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Region Cham
Donnerstag, 19. Juli 2018 27° 1

Tradition

Stamsrieder feiern ihren Kirta kräftig

Kürnburg-Schützen haben die Veranstaltung zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein großes Fest für den Markt und das Umland.
Von Jakob Moro

Am Marktplatz wird gebaut. Die Kirchweihfeiern wurde neben Baumaschinen und Baustelle gefeiert.Foto: Moro
Am Marktplatz wird gebaut. Die Kirchweihfeiern wurde neben Baumaschinen und Baustelle gefeiert.Foto: Moro

Stamsried.So schön könnte ein Marktplatz sein, wenn keine Autos darauf parken. Dieses Erlebnis haben Stamsrieder nur einmal im Jahr. Zur Kirchweih. Da wird der Verkehr über Seitenstraßen am Marktplatz vorbei geleitet.

Die kirchlichen Feierlichkeiten begannen am Samstag mit der Aussetzung des Allerheiligsten um 17.30 Uhr, mit Rosenkranz, Beichte und Gottesdienst. Der Festgottesdienst zu Kirchweih fand am Sonntag statt. Er wurde feierlich umrahmt vom Stamsrieder Kirchenchor, der durch Sänger des Rodinger Kirchenchors, ergänzt wurde. Gesungen wurde eine Lateinische Messe.

Die weltlichen Feierlichkeiten des Patroziniums begannen mit einem zünftigen, mittlerweile Kirchweihfest der Kürnburgschützen. Keinen geringeren Heiligen, als Johannes den Täufer haben sich die Stamsrieder als Patron für ihre Pfarrkirche ausgesucht. Früher hießen gerade in Stamsried viele Johann, mit den Rufnamen Hans. Dieser Name ist heute nicht mehr so geläufig wie früher.

Wie bei Jesus kündigte ein Engel die Geburt des heiligen Johannes an. Jesus empfing von Johannes die Taufe am Jordan. Dargestellt ist die Szene am Stamsrieder Hochaltar. Das Lukasevangelium berichtet, dass Johannes sechs Monate vor Jesus geboren wurde. Damit traf der 24. Juni mit der kalendarischen Sommerwende am 21. Juni zusammen. Vor Jahren, als die Stamsrieder Kirchweihfeiern „einzuschlafen drohten“ und nur noch der „Schneinda Alis“ seinen Stand vorm Gasthaus Pusl aufstellte, nahmen sich die Kürnburg-Schützen um diese Traditionsveranstaltung an.

Seitdem wird Johanni groß gefeiert. Verwandte und Bekannte kommen von weit her und besuchen die Stamsrieder Kirchweih. Nach dem Festgottesdienst gab es ein deftiges Mittagessen. Es gab reichlich leckere Kirtaschmankerln, Schnitzel und Steaks mit frischen Salaten, Schweinebraten mit Knödel, Bratwürste, hausgemachte Sulzen, Wurstsalat, nachmittags Kaffee und Kuchen.

Zum Ausschank kam wie im vergangenen Jahren Bier, Weizen vom Fass und alkoholfreie Getränke von der Familienbrauerei Jacob. Alle Kürnburgschützen, vor allem die Schützenjugend, waren am Sonntag unter der Regie der Stamsrieder 3. Bürgermeisterin und Schützenmeisterin Kerstin Gebhard „eingespannt“ und hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Gäste zu bewirten.

Zur musikalischen Unterhaltung engagierten die Kürnburgschützen Alleinunterhalter Xaver Karl. Ein Handwerker- und Trödelmarkt, ergänzt mit einem Kinderflohmarkt, hat sich seit Jahren fest auf den Johanni-Kirda in Stamsried etabliert. (rjm)

Die Pfarrkirche

Baubeginn: Die Stamsrieder Pfarrkirche steht seit rund 290 Jahren. Mit dem Bau wurde 1719 begonnen und am 20.Juli 1725 durch den Weihbischof des Bistums Regensburg, Gottfried Langwert von Simmern, eingeweiht.

Bedeutung: Hoch über dem Regen gelegen (rund 454 über NN) und weithin sichtbar, überragt die Pfarrkirche alle Häuser und gilt als Wahrzeichen Stamsrieds. 1665, also vor über 350 Jahren, wird Stambsriedt erstmals Pfarrei genannt. Vorher war Stamsried eine Filiale der Stadt Roding.

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