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Sportaktionstag

Stockschießen mit und ohne Handicap

Wie Olympiasieger jubelten 45 Sportler mit und ohne Behinderung beim Aktionstag des FC Untertraubenbach.
Von Barbara Paschek-Wagner

  • Nur Sieger gab es in der Vormittagsgruppe beim Sportaktionstag in der Untertraubenbacher Stockschützenhalle.Fotos: cbp
  • Stellvertretender Bezirksobmann Albert Fichtl in Aktion

Untertraubenbach.Reger Betrieb herrschte am Freitag in der Eisstockhalle in Untertraubenbach. Im Rahmen des von der Special Olympics Bayern (SOBY) gestarteten Programms „Aktivtag“ bekamen Kinder der Bildungsstätte St. Gunther und Jugendliche und Erwachsene der Behindertenwerkstätte Cham, unterstützt durch Schülerinnen der 9. Klassen des Benedikt-Sattler-Gynmasiums, die Gelegenheit, in die Sportart Stocksport zu schnuppern. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich in professioneller Umgebung und unter Anleitung von ausgebildeten Trainern auszuprobieren. Diese Pilotveranstaltung sei der erste Versuch, den Geist der Special Olympics Winterspiele 2014 in Lam wieder auf- und weiterleben zu lassen, so Karlheinz Sölch vom Landratsamt, zuständig für Sportförderung.

Stockschießen macht Spaß.
Stockschießen macht Spaß.

Gefördert durch die „Aktion Mensch“ hieß der Ausrichter FC Untertraubenbach in Zusammenarbeit mit Uschi Kandner von der SOBY-AG Stocksport insgesamt 45 Athleten aus den beiden Chamer Einrichtungen und 26 Gymnasiastinnen willkommen. Die 20 Kinder von St. Gunther erhielten um 9 Uhr ihr Startzeichen, 25 Arbeitskräfte aus der Behindertenwerkstatt um 14 Uhr. Gemäß dem Motto „Gemeinsam für Inklusion“ bildeten jeweils ein Kind mit Behinderung und eine Gymnasiastin ein „Tandem“ mit einer Startnummer, die vorher von beiden gelost wurde. Mit dem Verteilen und Anziehen der Startnummern-Lätzchen begann das aufregende Schnuppern.

Max Seebauer, Bayerischer Schulsportbeauftragter und eine treibende Kraft beim FCU, Abteilung Eisstock, begann auch gleich mit der Einweisung. Auf dem Programm standen Lattlschießen und Zielwettbewerb in verschiedenen Leveln, die Entfernungen wurden auf die jeweiligen Möglichkeiten der Athleten abgestimmt und die waren mit Begeisterung dabei. Stellvertretender Bezirksobmann Albert Fichtl stellte sich beim Maßen in die Ringe zur Verdeutlichung in die Mitte des Ziels: Das hatte Wirkung. Wie Olympiasieger jubelten die Spieler mit geballter Faust bei erfolgreichen Schüssen. Bei den anschließenden Manschaftsspielen nahm auch eine Crew aus Mitarbeitern der offenen Behindertenarbeit im Landkreis teil. Hier entwickelten sich zum Teil rege Diskussionen bei der Bewertung, auf die die sechs Bahnbetreuer vom FCU, fast alle aus dem Familienumfeld von Max Seebauer, gründlich eingingen, was der zufriedenen und gelösten Stimmung zugute kam.

Den Abschluss bildete die Verleihung je einer Urkunde und Medaille für jeden Spieler. Ein rundum gelungener Tag, waren sich die Spieler, wie auch Hubert Lauerer, Mitglied in Organisationsteam und Schulleiter der Grundschule Arnschwang, einig, der schon jahrelang in Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte St. Gunther Inklusionsarbeit an seiner Schule leistet.

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