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Cham.

Tempis hat sich in der Chamer Klinik einen guten Namen gemacht

Per Video-Konferenz mit der Neurologischen Uniklinik in Regensburg wird in der Chamer Tempis-Station über die weitere Behandlung von Herzinfarkt und Schlaganfall-Patienten entschieden. Am Monitor rechts der Leitende Oberarzt Dr. Hans Schöps, links Oberarzt Hans Ponnath und ganz links die Chefin der Tempis-Einheit in Regensburg, Fachärztin Dr. Sandra Boy.

Es bedarf ständigen Trainings, will man den täglichen Wettlauf mit dem Tod gewinnen. In der Kreisklinik Cham haben der Erfolg und das Netzwerk sich inzwischen einen Namen gemacht: Tempis. „Mit Cham läuft es sehr gut. Die Kollegen sind sehr effektiv und stellen die richtigen Fragen“, berichtet Dr. Sandra Boy von der Neurologischen Uniklinik Regensburg. Dort werden pro Woche bis zu zehn Patienten aus Cham per Video-Konferenz vorgestellt, der Befund wird diskutiert. Ziel, so Boy, sei es, dass jeder Patient, der in Cham behandelt werden kann, dort bleibt.

Landrat Theo Zellner erklärte, es gebe in einem Flächenlandkreis keine größere Herausforderung als den möglichst schnellen Umgang mit Notfallpatienten. Dazu sei ein Netzwerk nötig, das vom aufgeklärten Patienten über einen schnellen und gut ausgebildeten Rettungsdienst bis hin zu speziell ausgebildeten Kräften am Krankenhaus reiche. Der Landkreis Cham verfüge über all das, müsse aber ständig an der Effizienz arbeiten.

Peter Fleckenstein von der Volkshochschule berichtete über eine Fülle von Veranstaltungen. 2008 habe man so 1650 Bürger direkt erreicht, 5000 Flyer verteilt und über Pressearbeit aufgeklärt. Ärztlicher Direktor Dr.Hubert Zahnweh berichtete, dass man inzwischen in der Lage sei, einen Herzinfarkt-Patienten innerhalb einer Stunde am Straubinger Herz-Katheder anzuschließen. Die Zahl der Tempis-Patienten, die innerhalb von drei Stunden behandelt werden könnten, sei durch die Aufklärungs-Kampagne um 50 Prozent gestiegen.

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