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MZ-Aktion

Tattoo-Finale: Der Mops holt den Sieg

Stefanie Wehner (31) überzeugt mit dem Porträt ihres „Lio“ die Jury im L.A. Cham. Sie will den Preis dem Tierwohl stiften.
Von Michael Gruber

Die glückliche Gewinnern des Tattoo-Wettbewerbs: Das Hunde-Porträt auf der Schulter von Stefanie Wehner überzeugte die Jury wegen der Geschichte, aber auch aus handwerklicher Sicht. Die 31-jährige Kosmetikerin aus Stamsried hat schon einen Plan, was sie mit dem Gewinn machen will.Textbaustein: Bildnachweis Foto: Tschannerl
Die glückliche Gewinnern des Tattoo-Wettbewerbs: Das Hunde-Porträt auf der Schulter von Stefanie Wehner überzeugte die Jury wegen der Geschichte, aber auch aus handwerklicher Sicht. Die 31-jährige Kosmetikerin aus Stamsried hat schon einen Plan, was sie mit dem Gewinn machen will.Textbaustein: Bildnachweis Foto: Tschannerl

Cham.Der Bayerwald hat ein Tattoo gefunden, das unter die Haut geht: Stefanie Wehner aus Stamsried und ihr Mopsbub Lio waren die Stars des großen Tattoo-Showdowns, der am Samstagabend im Life-Style-Café in Cham über die Bühne gegangen ist.

„Die Geschichten der Kandidaten waren echt der Hammer, deswegen bin ich total baff und freue mich wahnsinnig“, sagt die 31-jährige aus Stamsried, die sich als Hauptpreis über einen 300-Euro-Tattoo-Gutschein von Needles & Pins aus Runding freuen durfte. Nach dem Urteil der Jury und des Publikums konnte das Porträt ihres Hundes auf der Schulter einen deutlichen Punktesieg erringen.

Herzzerreißende Geschichten

(links) Cindy Stangl aus Zell/Beucherling gewinnt einen 50-Euro-Gutschein für das L.A., Manuel Weber (rechts) aus Cham gewinnt eine Concert-Flat für das L.A.-Konzertjahr 2020 und Stefanie Wehner (2.v.r.) gewinnt den Hauptpreis, einen 300-Euro-Tattoo-Gutschein für das Needles & Pins Tattoostudio in Runding. Foto: Tschannerl
(links) Cindy Stangl aus Zell/Beucherling gewinnt einen 50-Euro-Gutschein für das L.A., Manuel Weber (rechts) aus Cham gewinnt eine Concert-Flat für das L.A.-Konzertjahr 2020 und Stefanie Wehner (2.v.r.) gewinnt den Hauptpreis, einen 300-Euro-Tattoo-Gutschein für das Needles & Pins Tattoostudio in Runding. Foto: Tschannerl

Mehr als 250 Besucher waren in die Badstraße gekommen, wo sie von der Welt der Tattoos und Piercings empfangen wurden: Vier Nadel-Künstler aus dem Needles & Pins haben sich bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen lassen und zahlreichen Tattoo-Fans die unterschiedlichsten Kunstwerke auf der Haut verewigt. Daneben konnten die Gäste Bekanntschaft mit Ex-Rockerchef Alfred E. alias Duff Kong machen, der an einem Stand seine Autobiografie „Tanz der Rocker“ vorstellte. Den passenden Rock-Sound lieferte die Band Volboat.

„Ich war schon auf sehr vielen Tattoo-Conventions, aber solche herzzerreißenden Geschichten habe ich noch nie gehört.“

Anett the Smurfette, Tattoo-Modell

Durch den Abend führten die beiden Moderatoren L.A. Karo und Virus-41- Peter, die auf der Bühne die wichtigsten Personen willkommen hießen: Sechs Finalisten hatten es bei der Online-Abstimmung zu unserer Tattoo-Aktion unter insgesamt 40 Bewerbern in die Endausscheidung geschafft, wo ihr Tattoo von einer Experten-Jury unter die Lupe genommen werden sollte.

