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Nachwuchs

Technik begeisterte die Schüler

Realer Blick in die Ausbildung: Schüler sind nach dem Besuch bei der Firma Mühlbauer einen großen Schritt weitergekommen.
Von Thomas Mühlbauer

So funktioniert Technik – Bei der Firma Mühlbauer bekommen die Schüler reichlich Einblick in die berufliche Materie. Foto: rtn
So funktioniert Technik – Bei der Firma Mühlbauer bekommen die Schüler reichlich Einblick in die berufliche Materie. Foto: rtn

Roding.30 Schüler haben sich am Dienstag und Mittwoch bei der Firma Mühlbauer Group eingefunden. Denn das weltweit agierende Unternehmen organisierte zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte zwei Berufswahltage. Der Ausbildungsleiter für den Maschinenbaubereich, Andreas Nicklas, zeigte sich im Gespräch mit unserem Medienhaus hoch erfreut über die große Resonanz: „Wir waren sehr positiv überrascht von der großen Nachfrage.“

So wirkt es sich sehr förderlich aus, dass das Unternehmen eng mit den Schulen zusammenarbeitet. Und genau hier entstand die Idee der Berufswahltage, denn immer wieder stellte man in der Vergangenheit fest, dass sich die Schüler nicht entscheiden konnten, in welchem Beruf man denn ein Praktikum machen solle.

Ein Drittel Mädchen dabei

Technik begeistert die Schüler. Foto: rtn
Technik begeistert die Schüler. Foto: rtn

So hat man sich erstmal dazu entschieden, zwei Berufwahltage zu organisieren. 30 Schüler, ab der 7. Klasse, erhielten so die Chance am Dienstag und Mittwoch von 7.30bis 15.30 Uhr aus zwölf möglichen Berufen sich vier auszusuchen, wo man denn hineinschnuppern möchte. Pro Beruf bekamen die Schüler schließlich drei Stunden Einblick. Sehr erfreulich auch für Andreas Nicklas ist, dass unter den 30 Schülern auch ein Drittel Mädchen waren. Und die Erfahrung zeigt, so Nicklas, die Zeiten, wo sich die Schülerinnen ausschließlich für kaufmännische Berufe entschieden haben, gehören längst der Vergangenheit an. Immer wieder hat man so Auszubildende auch in den weiteren Berufsfeldern. Doch eins ist dem Ausbildungsleiter in den Berufwahltagen am wichtigsten: „Die Schüler erhalten in den beiden Tagen einen realen Einblick in die Ausbildungsberufe, wie unter anderem als Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker, Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker und etliche weitere Berufe.“ Ein weiterer Trend, den man im Unternehmen immer wieder feststellt, ist, dass fast jeder Schüler, bevor er in ein Ausbildungsverhältnis startet, vorher ein Praktikum absolviert. „Ich finde das Praktikum absolut wichtig, zudem bieten es auch viele Schulen während der Schulzeit an. Denn nur so können die Schüler sehen, welcher Beruf wirklich zu ihnen passt“, so Nicklas. Auch lässt sich feststellen, dass immer mehr Schulen Wert darauf legen, dass Schüler ein Praktikum absolvieren. Forciert hat die Mühlbauer Group, wie Nicklas wissen lässt, auch in letzter Zeit die Zusammenarbeit mit den Schulen. Denn auch der demografische Wandel, mit Rückgang der Auszubildenden, wirkt sich auch auf das weltweit agierende Unternehmen aus, dennoch schaffe man es jedes Jahr noch sehr gut, die Ausbildungsplätze zu besetzen.

Kommentar

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Und die Ausbildung hat im Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert, so verweist Nicklas darauf, dass man durch die Praktika fast keine Auszubildenden hat, welche die Ausbildung abbrechen. Oberstes Ziel ist es, natürlich die Azubis für die Zukunft fit zu machen, denn „Azubis sind unsere Zukunft“, verdeutlicht Nicklas den Stellenwert der Ausbildung bei der Mühlbauer Group. Für den Ausbildungsstart am 1. September 2018 hat man in einigen Ausbildungsberufen sogar noch freie Stellen zu besetzen, unter anderem im Metall- und Elektrobereich. Wichtig für das Unternehmen ist es zudem, am richtigen Ort die richtigen Leute zu haben, so stellt man sich für die Zukunft auch immer mehr international auf.

Platz für Integration

Vieles hört man zum allerersten Mal. Foto: rtn
Vieles hört man zum allerersten Mal. Foto: rtn

Besonders stolz ist man aber auch darauf, dass in der Ausbildung auch die Integration ihren Platz findet. So wurden in den vergangenen Jahren auch immer wieder Flüchtlinge als Lehrlinge eingestellt. „Einer davon ist sogar einer der besten Auszubildenden in seinem Ausbildungsberuf“, ist Nicklas sichtlich stolz auf seine Schützlinge. Die hängen sich voll rein und versuchen, die sprachlichen Defizite, die sie haben, so schnell wie möglich aufzuholen, aber sie ziehen voll mit und sind hoch motiviert, so Nicklas.

Und die Hoffnung, die Nicklas mit den Berufswahltagen verbindet, bringt er abschließend auch noch auf einen Nenner: „Gute Praktikanten“, diese sollten schon dabei herauskommen.

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