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Aktion

„Stadtsilhouette ist gelungen“

Beim Altstadtspaziergang der CSU stellte Bürgermeister Franz Reichold die Maßnahmen rund um den Hochwasserschutz vor.
Von Jakob Moro

Knapp 20 Bürger fanden sich beim Informationsrundgang am Esper ein und hörten, was Franz Reichold zu sagen hatte. Foto: Georg Spagl
Knapp 20 Bürger fanden sich beim Informationsrundgang am Esper ein und hörten, was Franz Reichold zu sagen hatte. Foto: Georg Spagl

Roding.Der Kommunalwahlkampf in Roding hat begonnen. Unter diesem Vorzeichen stand zumindest der Altstadtspaziergang, zu der die CSU am Samstag mit Bürgermeister Franz Reichold und Bürgermeisterkandidat Rainer Gleixner eingeladen hatte. Stellvertretender CSU-Vorsitzender Johannes Krüger begrüßte die knapp 20 Bürger und einige Stadträte. Reichold informierte die Teilnehmer rund eine Stunde über die verschiedensten Baumaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten, bevor beim Reim-Wirt eingekehrt wurde und die Teilnehmer Gelegenheit hatten, auch mit Rainer Gleixner Gespräche zu führen.

Vom Paradeplatz ausgehend ging es vorbei an der Chamer-Straße in Richtung Esper, zum Kinderspielplatz, über die Terrassen zum Volksfestplatz. Reichold sagte unter anderem: „Ich meine die Stadtsanierung und der Hochwasserschutz sind gelungen“. Qualität koste Geld, auch beim Spielplatz, der sehr gut angenommen wird. Reichold: „Wir haben es uns nicht vorstellen können, dass es so schön wird. Die Stadtsilhouette ist gelungen.“

Hochwasserschutz ein Spagat

Roding am Regenfluss berge auch Nachteile. Das haben die Rodinger Regengassler früher häufig erfahren, in unregelmäßigen Abständen wurden sie vom Hochwasser des Regens überrascht. Der Hochwasserschutz in Roding war stets ein Spagat zwischen Stadtsanierung und Hochwasserschutz. Zwei unterschiedliche Projekte trafen aufeinander. Der jetzige Hochwasserschutz in Verbindung mit Stadtbausanierung führte zur Verbesserung der Lebensqualität Rodings, stellte der Bürgermeister fest. Die beiden Maßnahmen mussten koordiniert und abgestimmt werden, haushaltstechnisch mussten Hochwasserschutz und Stadtsanierung getrennt werden. Doch all die Mühe habe sich gelohnt, so Reichold. Es entstand eine attraktive Stadtansicht, ein neuer Bürgersteig am Hochufer von Regenbrücke bis zum Reim-Wirt. Das Stadtoberhaupt lobte die beteiligten Wasserwirtschaftsamt, Betriebsgesellschaft Stadt, Stadt Roding als Bauherr für die Städteplanung, Landratsamt als Planfeststellungsbehörde, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, als Genehmigungsbehörde, Regierung der Oberpfalz als Prüfbehörde.

In den vergangenen Jahren wurde die Rodinger Altstadt, vor allem der Rodinger Esper, die Regen-Reibn, von Hochwasser geschützt, der Bereich wurde städtebaulich aufgewertet und saniert. Roding sei jetzt im Falle der Fälle gerüstet. Unterschiedliche Systeme schützen rund 100 Bürgerinnen und Bürger Rodings vor Hochwasser. Wo genügend Platz vorhanden war, wurde ein Deich angelegt, an anderer Stelle Schutzmauern errichtet.

Die neuen Hochwasserschutzmauern fügen sich unauffällig ins Stadtbild ein, Zaunelemente bieten Durchblicke auf die Grünflächen. Im Ernstfall können auch diese durch mobile Elemente ersetzt werden, informierte Reichold. Unterhalb der Mauern liegen die neuen Rodinger Terrassen. Mit den in Naturstein eingefassten Rasenflächen und Bäumen ist ein Freizeit- und Erholungsgelände entstanden. Auf diese Weise wurden Hochwasserschutz und städtebauliche Weiterentwicklung gekonnt miteinander verbunden.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Stadt (er)leben am Fluss“ wurde außerdem die Neugestaltung der Volksfest- und Aktionsflächen realisiert: ein Platz, der unmittelbar an die Terrassen angrenzt. Der neue Festplatz fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein und schafft Raum für Aufstellflächen der örtlichen Festivitäten. Der nördliche Teil wurde als Multifunktionsplatz gestaltet und bietet sich nun als Verkehrskindergarten, Basketball- und Fußballplatz an.

Für einen reibungslosen Wasserabfluss wurde auch die Kanalisation auf den technisch neuesten Stand gebracht: Wird bei normalem Wasserstand das Niederschlagswasser über die örtliche Kanalisation zum Fluss abgeleitet, würde bei Hochwasser der Fluss das Wasser durch die Kanalisation zurück in die Stadt drücken. Daher war ein Verschluss erforderlich, der bei Hochwasser geschlossen wird. Damit dabei wiederum die Niederschläge nicht den Ort überschwemmen, muss das Kanalwasser in einem Schöpfwerk mittels großer Pumpen zum Fluss hin abgepumpt werden. Zu diesem Zweck wurden Schöpfwerke und ein großes unterirdisches Rückhaltebecken errichtet.

Planungen für Mitterdorf laufen

Die Maßnahme in Roding ist abgeschlossen und ein Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit des Wasserwirtschaftsamts Regensburg, der Regierung und der Stadt. Inzwischen sind die Planungen für einen adäquaten Schutz und Umbau auf der gegenüberliegenden Seite im Ortsteil Mitterdorf angelaufen.

Auf Nachfragen Gleixners erläuterte Reichold das weitere Vorgehen beim dortigen Hochwasserschutz. Der grobe Verlauf des Hochwasserschutzes erstreckt sich vom Mitterdorfer Fußballplatz über den Flutkanal und die Flutbrücke sowie das einstige Kiessilo bis zur Bundesstraße 85. Entlang des Ufers haben Anrainer versucht, sich auf ihren privaten Grundstücken mit Mauern gegen das Hochwasser zu schützen. Der Fokus in Mitterdorf liegt auf der Neugestaltung des Uferbereiches und die Anbindung der Geh- und Radwege. Wie in Roding soll auch in Mitterdorf der Hochwasserschutz mit der Stadtsanierung einhergehen.

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