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Samstag, 23. Juni 2018 18° 4

Tradition

Stolz auf Burschenball der Superlative

Vorsitzender Rudolf Heinz und Ballkönigin Amelie Huber ziehen Resümee. Das neue Konzept der Ballnacht schlägt hohe Wellen.
Von Bastian Schreiner

Amelie Huber bereicherte die Ballnacht an der Seite von Burschenvorstand Rudolf Heinz. Foto: Tschannerl
Amelie Huber bereicherte die Ballnacht an der Seite von Burschenvorstand Rudolf Heinz. Foto: Tschannerl

Roding.„Ich habe versucht, in der Ballnacht alle Eindrücke aufzusaugen, richtig realisiert habe ich das Erlebnis aber erst später.“ – Amelie Huber kann ihr Glück kaum in Worte fassen. Einmal Königin am Rodinger Burschenball zu sein, das hätte sie sich nie träumen lassen – und dann auch noch im Jubiläumsjahr. „Es war gigantisch“, betont sie ein paar Tage danach und ist immer noch entzückt.

Der Ball stellte heuer neue Maßstäbe auf, wie aufwendig eine Ballnacht gestaltet sein kann. Rodings Burschenvorstand Rudolf Heinz und Ballkönigin Amelie Huber ziehen im Gespräch mit unserem Medienhaus ein überaus positives Fazit. Von A wie Anzug bis Z wie Zeitplan habe am Rosenmontag alles gepasst. Am Montag vor einer Woche zog die 24-Jährige an der Seite des Vorsitzenden in den Saal der ausverkauften Rodinger Stadthalle ein. Zuvor ist sie mit der Burschenkutsche abgeholt worden. „Die Fahrt war überwältigend, ein großer Wunsch ging damit in Erfüllung“, sagt Amelie voller Begeisterung.

Einmarsch und Einlage top

Zu den Klängen der Band „Bayern 3000“ wurde eifrig getanzt. Foto: Schreiner
Zu den Klängen der Band „Bayern 3000“ wurde eifrig getanzt. Foto: Schreiner

„Rundum zufrieden“ ist auch Rudi Heinz. Die Stimmung sei sehr gut gewesen, die Tanzfläche bis 5 Uhr früh stets gut gefüllt. Auf ein Highlight der Ballnacht möchte sich der Vorsitzende nicht festlegen, wobei der Einmarsch und die Einlage dieses Jahr sicherlich besonders gewesen seien. Die Kutschenfahrt zur Stadthalle, wo das Geheimnis um die Königin dann gelüftet wird, ist auch für ihn ein besonderes Erlebnis. „Dieses Gefühl kennt nämlich nur eine Hand voll Leute“, so Heinz. Insgesamt sei das neue Konzept sehr gut angekommen. Oberste Prämisse war dabei, die Vereinstradition weiterzuführen, wenngleich man der Veranstaltung einen moderneren Rahmen verpasst hat. Nach der Jahresversammlung im November habe die Vorstandschaft intensiv mit den Planungen begonnen. Dabei konnten die Mitglieder auf ein großes Netzwerk sowie einige Sponsoren zurückgreifen.

Die Opening-Show sei nicht nur im Saal hervorragend angekommen, sondern auch im Netz. Wie Heinz verrät, hätten sich die Lichter- und Musikshow bis zum Wochenende rund 9000 User auf Facebook angesehen. Die Reichweite liegt bei 30 000 Leuten. „Das ist Wahnsinn“, meint er. Zum Glück habe es auch beim Livestream keine technischen Probleme gegeben.

Impressionen vom Rodinger Burschenball 2018

Neu war in diesem Jahr das Treffen ehemaliger Vorstände und Königinnen im Vorfeld im Gasthof Lobmeyer. Die Gäste ließen beim großen Wiedersehen alte Zeiten aufleben. „Allein die Recherche der Adressen war ein immenser Aufwand“, sagt Heinz. Der Einsatz habe sich aber auf jeden Fall gelohnt. Ob das Treffen auch in Zukunft abgehalten wird, ist noch offen. „Vielleicht jedes Jahr nur die jeweiligen Jubiläumspaare“, überlegt er. Das Konzept des nächsten Balles sei noch Zukunftsmusik. Die Burschen wollen den Jubiläumsball erst bei einer Nachbesprechung Revue passieren lassen. „Die Opening-Show als besonderes Element in irgendeiner Form wieder zu machen, ist natürlich ein großer Wunsch“, gibt der Vorsitzende zu.

Lob von allen Seiten

Amelie hat sich die Eröffnungsshow am Tag nach dem Ball noch einmal im Internet angesehen. „Unbeschreiblich“, schwärmt sie. Gleichzeitig war sie damit beschäftigt, die zahlreichen Nachrichten auf ihrem Smartphone zu lesen. „Mir haben viele Leute geschrieben, mich beglückwünscht oder Fotos und Zeitungsartikel geschickt“, erzählt sie. Dabei gab es Lob von allen Seiten. Der Burschenvorstand hat sich die Flut an Mails und WhatsApp am Aschermittwoch angesehen.

Das war der Rodinger Burschenball 2018

Stolz und dankbar ist Heinz, wenn er an die Einlage denkt. Jung- und Altburschen hätten diese mit Bravour gemeistert – und Feuer für kommende Auftritte gefangen. „Ich fand die Einlage sehr gelungen“, sagt Amelie. Der regionale Bezug mit Rodinger Themen sei nicht nur bei ihr gut angekommen.

Ist der Burschenchef mit der Wahl seiner Ballkönigin zufrieden? „Super, sie hat es toll gemacht!“, bekräftigt Heinz. Seine Devise: „Wichtig ist, dass die Königin zum Burschenverein passt.“ Ob die junge Dame aus der Stadt oder dem Rodinger Umland stamme, sei seiner Ansicht nach nicht das entscheidende Kriterium. Für die 24-Jährige selbst war das Jubiläum ein großer Ansporn. „Der Druck war im Umkehrschluss aber auch riesig“, sagt Amelie, die sich nach der rauschenden Ballnacht auf die Feste im Jahreskreis mit den Burschen freut.

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