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Stamsried

Städtebaulicher „Bypass“ ist

Die Bauarbeiten rund um den Stamsrieder Marktplatz sind längst noch nicht abgeschlossen, da planen der Marktrat und die Bürger mit Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung mit Bürgermeister Herbert Bauer weiter.
Jakob Moro

Drei Gebäude, Ederer-Haus, Ullerichen-Haus, Daschner-Haus, wurden abgebrochen, jetzt kann großzügig gebaut werden. Foto: Jakob Moro
Drei Gebäude, Ederer-Haus, Ullerichen-Haus, Daschner-Haus, wurden abgebrochen, jetzt kann großzügig gebaut werden. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Abweichend vom Maßnahmenkonzept 1992 erfolgte eine Umplanung der Verbindung zwischen der Lukas-Rauffer-Straße und der Schlossstrasse in eine „leistungsfähige“ Straße, den „Bypass“, um die bisher abseitig gelegene Schlossstraße auf kurzen Wegen anzubinden. Der Markt erwarb die nötigen Liegenschaften. Der Baubestand (Ederer-Haus, Ullerischen-Haus, Daschner-Haus) wurde abgebrochen. Jetzt kann dort großzügig gestaltet werden.

Das Gestaltungsgepräge ändert sich durch die Abbrüche erheblich. Die jetzige Situation erläuterte bei der vergangenen Marktratssitzung Martina Dietrich vom Ingenieurbüro „Stadt und Raum“. Eine „städtbauliche Neubetrachtung“ sei nötig. Der städtebauliche Architektenwettbewerb soll helfen, sinnvolle Lösungen zu finden.

Im Januar traf sich der Marktrat mit den örtlichen Vereinen und diskutierte für das „Bypass-Areal“ ein „Programm“ zur Bebauung dieses rund ein Tagwerk großen Grundstücks mitten in Stamsried. Das Ergebnis daraus: Die Stamsrieder wünschen sich ein Gemeinschaftshaus mit 500 Quadratmeter Nutzfläche, ein Musikhaus mit 160 Quadratmeter Nutzfläche, ein Schützenhaus mit 40 Quadratmeter Nutzfläche, ein öffentliches WC und einen Seniorentreff mit 75 Quadratmetern.

Um rasch Erfolge bei der Revitalisierung der Ortsmitte erzielen zu können, konzentriert sich die Entwicklungsstrategie des Marktes auf das Areal am „Bypass“. Der Markt ist Eigentümer der 3179 Quadratmeter großen bereits geräumten Fläche mit den Flurnummern 118, 119, 123, 124. Auf der Fl.Nr. 124, Schlossgasse 3, sind das erdgeschossige Musikhaus und das zweigeschossige Eckgebäude im ursprünglichen Zustand vorhanden. Der Marktrat will das Musikhaus in der Schlossgasse 3 abbrechen.

Das Wohnhaus auf der Fl.Nr. 125 in der Malergasse 2 ist in Privatbesitz und steht für eine Überplanung nicht zu Verfügung. Insgesamt soll die Idee der Verbindungsgänge aufrecht erhalten bleiben. Gleiches gilt für die Weiterführung des historischen Weges auf der Flurnummer 157, der den Innenhof der Flurnummer 117 erschließt. Charakteristisches Merkmal ist das heterogene Umfeld. Eine Bebauung ist überwiegend zweigeschossig vorgesehen. Das Gebiet soll nach der Vorstellung des Marktes für die Neuordnung zu einer „Gemeinbedarfsfläche für kulturelle Nutzungen“ umgewidmet werden, teilte Martina Dietrich vom Ingenieurbüro „Stadt und Raum“ mit.

Die Sicht und die Attraktivität der „fußläufigen“ Anbindung vom Marktplatz bis hin zum „Schlossareal“ sollen gestärkt durch die Neugestaltung hervorgehen. Auf den Nachweis von Stellplätzen für das „Bypass-Areal“ könne für die Kultureinrichtungen größtenteils verzichtet werden, heißt es in den Wettbewerbsunterlagen. Die Vorschläge der zehn Architekten-Gemeinschaften sollen am 21. Januar 2020 im Marktrat behandelt werden. (rjm)

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