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Tannenbach neues Leben eingehaucht

Gemeinde Schönthal, LBV und Flurneuordnung haben auf zwei Hektar den natürlichen Bachlauf wiederhergestellt.
Von Theresia Schindler

Auf dem Bild sind von links Projektleiter Georg Schamberger, Alois Feiner und Bernhard Eiber vom Zweckverband Gewässer III.Ordnung zu sehen. Sie haben das Projekt „Renaturierung Tannenbach“ verwirklicht. Die fast zwei Hektar große Fläche wird dem Landesbund für Vogelschutz übereignet.  Foto: Theresia Schindler
Auf dem Bild sind von links Projektleiter Georg Schamberger, Alois Feiner und Bernhard Eiber vom Zweckverband Gewässer III.Ordnung zu sehen. Sie haben das Projekt „Renaturierung Tannenbach“ verwirklicht. Die fast zwei Hektar große Fläche wird dem Landesbund für Vogelschutz übereignet. Foto: Theresia Schindler

Schönthal.Schönthal„Zurück zur Natur“ sollte der Tannenbach – so war dies abgesprochen. Im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, dem Landesbund für Vogelschutz, der Gemeinde Schönthal und einigen anderen Beteiligten wurde dies in die Tat umgesetzt.

Die Kosten

  • Förderung:

    Normalerweise werden Öko-Projekte mit 90 Prozent gefördert. In diesem Fall wurde eine Förderung von 100 Prozent genehmigt.

Dafür wurde dem LBV ein Grundstück mit einer Fläche von fast zwei Hektar übereignet. Markus Schmidberger vom LBV fragte bereits im Herbst 2016 bei der TG Schönthal nach, ob dieses Flurstück noch beplant und gestaltet werden kann. Er brachte seine Idee, die „Renaturierung des Tannenbaches“ und Reduzierung von landwirtschaftlichen Erosionseinträgen durch Mäandersandfänge vor. Ziel war die Auslichtung der mit Nadelgehölzen bewachsenen Fläche und die Umleitung des Tannenbaches in ein großzügig gestaltetes Bachbett, das ein attraktiver Lebensraum für die Vogelfauna ist.

Bei einem ersten Ortstermin im Juli 2017, zu dem alle Beteiligten geladen und erste Grundsätze vom LBV erläutert wurden, fand das Projekt allgemeine Zustimmung. Vor allem von den Schwarzachfischern, da beim Einlauf des Tannenbaches in die Schwarzach große Sand- und Sedimentmengen aus der zumeist intensiven Landwirtschaft mit eingetragen werden und durch die Anlage von Sandfangbecken in der LBV-Fläche eine deutliche Reduzierung erwartet wurde.

Nun ist der „neue Tannenbach“ und das fast zwei Hektar große Areal bis auf einige kleine Schönungsarbeiten (Modellieren des Erdaushubs etc.) fertiggestellt. Der Tannenbach hat einen komplett neuen Bachlauf bekommen und ist rund ein Drittel länger, als es der alte war. Teilweise wurden Kiesaufschüttungen vorgenommen, damit beispielsweise Forellen ablaichen können. Es wurden zwei Sandfänge eingebaut. Dem Wunsch des LBV auf Zufahrt von Norden und damit einen Wegeringschluss zur Entleerung der Sandfangbecken und sonstigen Pflegemaßnahmen konnte entsprochen werden, da Herbert Heiland ein Teil-Grundstück zur Verfügung stellte. Der Weg an der Grundstücksgrenze wurde verbessert. Die Wurzelstöcke der abgeholzten Fichten wurden ausgebaut und aufgestellt. Es wurden art- und standortgerechte Bäume nachgepflanzt.

Projektleiter Georg Schamberger vom Flurneuordnungsverfahren Schönthal, das seit 2002 läuft, war positiv überrascht, wie schön das Projekt geworden ist. Die Teilnehmergemeinschaft (TG) Schönthal hat das Grundstück 2008 erworben und an den LBV weiterveräußert. Die Gemeinde ist jedoch für den „Neuen Tannenbach“ zuständig, so Schamberger.

Hergestellt wurde er von den Männern des Zweckverbandes Gewässer III. Ordnung, Vorarbeiter Alois Feiner und seinem Mitarbeiter Bernhard Eiber. Der neue Tannenbach wird nach Fertigstellung aufgemessen, wo nötig vermarkt und der Gemeinde Schönthal unentgeltlich übereignet. Das Eigentum am Altbach geht nach Auflassung auf den LBV ebenfalls unentgeltlich über, so Schamberger. Inmitten der Fläche waren früher Weiher – vereinzelt sind die Umrisse noch zu erkennen. Ein Vernässen der Fläche ist gewünscht. In der Flurneuordnung, so Schamberger stolz, wurden in Schönthal acht Hektar Ökoflächen ausgewiesen. Ferner wurde die Gemeinde beim Aufbau eines Öko-Kontos durch Maßnahmen der Bodenneuordnung unterstützt – damit gewappnet für die Ausweisung von neuen Bau- und Gewerbegebieten.

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