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Teure Ausrutscher mit Firmen-Fahrzeugen

Brems-, Betriebs- und Bruchschäden, kurz BBB-Schäden, können schnell ins Geld gehen, erklärt unser Versicherungsexperte.
Von Karl Wutz

Bei der Fahrt mit einem Lkw oder einem Transporter gibt es zahlreiche Risiken, die abhängig von Faktoren wie Wetter oder Zustand des Fahrzeugs, zu Schäden und finanziellen Belastungen führen können. Foto: Jens Wolf/dpa
Bei der Fahrt mit einem Lkw oder einem Transporter gibt es zahlreiche Risiken, die abhängig von Faktoren wie Wetter oder Zustand des Fahrzeugs, zu Schäden und finanziellen Belastungen führen können. Foto: Jens Wolf/dpa

Cham.Mobilität und Flexibilität sind in der heutigen Zeit ein Muss. Daher sind die Fahrzeuge eines Unternehmens ein unverzichtbarer Bestandteil für die Ausübung der gewerblichen Tätigkeit. Fällt ein Fahrzeug wegen eines Unfallschadens aus, ist schnelles Handeln gefragt. Idealerweise mit der optimalen Absicherung durch eine Kfz-Versicherung.

Bei der Fahrt mit einem Lkw oder einem Transporter gibt es zahlreiche Risiken, die abhängig von verschiedenen Faktoren wie Wetter, Zustand des Fahrzeugs und so weiter zu Schäden und finanziellen Belastungen führen können. Die Vollkaskoversicherung als Schutzschild sorgt dafür, dass unangenehme Zwischenfälle nicht zu finanziellen Risiken werden. Wer jedoch seinen Fuhrpark bestmöglich absichern möchte, sollte die BBB-Zusatzleistung einschließen. Sie stellt eine Erweiterung der Vollkaskoversicherung für gewerbliche Fahrzeuge dar.

Was nicht abgedeckt ist...

Karl Wutz
Karl Wutz

Die Brems-, Bruch- und Betriebsschäden-Deckung, so der komplette Begriff, deckt genau die Bereiche ab, die bereits im Namen erwähnt werden, und eben bei einem Unfall, einem von außen eintretenden Ereignis nicht abgedeckt sind. Insbesondere bei Lastwagen kann es durchaus zu Schäden am Fahrzeug und am Transportgut kommen, ohne dass es Folgen eines Verkehrsunfalls sind. Was sind Betriebs-, Brems- und Bruchschäden genau?

Betriebsschaden: Ein Betriebsschaden ist nicht durch einen Unfall, sondern durch die spezielle Verwendung des Fahrzeugs (zum Beispiel Baustellenfahrzeuge), durch einen Bedienungsfehler oder durch fahrtechnisches Fehlverhalten entstanden, etwa Schäden, die in Zusammenhang mit diversen Messinstrumenten stehen.

Bremsschaden: Ein Bremsschaden ist durch den Bremsvorgang entstanden und steht ebenfalls nicht in Zusammenhang mit einem Unfall. Typische Bremsschäden sind beispielsweise Schäden am Führerhaus oder an den Bordwänden durch verrutschte Ladung oder schleudernde Anhänger.

Unser Experte

  • Autor

    Karl Wutz ist Versicherungsmakler, Finanzfachwirt (IHK) und Experte für Gewerbliche und Industrielle Sachversicherung (DMA).

  • Fachgebiete

    Er betreut überwiegend mittelständische Unternehmen und bietet spezielle Deckungskonzepte über alle Versicherungssparten und Branchen.

  • Kontakt

    SynergieFinanz Versicherungsmaklerbüro Karl Wutz, Further Straße 18, Cham, Telefonnummer (0 99 71) 39 29 90 0, E-Mail info@synergiefinanz.de

Ein Materialfehler

Bruchschaden: Ein reiner Bruchschaden ist auch nicht durch einen Unfall, sondern ausschließlich durch Überbeanspruchung, Konstruktions- oder Materialfehler entstanden. Beispiel: Die Radaufhängungen brechen. Schäden, die durch Abnutzung entstehen, werden selbstverständlich nicht ersetzt.

Ein Beispiel: Herr H. ist Trockenbauer mit einem eigenen kleinen Betrieb. Auf dem Weg zu seinem Kunden am frühen Morgen läuft ihm auf einer Landstraße ein Fuchs vor den Transporter. Herr H. legt sofort eine Vollbremsung ein, wodurch der Spanngurt, der die Baumittel und Waren hält, reißt und die Ladung nach vorn geschleudert wird.

Neben einem heillosen Durcheinander und Verschmutzungen im Laderaum entstehen ein Bruch an der Abtrennung zum Fahrerraum sowie starke Verbeulungen an der Innenverkleidung. Der Gesamtschaden für Herrn H. beträgt mehrere tausend Euro.

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