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SUL stellt sich hinter Bürgermeister

Schwarzfischer und der Landtagsabgeordnete Hopp sprechen in Schillertswiesen. Die Kläranlage bleibt ein Thema.
Sigismund Fuchs

Edi Fichtl mit Thomas Schwarzfischer und Dr. Gerhard Hopp (v. l.)  Foto: rsu
Edi Fichtl mit Thomas Schwarzfischer und Dr. Gerhard Hopp (v. l.) Foto: rsu

Schillertswiesen.Einen fast vollen Saal von Interessierten durfte CSU-Ortsvorsitzender Eduard Fichtl bei der Wahlveranstaltung der SUL, der Schillertswiesener Unionsliste, im Gasthaus Hahn begrüßen. Die 24 Kandidaten zur Kommunalwahl stellten sich vor. Zells Bürgermeister Thomas Schwarzfischer zog sein Resümee über die vergangenen sechs Jahre, und auch der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp sprach einige Worte. Beide kandidieren für den Kreistag.

Fichtl freute sich über das Kommen der beiden. „Wieso eine eigene Liste?“, fragte Fichtl. Die Idee dazu sei bei der letzten Kommunalwahl geboren worden, als die Stimmung im Dorf bei weiten nicht so positiv war, wie sie heute sei. Man habe sich ungehört und unbeachtet gefühlt. Schwarzfischer habe es verstanden, mit ruhiger Hand, offen und aktiv mit pragmatischen Lösungen die Probleme anzupacken. Er habe für einen Aufbruch in der Gemeinde gesorgt.

Überrascht zeigte sich Fichtl über den Wahlslogan der Freien Wähler, die damit warben, die Kläranlage auf den Weg gebracht zu haben. „Das hat einzig und alleine Thomas und der jetzige Gemeinderat!“, so Fichtl, der dem Bürgermeister gute Ideen bescheinigte. „Doch um diese umzusetzen, benötigt er auch eine schlagkräftige Mannschaft, die ihn dabei unterstützen.“

So warb er bei allen, die SUL zu wählen. Erfreut zeigte sich Fichtl, dass man wieder eine so starke Unionsliste zusammenstellen konnte, darunter auch drei 23-Jährige, die die jüngsten Kandidaten sind.

Fichtl führt Liste an

Alle 24 Bewerber, so Fichtl, seien in vielen Vereinen engagiert und im Dorfgeschehen integriert. Die Liste führt Fichtl (53 Jahre) selbst an, gefolgt von Daniela Senft, Tobias Andreas, Johann Schiegl, Andrea Kürzinger, Sieghart Senft, Christian Kürzinger, Tobias Lugauer, Tobias Fichtl, Reinhold Brunner, Gabriele Gabler, Johann Weinfurtner Albert Bohmann, Andreas Reitmeyer Thomas Schiegl, Kevin Bräu, Thomas Gabler, Klaus Zimmermann Thomas Kürzinger, Josef Weber, Adolf Reitmeyer, Martin Haimerl und Johann Denk, Ersatzbewerber ist Rudolf Pangerl, der schon im Gemeinderat vertreten war.

Lang war die Liste der umgesetzten Projekte, die Schwarzfischer vortrug, angefangen vom Waldkindergarten der Schulsanierung bis zur Naturparkschule. Für die Kinder und Familien wurde viel getan; ebenso für die Burg. Auch wenn das Angebot für Senioren vielseitig sei, sei das langfristige Ziel eine Tagespflegeeinrichtung. Zur Mobilität gehören auch die vielen Straßensanierungen. Dabei müssten es nicht ausschließlich asphaltierte Wege sein. Er nannte als Beispiel das Radwegprojekt Zell nach Beucherling.

Grundstücksabgabe ein Problem

Dabei packe der Bürgermeister auch gerne selbst an, wie die Bilder bei Arbeiten mit dem Gemeinderat zeigten: Bürgersteig pflastern, Zaun bauen oder mal schnell Balken für den Carport der FFW Schillertswiesen schneiden. Dafür sei er stets zu haben. Und Artenvielfalt habe ihn bereits vor dem Volksbegehren interessiert.

Der Breitbandausbau werde immer wichtiger. Schwarzfischer lobte in dem Zusammenhang den Landkreis Cham für die innovative Zusammenarbeit mit den Kommunen. Viele Grundstücke wurde erworben, was auch zu zwei Baugebieten führte. Lediglich in Schillertswiesen fände man bislang keine Bereitschaft zur Grundstücksabgabe, was er schade fände. Es sei für das Wachstum wichtig, dass junge Familien hier bauen könnten.

Der Bauhof wurde mit Maschinen ausgestattet und er erläuterte auch den Feuerwehrbedarfsplan, wobei er der Schillertswiesener Wehr dankte. Bedauerlich sei es, dass sich die Raiffeisenbank zurückziehe. Wie es mit dem Gebäude weitergeht und welche Möglichkeiten die Bankkunden haben, werde bei einer Infoveranstaltung Ende März vorgestellt. „Das war eure Kläranlage“, verwies Schwarzfischer auf Bilder von früher. Nach dem Umbau, der die Schillertswiesener viel gekostet hat, was ihm durchaus bewusst sei, könne die Kläranlage auch wieder gezeigt werden. Zwar sank die Abwassergebühr, doch wird dies nicht andauern, da die Klärschlammentsorgung immer teuer und schwieriger wird.

Fichtl dankte Hopp und Schwarzfischer mit einem Präsent. Sein Dank ging auch an Walter Dummer, der 18 Jahre im Gemeinderat war, sechs Jahre Ortssprecher und zwölf Jahre Seniorenbeauftragter. (rsu)

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