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Lokalpolitik

„Stark bisher und in Zukunft“

Bürgermeisterkandidat Sandro Bauer (CSU) wetterte gegen die Freien Wähler und zog eine positive Bilanz seiner Arbeit.
von Monika Kammermeier

Der amtierender Bürgermeister Sandro Bauer (stehend) bei seiner Aschermittwochsrede im voll besetzten Café Mühlbauer  Foto: Monika Kammermeier
Der amtierender Bürgermeister Sandro Bauer (stehend) bei seiner Aschermittwochsrede im voll besetzten Café Mühlbauer Foto: Monika Kammermeier

Furth im Wald.Der CSU-Ortsverband Furth im Wald hat am Aschermittwoch zum traditionellen Fischessen ins Café Mühlberger eingeladen. CSU-Bürgermeister Sandro Bauer sagte in seiner Wahlkampf-Abschlussrede, wie es für ihn ist, und was er sich denkt.

Die Freien Wähler litten an Gedächtnisverlust, sagte Bauer. Seit sechs Jahren und länger würden sie im Stadtrat sitzen und perspektivische Entscheidungen mittragen und unterstützen. Doch just im Wahlkampf wüssten sie von nichts, wie das Beispiel Stauseestraße zeige. Ihren Wahlkampf bauten die FW ohne eigene Ideen auf, äußerten nur Kritik an seiner Person, präsentierten Wünsche, aber keine Lösungen, was sich am Beispiel „Glasfaser in jedes Haus“ zeige.

Amtierende Stadträte zögen sich im Wahlkampf zurück, weil sie es besser wüssten als das, was die unerfahrenen Kandidaten im Wahlkampf von sich gäben. Die Listenkandidaten der Plätze vier, fünf und sechs würden erklären, wie sich die Welt drehe, obwohl sie keine Ahnung hätten. „Gut, dass sie geboren wurden, denn sonst wüssten wir nicht, dass es morgens hell und abends dunkel wird“, frotzelte Bauer.

Er sei stets um konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit mit den Freien bemüht, so der amtierende Bürgermeister. „Die Hand habe ich ihnen bei der Vergabe der Referenten und Ämter gereicht vor sechs Jahren, vor allem an die politischen Mitbewerber und die Freien – aber Dank gleich Null.“

Kontakte nach oben

Zu den Grünen äußere er sich nicht negativ: „So grün wie die bin ich schon lange.“ Er wolle Bürgermeister bleiben, und so laute sein Wahlmotto: „Stark bisher – stark in Zukunft“. Er habe gute Kontakte auf Kreisebene, nach München und Nürnberg in die betreffenden Ministerien. Das liege auch daran, „dass ich mit unseren Ansprechpartnern und Fürsprechern anständig, offen und ehrlich umgehe und so am besten unsere Further Belange vertreten kann“.

Bauer bewirbt sich wieder als Bürgermeister, aber auch als Kreisrat auf der Further Liste der „Grenzfahne“. Er stellte sich und sein Team mit den Stadtratskandidaten der CSU vor. Die Stadträte der CSU hätten in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet und viel erreicht. Zu nennen seien Infrastruktur, Kanalbau, Wutzmühle, Sengenbühl und Grub, der Straßenbau Gschwand, Lixenried und weitere; der Bau des Rettungszentrums und die Leerstandsbeseitigung durch den Verkauf der alten Rettungswache und der alten TV-Turnhalle. Es gab eine moderate Finanzierung zur Kläranlage.

Am Kindergarten St. Elisabeth wurde neu gebaut, der Stadtturm saniert und die Bayernwarte. Der Drachenstich ging in das Immaterielle Kulturerbe ein, und der Drachenkopf sei eins zu eins im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu besichtigen. Zum Tourismus sagte Bauer, dass man die „Weiße Nacht“ habe, das Kino am See, „Gemma furth“, die „Grüne Woche“, einen aufgerüsteten Skilift und viele Attraktionen mehr.

Thema Stadtentwicklung

Man habe viel getan im Bereich der Stadtentwicklung. Vor allem mit dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) sei man 43 bauliche Projekte und 34 Stadtmarketingmaßnahmen, in der Summe 77 Konzeptpunkte, angegangen. Man habe eine steigende Anzahl von Arbeitsplätzen in Furth und eine steigende Anzahl von sozialversicherungspflichtigen Einwohnern, bei gleichbleibender Arbeitslosenzahl von 210.

Der Schuldenstand konnte von 25 Millionen auf unter vier Millionen Euro innerhalb von acht Jahren reduziert werden, so Bauer. Die Landesgartenschau sei eine Chance zur nachhaltigen Veränderung und Verbesserung der Stadt. „Es gibt viel zu tun, und ich freue mich auf die künftigen Aufgaben“, so der amtierende Bürgermeister. Im Anschluss servierte Bärbel Mühlberger Fischgerichte.

Aus der Rede

  • Wahlwerbung:

    Sandro Bauer sagte: „Ich brauche euer Vertrauen und die Unterstützung für ein gutes Ergebnis unserer Liste für den Stadtrat und die Liste „Grenzfahne für den Kreistag.“

  • Freien Wähler:

    Er sei stets um kollegiale Zusammenarbeit bemüht gewesen, aber der Dank sei gleich Null.

  • Grüne:

    „So grün wie die bin ich schon lange“.

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