Die Jury-Mitglieder: (v.r.) Tattoo-Model Anett the Smurfette, T. G. Copperfield und Tattoo-Künstlerin Nati Baierl. Foto: Tschannerl
Die Jury-Mitglieder: (v.r.) Tattoo-Model Anett the Smurfette, T. G. Copperfield und Tattoo-Künstlerin Nati Baierl. Foto: Tschannerl

Nati Baierl, Tattoo-Künstlerin von Needles & Pins, das Model Anett the Smurfette aus Tschechien und Musiker T.G. Copperfield bekamen dabei Geschichten zu hören, die selbst Profis wie sie sehr gepackt hatten: „Ich war schon auf sehr vielen Tattoo-Conventions“, sagte Anett the Smurfette, „aber solche herzzerreißenden Geschichten habe ich noch nie gehört.“ Es gehe hier nicht in erster Linie darum, ob das Tattoo technisch perfekt sei, sondern um das, was persönlich mit dem Tattoo verbunden werde.

In der Bilderstrecke finden Sie die schönsten Eindrücke des Tattoo-Finales

Finale-Tattoo-Contest

Patricia Löffler stellte sich mit dem Erinnerungs-Tattoo an ihre verstorbene Tochter vor, die sie im Lauf der Schwangerschaft verloren habe: „Deswegen habe ich mich für einen Regenbogen entschieden, der immer nah an meinem Herzen bleibt.“

L.A. Karo (rechts) und Virus-41 Peter (links) mit den sechs Tattoo-Finalisten: (v.l.) Patricia Löffler, Corinna Pfeilschifter, Cornelia Schnurer, Cindy Stangl, Manuel Weber und Stefanie Wehner Foto: Tschannerl
L.A. Karo (rechts) und Virus-41 Peter (links) mit den sechs Tattoo-Finalisten: (v.l.) Patricia Löffler, Corinna Pfeilschifter, Cornelia Schnurer, Cindy Stangl, Manuel Weber und Stefanie Wehner Foto: Tschannerl

Corinna Pfeilschifter aus Zinzenzell trat mit der Geschichte zum Bayern-Wappen auf ihrem Rücken auf die Bühne. Anlass sei ein Fundstück im Gartenhäusschen gewesen. „Das Wappen war auf einen Steinkrug, der einmal meinem Opa gehört hat und soll mich immer an ihn erinnern.“ Cindy Stangl präsentierte das Porträt ihres Vaters, das sie sich auf den Arm stechen hat lassen. Im Jahr 2016 sei dieser an Krebs gestorben „und so trage ich die Erinnerung an ihn ganz nah bei mir.“

MZ-Aktion

Tattoo-Aktion: Das sind die Finalisten

Fast 1400 Stimmen für 40 Bewerber: Der Mopsbub Lio von Stefanie Wehner toppt sie alle. Jetzt zählt das Urteil der Jury.

Offener Umgang mit Depression

Manuel Weber hat sich seine Liebe zur Musik auf einem großen Gitarren-Tattoo um Unterarm verewigen lassen. Wobei selbst das Stechen mit insgesamt vier Sitzungen und fast 18 Stunden eine kleine Ewigkeit gedauert hat. „Musik hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin und deswegen wollte ich das Tattoo unbedingt.“

Cornelia Schnurer präsentiert der Jury ihren Phönix, der aus der Asche steigt. Foto: Tschannerl
Cornelia Schnurer präsentiert der Jury ihren Phönix, der aus der Asche steigt. Foto: Tschannerl

Cornelia Schnurer, Lehrerin in der Mittelschule Roding, betrat mit ihrem Phönix, der aus der Asche steigt, die Bühne und hielt ein flammendes Plädoyer für den offenen Umgang mit einer klinischen Depression: „Ich bin mit 38 Jahren eines Tages aufgewacht und es hat mich einfach umgehauen. Aber ich habe mir helfen lassen und gelernt, damit umzugehen. Die Botschaft von meinem Phönix ist, dass das Leben bunt und schön sein kann, und es darauf ankommt, was Du daraus machst. Wenn wir es schaffen, dass wir alle zusammenhalten, dann kann die Welt nur besser werden.“

Das war die Tattoo-Aktion

  • Bewerber

    Nach unserem Aufruf haben uns insgesamt 40 Teilnehmer die Geschichte zu ihren Tattoos erzählt und sich in der Vorrunde dem Urteil der Online-Nutzer gestellt.

