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Projekt

Stadthalle Cham: Was noch zu tun ist

Vor der Eröffnung lauf die letzten Arbeiten in der neuen Stadthalle auf Hochtouren. Die Managerin ist optimistisch.
Von Claudia Peinelt

Sandra Ofenbeck fiebert darauf hin, dass sich ihr gewünschter rubinroter Vorhang für die Künstler öffnet. Fotos: cci
Sandra Ofenbeck fiebert darauf hin, dass sich ihr gewünschter rubinroter Vorhang für die Künstler öffnet. Fotos: cci

Cham.Es schüttet wie aus Eimern und neben einer der Eingangstüren hat sich Granulat, das sich vom Stadthallendach gelöst hat, gesammelt. „Das ist weiter nicht so schlimm, und der Herr Braun hat sich gerade seine Gummistiefel angezogen und wird der Stadthalle gleich aufs Dach steigen“, erklärt Stadthallenmanagerin Sandra Ofenbeck.

Wir wollen einen Rundgang durch die Stadthalle machen und mal schaun, was sich da, eine Woche vor der Eröffnung, noch so alles tut. Vor der Halle steht gerade noch ein Lastwagen. Zwei Männer laden die Bestuhlung für den Saal ab und stapeln sie neben dem Eingang des Restaurants. Daneben sind Berge von Kartonagen abgelegt. Am Rande des Stadthallenhofes sind zwei Handwerker gerade dabei, Löcher in das Pflaster zu bohren.

Das Restaurant [ka:m] eröffnet in Cham

Vieles ist noch zu tun

Die Handwerker arbeiten Hand in Hand, damit zur Eröffnung alles fertig ist.  Fotos: cci
Die Handwerker arbeiten Hand in Hand, damit zur Eröffnung alles fertig ist. Fotos: cci

Im Besucherfoyer, wo sich die Gäste während der Konzertpausen aufhalten, wird es eine Snack- und Imbissbar geben. Eigentlich sieht das schon ziemlich fertig gebaut aus, jedoch kommen auch hier noch immer wieder Handwerker vorbei und legen noch Hand an. „Ja, ein Stück Zuversicht braucht man hier auf der Baustelle schon, aber das wird alles werden“, sagt Ofenbeck und grüßt einen Handwerker. Viele technische Dinge müssen bis zur Eröffnung noch gemacht werden. Und manchmal fallen Ofenbeck und Simbeck nachts Dinge ein, die noch fehlen und erledigt werden müssen. „Es ist ja nichts da. Da muss vom Löffel bis über das Gästehandtuch alles besorgt werden. Und man muss erst einmal drandenken, das man verschiedene Dinge braucht“. Blumen, Ablaufpläne und Musikerplanungen für den Festakt sind momentan die Hauptfaktoren, an die die Organisatoren denken. „Und jetzt, jetzt gehen wir mal in den Saal. Erschrecken sie nicht, da herrscht gerade noch Großbaustelle“, so Ofenbeck. Sie schiebt das große Tor auf und prompt: Eine Großbaustelle, wie man sie sich nur vorstellen kann. Und gerade zu diesem Zeitpunkt wird der große, schwere rubinrote Bühnenvorhang zum allerersten Mal zugezogen. Und es funktioniert. Alle, die gerade dieses Ereignis beobachten konnten, sind voller Begeisterung. „Das ist der schöne Bühnenvorhang, den es überhaupt gibt. Ich hab mir diese Farbe gewünscht“, freut sich die Managerin und lacht über das ganze Gesicht.

Lesen Sie hier: Seit zwei Wochen ist das ka:m by Ammer in der neuen Stadthalle in Cham geöffnet. Geschäftsführer Tom Ammer ist zufrieden.

Der schwarze Vorhangstoff muss noch um den rubinroten Bühnenvorhang. Fotos: cci
Der schwarze Vorhangstoff muss noch um den rubinroten Bühnenvorhang. Fotos: cci

Im Saal liegen noch Plastikfolien herum, und auf dem schönen neuen Boden wurden Teppichteile ausgelegt, damit dieser nicht schon vor der Eröffnung beschädigt wird. Auf einem blauen Scherenlift sind zwei Handwerker damit beschäftigt, die Traversen an der Wand auszurichten. Vor der Bühne stehen Leitern, Akkuschrauber und für den Betrachter undefinierbare Eisenstangen herum. Aber auch Getränkeflaschen und Brotzeit haben die Handwerker mit dabei. Und dass jeder mal eine kurze Pause braucht, sieht man an dem Handwerker, der gerade auf einem Rollwagen sitzt und sein Wasser trinkt und seine Brotzeit aus der Box holt. Und nichts, aber auch gar nichts kann ihn gerade aus der Ruhe bringen. Auch nicht die beiden Arbeiter, die hinter ihm die Trennwände, die den Saal 1 von Saal 2 trennen, fertig installieren. Ja, es ist Großkampftag auf der Baustelle der neuen Stadthalle. Ofenbeck ist begeistert, wie alle Handwerker zusammenhalten. Und es wäre gelogen, würde man schreiben, dass sich nicht alle Handwerker freuen, dass die Arbeiten hier endlich dem Ende entgegen gehen.

Licht am Ende des Ganges

Traversen werden Stück für Stück von den Handwerkern ausgerichtet. Fotos: cci
Traversen werden Stück für Stück von den Handwerkern ausgerichtet. Fotos: cci

„Das große Ziel aller, also Handwerker und Organisatoren ist einfach, dass am Eröffnungstag alles fertig ist. Es ist zumindest das große Ziel“, erklärt Ofenbeck. Sie ist sich definitiv sicher, dass das alles klappt. Auf dem Weg zu den Künstlergarderoben müssen die Treppenstufen noch geschliffen werden. Die Wände haben dort bereits eine weiße Farbe erhalten. Auch in den Künstlergarderoben selbst ist der Maler gerade mit seiner Arbeit fertig geworden. „Es wird Licht am Ende des Ganges“, sagt Ofenbeck und hat damit recht. Der lange Gang zu den Garderoben hat bereits alle Lampen installiert bekommen. Dass durch die Fenster die Lamellen der Außenfassade den Durchblick bestimmen, ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Gerade kommt der technische Leiter der Stadthalle, Andreas Seipel, den Gang entlang. Auch er ist zuversichtlich: „Es wird werden“. Stolz ist die Stadthallenmanagerin auf das komplette Team, auf die Hand-in-Hand-Arbeit und dass jeder sein Bestes gibt. Von Mittwoch bis zur Eröffnung am Freitag ist dann Endspurt angesagt. „Es wir Zeit, dass es losgeht“, so Sandra Ofenbeck.

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