Wichtig sei ihm und den Stadträten, dass nicht nur in Roding, sondern auch in den Ortsteilen investiert werde. Zu den größeren Investitionen 2019 zählte er den Grunderwerb und die Baugebiete (2,7 Millionen Euro), den Neubau des Mitterdorfer Kindergartens (2,6 Millionen Euro) sowie die Sanierung der Schulen in Roding und Mitterdorf (3,1 Millionen Euro).

Die Nachfrage nach Wohnraum sei weiter hoch, so dass die Stadt demnächst die Baugebiete Neubäu am See Südwest (1,1 Millionen Euro), Mitterdorf Südhang (1,3 Millionen Euro) und Mitterkreith Ziegelfeld (500 000 Euro) erschließen werde. Das Baugebiet Bierl in Wetterfeld (870 000 Euro) mit 15 Bauparzellen stehe kurz vor der Fertigstellung, sagte Reichold. Fertig sei hingegen das Projekt „Nat(o)ursinn mit den vier Stationen Wasser-Plattform im Regen, naturnahes Klassenzimmer in Oberkreith, Kletterparcours am Esper sowie Lehrpfad nach Pösing.

Die Arbeitsplätze im Stadtgebiet steigen kontinuierlich: Bei Reicholds Amtsantritt im Jahr 1996 gab es 5246 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Roding, 2018 waren es schon 8774 Jobs. Die Steuerkraft pro Einwohner liege weiter unter dem Landesdurchschnitt. Bei den freiwilligen Leistungen flossen heuer 17 400 Euro in das Rettungswesen, 30 000 Euro in die Wohnungsbauförderung, 497 000 Euro in Wirtschaft und Energie, 497 000 Euro in Gesundheit, Sport und Erholung, 35 200 Euro in Heimat-, Musik- und Kulturpflege, 41 200 in die Kirchen, 61 300 Euro in die Schulen und Schulwege, 163 800 Euro in die Kinder- und Jugendarbeit, 18 900 Euro in die Seniorenarbeit sowie 64 900 Euro in sonstige Sozialarbeit.

Sorgen bereitet dem Bürgermeister die Alterspyramide. Zuzug sei deshalb wichtig, damit die Stadt weiter wachsen kann. Der DSL-Ausbau mit dem Bundesprogramm Einöden und Weiler verzögere sich. Reichold hofft, dass sich mit dem vom Landkreis gegründeten Eigenbetrieb im kommenden Jahr etwas tut. Die Investition der Stadt beläuft sich auf rund 700 000 Euro.

Daten und Fakten

  • Verkehr:

    Roding hat 84 Kilometer Ortsstraßen und 130 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen. Der Unterhalt der Straßen kostete der Stadt im vergangenen Jahr rund 1,7 Millionen Euro.

  • Einwohner:

    12136 (Statistisches Landesamt), 13 197 (laut Stadt).

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