  • Stimmen

    Das Interesse der Internet-Nutzer war groß: Rund 1400 Menschen haben ihre Stimmen abgeben für den Bewerber, dessen Tattoo im wahrsten Sinne unter die Haut geht.

Leidenschaftlicher Aufruf für Tierschutz

Stefanie Wehner präsentiert ihr Tattoo. Foto: Tschannerl
Stefanie Wehner präsentiert ihr Tattoo. Foto: Tschannerl

Nicht weniger leidenschaftlich war der Auftritt von Stefanie Wehner, die mit einem deutlichen Punktevorsprung aus dem Online-Voting ins Finale ging. Bei der Erklärung, warum sie sich ihren Mops Lio auf die Schulter tätowieren ließ, machte die Stamsriederin ihr Bemühen um ein besseres Tierwohl deutlich: „Der Mops ist eine Qualzucht, unterstützt keine Tierzüchter!“ Ihren Mops Lio habe sie von Privatbesitzern unter ihre Fittiche genommen und er sei ihr „besonderer Schatz“.

Hier finden Sie das Video zum Abend im Life-Style-Café L.A. Cham

Das war das Finale des Tattoo-Contests in Cham

Nach dem Urteil des Publikums, das über ein „Applausometer“ für die einzelnen Kandidaten stimmen konnte, verkündete die Jury die drei Gewinner: Mit 9 von möglichen 10 Punkten und den Punkten aus der Vorrunde hat Cindy Stangl aus Beucherling den dritten Preis, einen 50-Euro-Gutschein im L.A., gewonnen. „Porträts sind die Königsdisziplin beim Tätowieren, da wenn nur ein Schatten nicht passt, dann sieht es nicht mehr aus wie der Vater. Deswegen fanden wir dein Tattoo auch handwerklich sehr gelungen“, erklärte Tattoo-Künstlerin Nati Baierl.

Manuel Weber gewann mit seinem Gitarren-Tattoo eine „Concert-Flat“ für das L.A. Foto: Simon Tschannerl
Manuel Weber gewann mit seinem Gitarren-Tattoo eine „Concert-Flat“ für das L.A. Foto: Simon Tschannerl

Über den Preis für den zweiten Platz, eine Flatrate für das Konzertjahr 2020 im L.A., durfte sich Manuel Weber mit 8 von 10 Punkten und den Punkten aus der Vorrunde freuen. Tilo Copperfield sagte, er sei hier als Gitarrist befangen gewesen, deshalb mussten die beiden Expertinnen das beurteilen. Diese seien aber auch aus handwerklicher Sicht sehr beeindruckt gewesen.

Menschen

Rocker-Boss wird im Knast Autor

Duff Kong, Ex-Boss des berüchtigten MC Falkenstein, hat seine Memoiren verfasst. Er lässt weder Drogen noch Schießereien aus.

Ebenfalls 9 von 10 möglichen Punkten hat Stefanie Wehner von der Jury bekommen. „Die Glanzpunkte in den Augen und der Nase sind super gesetzt und das Porträt ist auch handwerklich sehr gut gestochen“, verkündete Nati Baierl die Siegerin des Abends. Stefanie Wehner kündigte an, den Gutschein für einen guten Zweck versteigern zu wollen. „Ich bin Mitglied des Fellnasen-Vereins und das Geld soll dem Wohl der Tiere zu Gute kommen.“

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