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Stamsrieder Haushalt steht

Die Kommune investiert dieses Jahr rund 4,4 Millionen. Die Marktgemeinde muss weiterhin sparsam sein.
Jakob Moro

Für 200 000 Euro wird dieses Jahr in der Nölppstraße in Stamsried der Kanal erneuert.  Foto: Jakob Moro
Für 200 000 Euro wird dieses Jahr in der Nölppstraße in Stamsried der Kanal erneuert. Foto: Jakob Moro

Stamsried.In gut einer Stunde ging die Aufstellung des Haushalts über die Bühne. In nichtöffentlicher Sitzung Mitte Februar war er vorberaten und mit den Markträten abgestimmt worden, wie in der Marktratssitzung zu hören war. Nach kurzen Erläuterungen von Bürgermeister Herbert Bauer wurde das Zahlenwerk 2020 mit einer Gegenstimme beschlossen.

Es besteht aus einem Gesamtvolumen von 8 Millionen Euro (3,7 Millionen Euro Verwaltungshaushalt, 4,4 Millionen Vermögenshaushalt). Der Marktrat beschloss Kreditaufnahmen für Investitionen von 830113 Euro. Für laufende Ausgaben sollen Kassenkredite von 617000 Euro möglich sein. Die Steuerhebesätze bleiben bei 365 v.H. für landwirtschaftliche Betriebe, 350 v.H. für Grundstücke und 330 v.H. für die Gewerbesteuer.

Über den Haushalt 2020 werden folgende größere Investitionen finanziert: barrierefreies Rathaus, Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses Diebersried und neue Schutzanzüge für die Jugendfeuerwehr, Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule mit Mittagsbetreuung; Straßenbaumaßnahmen: Eglsee-Hiltenbach, Stamsried-Hitzelsberg und Stamsried-Kürnburgstraße, Breitbandausbau, Urnenwand im Friedhof, Kanalbau Nölppstraße/Weinberg, Dorferneuerung (Kostenbeteiligung Neugestaltung Marktplatz, Malergasse, Schlosszufahrt). Zur Finanzierung ist eine Kreditaufnahme von 830113 Euro notwendig. Zum 31. Dezember hatte Stamsried 3,7 Millionen Euro Schulden. Sie erhöhen sich voraussichtlich auf 4,4 Millionen zum Ende dieses Jahres. Der Marktrat geht davon aus, dass in 2020 für 250 000 Euro Grundstücke im Baugebiet „Am großen Stein“ veräußert werden können und hat diese als Einnahmen im Haushalt fest eingeplant.

In seinen Schlussbemerkungen schreibt der Kämmerer: „Finanzielle Spielräume ergeben sich bis ins Jahr 2023 nicht.“ Geplant sind Sondertilgungen in den Jahren 2021 und folgenden Jahren. Durch bereits beschlossene Baumaßnahmen (Straßenbau, Abwasser, Dorferneuerung, Breitbandausbau) und Veränderungen bei den Einnahmen im Rahmen des Finanzausgleichs sei die Richtung in den kommenden Jahren vorgegeben. „Sparsamer und disziplinierter Haushaltsvollzug sind oberstes Gebot“, so der Kämmerer in den abschließenden Bemerkungen zum Haushalt 2020. (rjm)

Eckdaten

  • Verwaltungshaushalt:

    3,7 Millionen Euro

  • Vermögenshaushalt:

    4,4 Millionen Euro

  • Kredite:

    840113 Euro für Investitionen

  • Kassenkredite:

    617 000 Euro

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