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Mittwoch, 23. Mai 2018 25° 8

Kommune

Tiefenbach sichert Trinkwasservorrat

Tiefenbachs Gemeinderat gibt Versuchsbohrungen für einen Tiefbrunnen in Auftrag – Kosten 10 000 bis 15 000 Euro.

Das Ratsgremium machte sich in Altenschneeberg im Umgriff des „Schlosshügels“ im Beisein des Architekten Korbinian Schönberger ein Bild bezüglich der Gestaltung der Parkplätze.

Tiefenbach.Tiefenbach möchte in Sachen Wasserversorgung auf Nummer sicher gehen. Um auch in längeren Trockenperioden ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben, hat der Gemeinderat langfristig die Errichtung eines Tiefbrunnens ins Auge gefasst. Ebenso hat sich das Ratsgremium mehrheitlich für eine vorherige Versuchsbohrung mit geschätzten Kosten von 10 000 bis 15000 Euro entschieden.

In der jüngsten Sitzung informierte Dr. Andreas Raum vom Sachverständigenbüro Anders & Raum umfassend über das Vorhaben. „Brunnenbohrungen sind keine Hexerei“, meinte der Fachmann. Eine Brunnenbohrung im Quellgebiet sollte möglichst nah am Hochbehälter sein, riet er. Im Quellgebiet gehe man von einer Schüttung von ein bis zwei Liter pro Sekunde aus. Die Erwartungen solle man nicht zu hoch ansetzen. Dr. Raum informierte über den Kostenrahmen, der schwer abzuschätzen sei, da viele Faktoren bei einer Bohrung eine Rolle spielen.

Erstmals Versuchsprobebohrung

Die Hauptbohrung mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern mit Pumpversuch schätzte der Experte auf 30 000 bis 45 000 Euro. Ein privater Sachverständiger in der Wasserwirtschaft sei dazu erforderlich. Der Gemeinderat sprach sich für eine Versuchsprobebohrung mit Langzeit- Pumpversuch aus.

Die geforderten Schutzgebietsausweisungen für die Wasserversorgungsanlagen Breitenried und Irlach wurden vom Gemeinderat bereits ebenfalls ausgiebig behandelt. Die Schutzgebietsausweisungen für die beiden Wasserversorgungsanlagen wurden seitens des Wasserwirtschaftsamtes und der Regierung in die Prioritätsstufe 1 aufgenommen. Das Ratsgremium hat die geforderte und aller Voraussicht nach nicht abzuwendende Ausweisung für die kleinen Anlagen äußerst kritisch beurteilt. Deshalb habe die Gemeinde zunächst ein Kostenangebot für die Erstellung der Planunterlagen mit hydrologischem Gutachten und die Beurteilung zur Ausweisung der Wasserschutzgebiete eingeholt. Nach Aussage des Bürgermeisters sind für Breitenried 7583,87 Euro und für die Anlage Irlach 6454,56 Euro veranschlagt. Voraussichtlich, so das Gemeindeoberhaupt, wird es keine Möglichkeit geben, die Ausweisung der Wasserschutzgebiete abzuwenden. Wie Dr. Andreas Raum dazu ausführte, braucht man, um Trinkwasser zu verkaufen, ein Wasserschutzgebiet. Nach eingehenden Diskussionen beschloss der Gemeinderat, weitere Möglichkeiten zu prüfen.

Bei einem Ortstermin in Altenschneeberg wurde im Rahmen „Revitalisierung von Landmarken“ die Parkplatzsituation im Umgriff „Schlosshügl“ mit Architekten Korbinian Schönberger begutachtet. Schönberger stellte dazu dem Ratsgremium verschiedene Varianten vor. Eine endgültige Entscheidung wird in der nächsten Sitzung getroffen.

Nach dem Schreiben des Landgerichts Regensburg hat die Gemeinde dem Amtsgericht Cham für die Wahl der Schöffen mindestens eine Person vorzuschlagen. Dem Gemeinderat lag eine Bewerbung von Birgit Schultes, Hannesried, vor, deren Aufnahme in die Vorschlagsliste zugestimmt wurde.

Die Gemeinde beabsichtigt, den 400 Meter langen, nicht ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldweg „Fuchsenschlag“ als öffentliche Straße einzuziehen. Die Fläche von 1136 Quadratmetern wird von der Gemeinde im Rahmen des Verfahrens „Freiwilliger Landtausch Steinlohe“ eingebracht. Der Gemeinderat stimmte zu.

Kinderfeuerwehren akzeptiert

Dem Gemeinderat lagen weiter die Anträge der FFW Tiefenbach und Katzelsried auf Übernahme der Kinderfeuerwehr in die gemeindliche Einrichtung „Feuerwehr“ vor. Seit Juli 2017 können bei den Feuerwehren ab dem vollendeten 6. Lebensjahr Kindergruppen gebildet werden. Sie sind Vorstufe zur Jugendfeuerwehr. Die Kinder sind in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Der Gemeinderat stimmte zur Gewährleistung des Unfallversicherungsschutzes zu.

Nach Überprüfung durch den Gemeindebauhof stehen heuer wieder Anhebung oder Absenkung von insgesamt 19 Schachtabdeckungen an, Kosten circa 5900 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Auftragserteilung an die Firma Meiller zu. Die Abrechnung erfolgt nach den tatsächlich ausgeführten Leistungen.

Bürgermeister Ludwig Prögler informierte noch über die Instandsetzung öffentlicher Feld- und Waldwege durch die Jagdgenossenschaft Katzelsried. Insgesamt wurden fünf Wege instandgesetzt. An den Materialkosten der Jagdgenossenschaft beteiligt sich die Gemeinde mit 2511,15 Euro. (wbf)

Aus der Sitzung

Bauanträge: Neubau eines Wohnhauses mit Garage im Kapellenweg in Tiefenbach. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes und enthält alle Festsetzungen und kann im Freistellungsverfahren behandelt werden. Neubau einer Unterstellhalle in Tiefenbach. Das Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich der 1. Änderung der Ortsabrundungssatzung für den Ortsteil Fahrenweiher. Abbruch einer Scheune und Neubau einer Dreifachgarage mit Geräte- und Lagerraum.

Wahl: Der bei der FFW Altenschneeberg gewählte stellvertretende Kommandant Markus Weihe wurde von der Gemeinde bestätigt.

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