mz_logo

Region Cham
Sonntag, 22. Juli 2018 22° 6

Benefiz

Theater zum Wohl der Jahnhalle

Im Januar können Zuschauer in Bad Kötzting fünf groteske Hochzeiten genießen – optisch und kulinarisch...
Von Roman Hiendlmaier

Auf ein „schönes Desaster“, wie es Vorsitzender Wolfgang Kerscher (l.) nennt, stoßen die Hauptdarsteller des Stücks „Die Feier“ an. Fünf Aufführungen zugunsten der Jahnhalle bringt der Förderverein auf die Bühne. Premiere ist am Freitag, 19. Januar, der Kartenvorverkauf läuft ab Montag. Foto: rh
Auf ein „schönes Desaster“, wie es Vorsitzender Wolfgang Kerscher (l.) nennt, stoßen die Hauptdarsteller des Stücks „Die Feier“ an. Fünf Aufführungen zugunsten der Jahnhalle bringt der Förderverein auf die Bühne. Premiere ist am Freitag, 19. Januar, der Kartenvorverkauf läuft ab Montag. Foto: rh

Bad Kötzting.Dass es zählbare Vorteile hat, wenn Mitglieder eines Fördervereins Theater spielen, zeigt sich Mitte Januar am Beispiel Jahnhalle: Eine engagierte Truppe um Agathe und Wolfgang Kerscher greift Anfang kommenden Jahres eine ehemalige Reihe namens „Wintertheater“ wieder auf.

Gegeben wird ab Freitag, 19. Januar (vorerst) fünf mal das Stück die „Feier“, eine Groteske, also eine Art Komödie um eine Hochzeitsfeier, die aus den Fugen gerät.

Neue Technik für die alte Halle

Der Erlös aus den Aufführungen und der Bewirtung kommt natürlich der Sanierung der Jahnhalle zugute. Insbesondere soll mit dem Geld die Bühnentechnik wie Elektrik, Beleuchtung, Ton und Vorhänge erneuert und verbessert werden.

Mit dem Einakter um den schönsten Tag im Leben der Hauptdarsteller Magdalena Lankes und Markus Kilger haben sich die Jahnhallenfans etwas besonderes einfallen lassen, wie Wolfgang Kerscher erläutert: „Das Stück, also die Feier findet natürlich auf der Bühne der Jahnhalle statt, aber im Saal sitzen die Zuschauer quasi als Gäste dieser Feier.“

Mitspielen muss natürlich keiner. Aber zu einem Hochzeitsfeierambiente gehört, dass die erhofften 140 Zuschauer pro Aufführung bewirtet werden wie richtige Festgäste. Nebenbei erhöhen sich damit auch die Einnahmen und damit die Überschüsse zugunsten des Spielorts.

Was genau an kulinarischen Genüssen zur Auswahl steht, steht noch nicht fest. Um die „Gaglhenn“ mit traditionellen Gerichten kümmern sich Klara und Reiner Treitinger mit weiteren Mitgliedern des Fördervereins.

„Es wird ein schönes Desaster“

Gewählt wurde das Stück nach den Worten Kerschers natürlich auch, weil es lustig ist, und durch die Bearbeitung von Johannes Reitmeier gegenüber dem Original namens „Die Kleinbürgerhochzeit“ straffer und lebendiger wurde. Der Aufwand an Bühne und Kostüme sei überschaubar und für eine kurze Reihe an Aufführungen angemessen. Das Original von Bertolt Brecht hat schon rund 100 Jahre auf dem Buckel. Der Einakter aus dem Jahre 1919 hielt der damaligen Gesellschaft mit Hilfe von jeder Menge schwarzem Humor, Sarkasmus und Ironie einen Spiegel vor. „Die kritische wie komische Wirkung gilt aber auch noch heute,“ schmunzelt Wolfgang Kerscher.

Typen und Termine

  • Braut

    Magdalena Lankes

  • Bräutigam

    Markus Kilger

  • Vater der Braut

    Ulrich Treitinger

  • Mutter Bräutigam

    Agathe Kerscher

  • Schwester der Braut

    Alexandra Eiser

  • Hippie

    Franz Bachl

  • Die Frau

    Irene Lerach

  • Der Mann

    Wolfgang Kerscher

  • Der Freund

    Klaus Miefanger

  • Regie

    : Jürgen Lorenz

  • Musik

    Philipp Maimer

  • Catering

    Klara und Reiner Treitinger mit Mitgliedern des Fördervereins

  • Termine

    Freitag, 19. Januar, 20 Uhr; Samstag, 20. Januar, 20 Uhr; Sonntag, 21. Januar, 17 Uhr; Freitag, 26. Jan. 20 Uhr; Samstag, 27. Jan., 20 Uhr

  • Kartenvorverkauf

    Kur- und Gästeservice, Tel.: 09941/40032-150

  • Eintritt

    Erw: 8 € VVK, 9 € AK, Kinder/ Jugendliche: 4 € VVK /5 € AK

Geschildert wird der schönste Tag im Leben eines Brautpaars im Kreise seiner Familie. Dass dabei einiges schief laufen kann, scheint von vornherein klar zu sein. Zumal die Braut nicht nur aus Liebe heiratet und der Ehemann den Hausstand selber zusammengezimmert hat. Und zusammen mit ein wenig Alkohol kommt es dann, wie es kommen muss...

„Es wird ein schönes Desaster,“ sagt Kerscher. „Nicht mal vor dem Mobiliar des Brautpaars machen wir halt.“

Interpretiert wird das Reitmeier-Stück unter der Regie von Jürgen Lorenz von den Theaterfreunden aus Altrandsberg, der bereits Erfahrung mit dem Stück hat. Um den Jahrtausendwechsel hatten die Miltacher das Stück bereits mehrfach mit großem Erfolg aufgeführt.

„Die vergleichsweise kurze Länge des Stücks von rund 45 Minuten zusammen mit der Bewirtung sollen für einen entspannten Abend in lockerer Atmosphäre sorgen, an dem alle ihren Spaß haben,“ sagt Bräutigam Markus Kilger. Also alle außer ihm und seiner Braut Magdalena Kühlmeyer...

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham lesen Sie hier

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht