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Trauer

Tag des gemeinsamen Innehaltens

Stadt, Vereine und Bundeswehr beteiligen sich an Gedenkfeier.

Das Gedenken mit Kranzniederlegung erfolgte am Kirchplatz. Foto: Schreiner
Das Gedenken mit Kranzniederlegung erfolgte am Kirchplatz. Foto: Schreiner

Roding.Die Tradition des Volkstrauertages wird in der Stadt Roding weiter gewahrt. Dazu versammelten sich am Samstagabend die Ehrengäste mit Landrat Franz Löffler, die Abordnungen der Vereine und der Ehrenzug der Bundeswehr im Brantl-Hof, um mit den Fackelträgern der Feuerwehr und musikalischer Begleitung der Rodinger Stadtkapelle zum Kirchplatz zu ziehen. Wegen der Baustelle beim Karner konnte die Gedenkfeier dieses Jahr erneut nicht wie üblich am Ehrenmal am Paradeplatz abgehalten werden.

Eingeführt 1926 im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges wurde der Volkstrauertag in der Bundesrepublik 1952 wiederbelebt, um an alle Toten beider Weltkriege zu erinnern. „Die Gedenkfeier ist ein Moment des gemeinsamen Innehaltens“, betonte Kommandeur Michael Hanisch zu Beginn. Der Volkstrauertag in der Form, wie er heute begangen wird, sei ein Tag des stillen Gedenkens und des Mitgefühls an alle Opfer von Krieg und Gewalt und zugleich ein Tag der Besinnung, wie man auf Terror, Hass und Unfrieden in der Welt reagiert, so Hanisch. „Wir brauchen aber auch Orte des Gedenkens, damit das, was geschehen ist, nicht verdrängt wird“, sagte er. Denn Gedenktage und Denkmale würden zum Ausdruck bringen, welche Ereignisse und Erfahrungen unserer Geschichte man für künftige Generationen bewahren soll. Hanisch erinnerte an die 55 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs. Das dunkle Kapitel müsse Mahnung für Gegenwart und Zukunft sein und sei ein Aufruf, aus der Vergangenheit zu lernen und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. „Denn Friede, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit ist eben nicht selbstverständlich!“, sagte der Kommandeur.

Nach Fürbitten und Gebet von Stadtpfarrer Holger Kruschina und dem evangelischen Pfarrer Michael Hinderer wurden drei Kränze niedergelegt. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Franz Reichold bei allen für die Teilnahme. (bs)

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