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Mobilität

Südumgehung bringt Lebensqualität

Das „Jahrhundertprojekt“, der zweite und letzte Bauabschnitt der Südumgehung in Furth im Wald, wurde am Donnerstag für den Verkehr freigegeben.
Von Wolfgang Baumgartner

  • Eine große Schar von Gästen – darunter auch viele Stadträte – waren zur Freigabe der Südumgehung vor die Trogeinfahrt gekommen. Fotos: wb
  • Polit-Prominenz und Geistlichkeit durchtrennten das Band und gaben damit die Straße für den Verkehr frei.
  • Staatssekretär Markus Sackmann
  • Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer
  • Baudirektor Josef Kreitinger
  • Bürgermeister Sandro Bauer
  • Der Landkreischef Franz Löffler
  • Unter den vielen Festgästen befand sich auch Bürgermeister Miroslav Mach aus Domazlice (re.).
  • Der frühere Landrat Theo Zellner mit Frau Inge, die Tunnelpatin war, und Bürgermeister Michael Multerer
  • „Zaungäste“ am Rande des Festaktes vor der Trogeinfahrt
  • Die Pfarrer Wolfgang Bogner und Richard Meier bei der Segnung
  • Bauoberrat Dr. Richard Bosl (li.) mit MdL Dr. Karl Vetter

Furth im Wald. Als „Jahrhundertprojekt“, das in „die Geschichtsbücher eingehen wird“, bezeichneten am Donnerstag die Redner die Südumgehung von Furth. Punkt 10.07 Uhr durchtrennten die Staatssekretäre Dr. Andreas Scheuer vom Verkehrsministerium und Markus Sackmann vom Bayerischen Sozialministerium zusammen mit den Abgeordneten Karl Holmeier, Horst Meierhofer, Marianne Schieder und Karl Vetter sowie Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Sandro Bauer, den Geistlichen Richard Meier und Wolfgang Bogner sowie dem Leitenden Ministerialrat Ludwig Böhm das Absperrband und gaben damit symbolisch den zweiten und letzten Bauabschnitt mit dem Trog unter der Eschlkamer Straße und dem Chamb für den Verkehr frei.

Dank an Reinhold Macho

Bürgermeister Sandro Bauer setzte die Bedeutung dieser Straßentrasse gleich mit der Anbindung Furths an das Eisenbahnnetz vor 150 Jahren oder der Grenzöffnung vor fast 25 Jahren. Der Further Rathauschef nutzte die Gelegenheit, kurz an den Werdegang des 75-Millionen-Euro-Projekts zu erinnern.

„Die ursprüngliche Planung sah an der Stelle, an der wir stehen, einen rund acht Meter hohen Damm vor“, runzelte Bauer die Stirn. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Reinhold Macho sei auf Kosten der Stadt eine neue Variante mit einer Tunnel-Trog-Lösung auf dem Reißbrett entstanden. Dem Weitblick von Reinhold Macho, seiner Beharrlichkeit und auch seiner Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass es zu einer für alle tragbaren und akzeptablen Lösung gekommen ist. Im Jahr 2006 stimmte der Stadtrat der Tekturplanung zu und noch im gleichen Jahr erfolgte die Planfeststellung und schon ein Jahr später fand der Spatenstich statt. Jetzt, sechs Jahre später, nach der Fertigstellung, stehe die Stadt vor der großen Herausforderung, die Begleiterscheinungen, die diese Umgehung mit alle ihren Vorteilen bringt, richtig einzuschätzen und die Weichen richtig zu stellen, damit der Wirtschaft in der Stadt kein Nachteil entstehe. Es liege nun an der Stadt, ihren Angeboten, ihrer Werbung und ihrem Image, dafür zu sorgen, dass „nicht alle an Furth vorbeifahren!“

Damit war das Stichwort für Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, gefallen. „Die Stadt wird sicherlich die nun höhere Lebensqualität und die damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten nutzen“, betonte er.

Leistungsfähige Achse

Nach seinen Worten werde mit der Inbetriebnahme der Ortsumgehung Furth die B20 als leistungsfähige und verkehrssichere Achse in der Region weiter gestärkt. Er bezeichnete die B20 als wichtige Magistrale, die für ganz Ostbayern von enormer Bedeutung sei. Deshalb habe der Bund auch kräftig investiert und für die 4,3 Kilometer lange Strecke rund 75 Millionen Euro ausgegeben.

Auch Staatssekretär Markus Sackmann wies auf die Bedeutung der B20 als „wichtigste Nord-Süd-Achse in Ostbayern“ hin und erinnerte an das enorme Verkehrsaufkommen von rund 12 500 Fahrzeugen pro Tag. Ebenso wie Bürgermeister Bauer erinnerte Sackmann an die aufwendige Planung und freute sich, dass mit Tunnel und Trog eine optimale Lösung gefunden werden konnte.

Ebenso wie Baudirektor Josef Kreitinger bei der Begrüßung sprach auch Landrat Franz Löffler von einem „Meilenstein!“ Die Dimension dieser Baumaßnahme und ihre Bedeutung sowie ihr Wirkung seien Anlass genug, von einem historischen Moment zu sprechen. Nach fünf Jahrzehnten sei mit einer der größten Baumaßnahmen in ganz Ostbayern eine adäquate Verkehrsinfrastruktur für die Drehscheibe Ost-West geschaffen worden. Parallel dazu gewinne Furth dadurch wieder mehr an Attraktivität und Lebensqualität. Den kirchlichen Segen erhielt die Südumgehung dann von Dekan Richard Meier und Pfarrer Wolfgang Bogner.

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