MyMz
Anzeige

Technologie-Campus soll über das Konjunkturpaket finanziert werden

Mit einer 3,1 Millionen Euro teuren Planung für den Technologie-Campus in der Badstraße wird sich der Stadtrat an diesem Donnerstag ab 17 Uhr in seiner öffentlichen Sitzung im Langhaussaal beschäftigen. Architekt Engl und die Professoren Höpfl und Firsching von der Fachhochschule Deggendorf stellen das Konzept vor. Es soll eines der Projekte sein, mit denen die Stadt Cham ins Rennen um die insgesamt 127 Millionen Euro des Konjunkturpakets II gehen wird.

Wie bereits berichtet, soll das leerstehende ehemalige Netto-Gebäude in der Badstraße umgebaut werden. „Das Projekt befindet sich bisher nicht im Haushalt der Stadt Cham und kann nur über das Konjunkturpaket finanziert werden“, so Bürgermeisterin Karin Bucher in einem Vorgespräch mit dem Bayerwald-Echo. Zudem sei es eine Maßnahme zur energetischen Sanierung des Gebäudes und erfülle somit alle geforderten Voraussetzungen für die Bezuschussung.

Das zweite Projekt, das die Stadt Cham der Bayerischen Staatsregierung vorschlagen wird, ist der Neubau des Kindergartens Loibling. Eventuell ist sogar daran gedacht, dort eine Kinderkrippe einzurichten, so Bucher. Dazu werde derzeit eine Umfrage ausgewertet, die die Auslastung prüfen soll. Die Stadt Cham besitzt derzeit eine erste Kinderkrippe am Kindergarten in Windischbergerdorf. Zwei freie Träger hätten ebenfalls Interesse bekundet.

Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung außerdem mit der Zusammensetzung der Lenkungsgruppe für das „Gesamtstädtische städtebauliche Entwicklungskonzept“ befassen. Neben Bürgermeisterin Bucher sind derzeit die Fraktionssprecher Karl-Heinz Hampel, Günther Lommer und Michael Daiminger vorgesehen, Vertreter der Wirtschaft ist IHK-Geschäftsführer Richard Brunner, für die Jugend Jugendrats-Sprecher Alex Kregiel, für den Einzelhandelsverband Martin Kuchenreuter. Mit im Gremium sind auch die Architekten der Werkgemeinschaft Freiraum und Stadtbaumeister Franz Pamler. Gesucht werden zwei weitere Stadträte.

5000 Euro Zuschuss soll es für den Aufbau eines Ganztagszuges an der Grundschule Cham geben. Bucher machte klar, dass sie diesen Antrag mit Nachdruck unterstützt. Die Ganztagsschule sei für sie die Schulform der Zukunft. Gleichzeitig wiederholte sie jedoch die Kritik am System. Der Freistaat sei eigentlich für die Bezahlung des Personals zuständig und die Stadt für den Sachaufwand. Mit den 5000 Euro Zuschuss werde diese Grenze verwischt. „Man muss ja auch sehen, dass wir in Cham knapp 30 mögliche Ganztagszüge haben. Wenn wir da für jeden 5000 Euro bezahlen sollen, dann wäre das ein ziemlicher Betrag.“ Der Freistaat sei gefordert, solche Dinge selber zu regeln und nicht häppchenweise unter Zuziehung der Kommunen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht