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Versammlung

„Tiefenbach blüht auf“ als Hilfe für Insekten

OGV will an der Dorfolympiade am 16. Juni teilnehmen, auch eine Fahrt zu einer Stauden- und Rosengärtnerei ist geplant.

Vorsitzende Bianca Ederer dankte Tino Gmach. Foto: wtm

Tiefenbach.Zur Jahresversammlung des OGV Tiefenbachs begrüßte Vorsitzende Bianca Ederer viele Mitglieder in der Waldbadgaststätte, namentlich die Schirmherrin Margit Schafbauer, Ehrenvorsitzende Anneliese Bierl, Bürgermeister Prögler und den Referenten des Abends, Tino Gmach. Ihr besonderer Dank galt Richard Schindler für die aufwendige Bearbeitung und Aufbewahrung der Leihgeräte des OGVs. Diese könnten ab sofort wieder ausgeliehen werden. Ederer verwies noch auf die Aktion „Tiefenbach blüht auf“. Mit dieser Aktion sollen vor allem Blumen gepflanzt und gesät werden, die Nahrung für Insekten bieten. Anschließend zollte der Bürgermeister den Mitgliedern Dank für die viele ehrenamtliche Arbeit, die geleistet wurde, wie für die vorbildliche Jugendarbeit. Der Kassenbericht von Claudia Babl fiel positiv aus, sie wurde entlastet. Die Jugendleiterin Angela Mauerer gab einen kurzen Überblick über das letzte Jahr. Für das neue sei bereits ein Programm erarbeitet. Die Schriftführerin Veronika Ederer gab einen Überblick über das abgelaufenen Vereinsjahr. Für das neue Jahr ist schon der Pflanzerl-Markt Anfang Mai, die Teilnahme an der Dorfolympiade am 16. Juni oder eine Fahrt zu einer Stauden- und Rosengärtnerei geplant.

Danach übergab Ederer das Wort an Tino Gmach aus Rötz, der über das Ökosystem „Streuobstwiese“ referierte. Streuobstwiesen sind ein ganz spezielles Ökosystem, das aus vielen alten und jungen Bäumen besteht, aber auch aus Totholz. Dieser spezielle Lebensraum war früher überall um Siedlungen anzutreffen. Diese Streuobstwiesen dienten der Ernährung der Bevölkerung. Am 15.10.1953 wurde vom Landwirtschaftsministerium der „Emser Beschluss“ erlassen, in dem festgelegt wurde, dass diese Streuobstbestände zu verschwinden haben. Es wurden Prämien für jeden gefällten Hochstamm-Obstbaum bezahlt. Erst Anfang der 80-er Jahre hat man gemerkt, dass man dadurch wichtige Ökosysteme zerstört hat. Viele hoch spezialisierte Tiere sind auf Hochstamm-Obstbaume angewiesen, vor allem auch auf „Totholz“. Viele Schmetterlinge und Insekten sind auf den Lebensraum „Streuobst“ angewiesen. Momentan werden zwar Streuobstwiesen neu angelegt, diese müssen aber auch gepflegt werden. Das wichtigste bei einer Neuanlage ist allerdings der Faktor „Zeit“. Ca. 100 Jahre wird es dauern, bis eine Neuanlage denselben ökologischen Wert einer bestehenden Anlage hat. (wtm)

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