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Aktion

Tage der Nachhaltigkeit und Solidarität

Vom 16. bis 25. März findet die „Grüne Woche“ in Furth statt. Zum Auftakt analysiert Alois Glück die westliche Lebensweise.
Von Wolfgang Baumgartner

Bürgermeister Bauer, Karin Stelzer, Elfriede Kellnhofer und Kathi Drescher-Seidl (v.l.) stellten das Programm der „Further Grünen Woche“ vor. Foto: wb
Bürgermeister Bauer, Karin Stelzer, Elfriede Kellnhofer und Kathi Drescher-Seidl (v.l.) stellten das Programm der „Further Grünen Woche“ vor. Foto: wb

Furth im Wald.Mit einer neuen Veranstaltungsreihe der „Further Grünen Woche“ möchte die Stadt Anregungen und Denkanstöße für mehr Nachhaltigkeit und Solidarität geben. Bei insgesamt 20 Veranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit, ihr Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung zu stärken. „Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger auf den aktuellen Umgang mit den begrenzten Ressourcen hinweisen, sondern umfassend informieren und zur Bewusstseinsbildung beitragen“, konstatierte am Freitag Bürgermeister Sandro Bauer bei der Präsentation des umfangreichen Programms.

Dieses wurde in der Folge von der Kulturamtschefin Karin Stelzer und ihren Kolleginnen Elfriede Kellnhofer und Kathi Drescher-Seidl ausführlich vorgestellt.

„Glücklicher“ Auftakt

„Nachhaltigkeit“ ist das zentrale Thema von Alois Glück am 27. Februar.
„Nachhaltigkeit“ ist das zentrale Thema von Alois Glück am 27. Februar.

In Anlehnung an die Programmgestaltung der „Further Bergwoche“, finden auch für die „Grüne Woche“ im Vorfeld zwei außergewöhnliche Veranstaltungen statt. Am Dienstag, 27. Februar, kommt der Landtagspräsident a. D. und ehemalige Präsident des Zentralrats der deutschen Katholiken, Alois Glück, zur Auftaktveranstaltung in die Drachenstich-Stadt. Ab 20 Uhr wird er im Tagungszentrum mit seinem Vortrag „Nachhaltigkeit – das neue Leitbild für den Fortschritt!“ die aktuelle Lebensweise der westlichen Welt analysieren und auf die prägenden Entwicklungen der Gegenwart eingehen. Zudem wird Alois Glück Wege aufzeigen, wie der notwendige Wandel funktionieren kann. Alois Glück geht es nicht nur um Klimaerwärmung, in seinem Fokus steht vor allem der Mensch. Platzreservierungen sind unter der Telefonnummer (0 99 73) 50 9 13 möglich.

Ein weithin sichtbares Zeichen der Further Grünen Woche sind aus Plastikmüll hergestellte Fische von Tanja Martina Federl. Die gebürtige Münchnerin ist vor einem Jahr zu ihren familiären Wurzeln nach Furth zurückgekehrt und bereichert die Grüne Woche mit der Kunstinstallation „gpgp – Great Pacific Garbage Patch!“ Die bunt leuchtenden Fische werden am 25. April über dem Stadtplatz schweben.

Die offizielle Eröffnung der Gründen Woche erfolgt am Freitag, 16. März, mit Alexander Markowetz und seinem Vortrag „Digitaler Burnout“, ab 20 Uhr im Rathaussaal. Dabei beantwortet der Wissenschaftler die drängendsten Fragen und gibt zu verstehen, warum Smartphones süchtig machen. Dazu zeigt Markowetz auch einen Weg aus dem digitalen Dauerstress.

Schwerpunkt der „Grünen Woche“ ist dann die Messe „Regional, ökologisch, nachhaltig“ am Samstag, 17. und Sonntag 18. März im ATT. Zuvor lädt die Gärtnerei Mühlbauer am Samstag ab 10 Uhr zu einer Führung „Biologischer Gemüse und Zierpflanzenbau“ ein. Exakt 27 Aussteller spiegeln bei der Messe die Säulen der Veranstaltung wider: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Naturschutz, Nachhaltigkeit, Ressourcen, Kultur und Philosophie sowie Religion.

So präsentiert das Amt für Landwirtschaft regionale Produkte ohne Grenzen, ein Agrarberater steht Rede und Antwort, die landwirtschaftlichen Fachschulabsolventen informieren über Aus- und Fortbildung in der Land- und Hauswirtschaft, am Stand des Simandl-Hofes geht es um Fischzucht, die Imker präsentieren ihre Produkte, Christian Hartl stellt seine Alpakas vor und beim Bund Naturschutz steht die „Wildkatze“ im Mittelpunkt.

Ebenfalls vertreten ist das Waidwerk mit der BJV-Kreisgruppe Furth im Wald, Robl Zeitlandschaften präsentiert ökosoziale Nachhaltigkeit und die Kreiswerke beraten über erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft. Um nachhaltige Ressourcennutzung geht es bei C.A.R.M.E.N e.V. Straubing und Andreas Schönberger Bau GmbH stellt Naturbaumaterialien und Lehmbau vor. Am Stand von Schweitzer Wood ART sind Schreinermöbel zu besichtigen und das Autohaus Traurig ist adäquater Ansprechpartner in Sachen Elektroauto. Weil E-Bikes absolut im Trend sind, ist FPG Zweiradtechnik Grund zu Gast bei der Messe. Simone Schmatz stellt hochwertige, nachhaltig produzierte Schuhe vor und im Bereich Kunsthandwerk beraten Anatol Donkan, Magdalena Paukner, Verena Kerscher sowie „TIKIWE“.

Auszüge aus dem Programm

  • Vorträge

    Das Vorprogramm bestreiten Alois Glück am 27. Februar, um 20 Uhr , im ATT und Alexander Markowetz am 16. März, 20 Uhr, im Rathaussaal.

  • Auftakt

    Auftaktist mit der Messe im ATT am 17. und 18. März und der Eröffnung des Hoflehrpfades in Auhof.

  • Weitere Termine

    17. März, 19.30 Uhr, Vortrag Heribert Mühlbauer im Georgssaal „Naturjuwel Drachensee!“; 19. März, 18 Uhr, Kochen mit Thekla und Desi in der Realschule.

  • Infos und Workshops

    20. März, 17 Uhr, Aktion „Freche Fläche“ LBV in den Chambauen beim ATT; 19.30 Uhr Vortrag Helga Grömer, Georgssaal, „Wenn aus Wandern Pilgern wird“; 21. März, 15.30 Uhr, Workshop für Kinder in der Stadtbibliothek; 20 Uhr Vortrag Prof. Weber „Mobilitätskonzepte der Zukunft“ im Rathaussaal; 22. März, 14.30 Uhr, Aktion für Kinder beim Hansodl am Eichert; 19.30 Uhr Vortrag Dr. Christian Stiersdorfer „Landschaft und Heimat“ in der Schützenhalle am Voithenberg. (wb)

Ergänzt wird die Messe durch Vorträge von der Gesundheitsbotschafterin Marga Löffler um 14.30 Uhr, der Apothekerin Jutta Rewitzer um 16 Uhr und am Sonntag durch Irene Kirchhoff um 11 Uhr zum Thema Menschen- und Tierwelt in der Mode. Christine Köppel und Wolfgang Brauner referieren am Sonntag ab 13 Uhr über Fortbildung von Multiplikatoren in der nachhaltigen Entwicklung“ und um 14 Uhr referiert Agrarberater Tobias Franz von der Raiffeisenbank.

Hoflehrpfad wird eröffnet

Der Film „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ von der BI gegen Atomkraft beendet um 15 Uhr die Vortragsreihe. Als weitere Aktionen fertigen Schneiderinnen der Drachenstich-Kostümkammer aus gebrauchter Kleidung wieder nützliche Dinge.

Ein weiterer Höhepunkt am Samstag ist die Eröffnung des Hoflehrpfades beim Auhofbauer Schreiner um 13 Uhr. Mit dieser Einrichtung will er den Verbrauchern eine neue Gelegenheit geben, Tier- und Milchviehhaltung aus nächster Nähe zu erleben und damit Einblicke in eine moderne, erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft ermöglichen.

Mehrere Schautafeln, verteilt auf dem ganzen Hofgelände, informieren die Besucher unter anderem über das vielfältige Aufgabengebiet eines Landwirts, seine Sorge um das Tierwohl und die Haltung verschiedener Tiergruppen.

Von Dienstag, 20., bis Samstag, 24. März, stehen täglich Vorträge und Workshops auf dem Programm. Dieses ist auf der Homepage der Stadt Furth im Internet einzusehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Bei einigen Workshops ist eine finanzielle Beteiligung an den Materialien nötig.

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